
Service-Gruppen ermöglichen es, mehrere Consumer-Proxys gleichzeitig zu konfigurieren. Mit Hilfe von Service-Gruppen können Sie mehrere Consumer-Proxys verwenden, um auf verschiedene Services zuzugreifen, die von der gleichen Provider-Anwendung angeboten werden.
Service-Gruppen definieren, welche Services eine Consumer-Anwendung ausführen muss. Dies ist wichtig, um sicherzustellen, dass alle Services in einer Service-Gruppe auf demselben Provider-System verfügbar sind.
Eine Consumer-Anwendung kann eine oder mehrere Service-Gruppen haben, je nachdem, auf wie viele logische Service-Provider sie zugreift. Somit wird durch Service-Gruppen verhindert, dass ein Consumer fehlerhaft konfiguriert wird.
Services sollten zur Designzeit gruppiert werden. Geschieht dies nicht zur Designzeit, werden Konfigurationsfehler eventuell erst zur Laufzeit sichtbar.
Service-Gruppen werden über das Standard-ABAP-Transportsystem transportiert.
Um eine Service-Gruppe anzulegen, ist Folgendes erforderlich:
Mindestens ein generierter Consumer-Proxy muss in Ihrem ABAP-System verfügbar sein.
Weitere Informationen: Consumer-Proxy konfigurieren
Eine Services Registry muss mit Ihrem ABAP-System verbunden sein, damit ein Ziel mitsamt Namensraum zugewiesen und die Service-Gruppe klassifiziert werden kann.
Weitere Informationen: Verbindung zur Services Registry einrichten
Service-Gruppe anlegen
Sie legen Service-Gruppen in einem ABAP-Backend-System an.
Starten Sie den Object Navigator (Transaktionscode SE80).
Machen Sie das Paket ausfindig, in dem Sie die Service-Gruppe anlegen möchten.
Klicken Sie mit der sekundären Maustaste auf das Paket, um das Kontextmenü zu öffnen.
Wählen Sie im Kontextmenü Anlegen.
Ein Assistent wird gestartet.
Wählen Sie Service-Gruppe.
Wählen Sie Weiter.
Geben Sie einen Namen, einen Anzeigenamen und eine Beschreibung an und stellen Sie folgende Optionen ein:
Paket
Wählen Sie entweder ein transportierbares Paket oder markieren Sie ein Lokales Objekt, um dieses Objekt Ihrem $TMP-Paket zuzuordnen.
Transportieren
Wählen Sie einen Auftrag aus Ihrem Transportsystem. Wenn Sie Lokales Objekt gewählt haben, wird kein Transportauftrag benötigt.
Wählen Sie Weiter und anschließend Fertigstellen.
Die neue Service-Gruppe wird im Ordner Service-Consumer-Gruppen angezeigt. Die von Ihnen angegebenen Informationen werden auf der Registerkarte Eigenschaften angezeigt.
Sichern Sie.
Die neue Service-Gruppe wird gesichert und ist inaktiv. Als Nächstes müssen Sie die neue Service-Gruppe bearbeiten.
Service-Gruppe bearbeiten und aktivieren
Machen Sie im Object Navigator (Transaktionscode SE80) die zu bearbeitende Service-Gruppe ausfindig.
Doppelklicken Sie auf die Service-Gruppe, um ihre Eigenschaften anzuzeigen.
Wechseln Sie auf die Registerkarte Eigenschaften.
Geben Sie im Feld Zieldestination eine Zieldestination an, die der Service-Gruppe zugeordnet werden soll.
Verwenden Sie die Eingabehilfe zum Auswählen eines Zielnamensraumes und eines Namens.
Wechseln Sie von der Service-Gruppen-Anzeige auf die Registerkarte Klassifizierungen.
Wenn eine neue Service-Gruppe angelegt wird, sind zunächst keine Klassifizierungen zugeordnet. Sie können das Service-Gruppen-Objekt anhand von Klassifizierungen, die in der Registry verfügbar sind, klassifizieren.
Markieren Sie eine Klassifizierung und geben Sie einen Wert an.
Verwenden Sie die Eingabehilfe, um die verfügbaren Klassifizierungssysteme und deren Werte anzuzeigen. Die Klassifizierung Prozesskomponente wird benötigt, um die Service-Gruppe zu aktivieren.
Wechseln Sie auf die Registerkarte Consumer.
Weisen Sie der Service-Gruppe Consumer-Proxys zu.
Sie können Consumer-Proxys aus dem aktuellen ABAP-Backend-System auswählen.
Sie können die Eingabehilfe verwenden, um einen Consumer-ABAP-Namen, einen Consumer-Porttyp-Namen und einen Provider-Namen auszuwählen.
Sichern Sie Ihre Änderungen.
Bevor Sie mit einer Service-Gruppe arbeiten können, müssen Sie sie aktivieren.
Bevor Sie eine Service-Gruppe aktivieren, sollten Sie Folgendes prüfen:
Die Zieldestination
Wechseln Sie auf die Registerkarte Eigenschaften, um zu prüfen, ob die Zieldestination konfiguriert wurde.
Es muss mindestens eine Zieldestination in der Service-Gruppe verfügbar sein. Ohne Zieldestination kann die Service-Gruppe nicht aktiviert werden.
Die Klassifizierung Prozesskomponente
Wechseln Sie auf die Registerkarte Klassifizierungen, um zu prüfen, ob die Klassifizierung Prozesskomponente konfiguriert wurde.
Aktivieren Sie die Service-Gruppe.
Wählen Sie im Menü
Vor der Aktivierung der Service-Gruppe wird eine Konsistenzprüfung ausgeführt. Im Fehlerfall müssen Sie die Fehler beheben, bevor Sie die Service-Gruppe aktivieren können.
Service-Gruppe testen
Sie können das erwartete Verhalten einer Service-Gruppe testen.
Machen Sie im Object Navigator (Transaktionscode SE80) die zu bearbeitende Service-Gruppe ausfindig.
Löschen Sie die Zieldestination und die Klassifizierung Prozesskomponente.
Sichern und aktivieren Sie.
Es sollten zwei Meldungen ausgegeben werden:
Zieldestination nicht gepflegt
Klassifizierung "uddi:uddi.sap.com:categorization:process-component" nicht gepflegt.
Dies ist das erwartete Verhalten, da eine Service-Gruppe ohne Zieldestination und Prozesskomponente nicht konsistent ist.
Hängen Sie die Zieldestination und die Klassifizierung Prozesskomponente um.
Sichern und aktivieren Sie die Service-Gruppe.
Es sollten nun keine Meldungen ausgegeben werden.