Definition periodischer Umbuchungen oder periodischer VerrechnungenAm Periodenende, wenn der gesamte Kostenanfall vorliegt, stehen für den Abschluß verschiedene Verrechnungsmethoden zur Verfügung.
Mit Hilfe der periodische Umbuchung , der Verteilung , der Umlage bzw. der indirekten Leistungsverrechnung werden die primären Kosten aus anderen Komponenten sowie die intern verrechneten sekundären Kosten den verursachenden Kostenstellen zugeordnet.
Um die periodische Umbuchung bzw. die periodischen Verrechnungen ausführen zu können, müssen Sie Verrechnungszyklen definieren. Für die gleiche Verrechnungsart legen Sie getrennt je einen Zyklus für die Plan- und für die Istverrechnung an.
Achtung
Bei der Umlage können Verbrauchsmengen nicht verrechnet werden.
Beachten Sie, daß die Verteilung keine leistungsabhängig geplanten Primärkosten berücksichtigt.
Bei der Umlage sowie der periodischen Umbuchung im Ist werden leistungsabhängig geplante Kosten automatisch an den Empfänger verrechnet.
Bei der periodischen Umbuchung im Plan können Sie zusätzlich spezifizieren, daß bestimmte Leistungsarten auf die Epfängerkostenstelle/Empfängerleistungsart verrechnet werden.
Bevor Sie periodische Umbuchungen bzw. periodische Verrechnungen definieren, legen Sie folgendes fest:
Wer will Kosten umbuchen bzw. verrechnen?
An wen sollen die Kosten umgebucht bzw. verrechnet werden?
Dies bedeutet, daß für diese Verrechnungsarten Sender-Empfängerbeziehungen definiert werden müssen.
Sie können diese Einstellungen sowohl im Menü der Kostenstellenrechnung als auch im Einführungsleitfaden der Kostenstellenrechnung vornehmen.
Beispiel
Die Kostenstelle "Kantine" will ihre Kosten auf alle Kostenstellen des Unternehmens verrechnen. Die Kostenstelle "Kantine" ist in diesem Fall der Sender, die gesamten Kostenstellen des Unternehmens, einschließlich der Kantine, sind die Empfänger.
Analog zu diesem Beispiel können auch mehrere Kostenstellen als Sender definiert werden.
Als Empfänger sind neben Kostenstellen, Aufträgen und Projektstrukturplan-Elementen (PSP-Elementen) auch Kostenträger möglich.
Welche Kosten oder Leistungen sind umzubuchen bzw. zu verrechnen?
Pro Sender wird festgelegt, welche Kosten oder Leistungen weiterverrechnet werden sollen.
(siehe: Sender- und Empfängerregeln für periodische Umbuchungen oder periodische Verrechnungen )
Wie bzw. nach welchen Kriterien (Schlüsseln des Empfängers) sollen die Kosten oder Leistungen verrechnet werden?
Hierbei ist festzulegen, wie die zu verrechnenden Kosten aufgeschlüsselt werden sollen. Die Schlüssel für die Verrechnungen werden in der Kostenstellenrechnung als Bezugsbasen für die Verrechnung bezeichnet,
(siehe: Sender- und Empfängerregeln für periodische Umbuchungen oder periodische Verrechnungen )
Beispiel
Die Kosten der Kostenstelle "Kantine" sollen auf die gesamten Kostenstellen entsprechend der Mitarbeiterzahl der einzelnen Kostenstellen verrechnet werden. Die Mitarbeiterzahl pro Kostenstelle ist als statistische Kennzahl pro Kostenstelle zu erfassen.
Um eine periodische Umbuchung bzw. periodische Verrechnung zu definieren, führen Sie die folgenden Schritte durch:
Legen Sie die Sender- und Empfängertypen, die Sie für die jeweiligen periodischen Umbuchungen bzw. die periodischen Verrechnungen benötigen, im Einführungsleitfaden (IMG) an.
(siehe: Festlegen von Sender- und Empfängertypen für Verrechnungen )
Definieren Sie einen Zyklus.
(siehe: Zyklus anlegen oder ändern )
Definieren Sie Segmente zu dem Zyklus.
(siehe: Segmente anlegen )
Definieren Sie ggf. die Bezugsbasen zum Zyklus.
(siehe: Bezugsbasen festlegen )
Definieren Sie ggf. die Empfängergewichtungsfaktoren.
(siehe: Empfängergewichtungsfaktoren festlegen )
Nachdem Sie einen Zyklus angelegt haben, können Sie diesen ausführen.
(siehe: Periodische Umbuchungen oder periodische Verrechnungen online ausführen ,
Periodische Umbuchungen oder periodische Verrechnungen im Hintergrund ausführen )
Siehe auch: