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Hintergrunddokumentation Message-Paketierung für Integrationsprozesse  Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Die Eingangsverarbeitung nimmt innerhalb der Business Process Engine (BPE) in vielen Fällen den größten Teil der Bearbeitungszeit in Anspruch. Bei entsprechend großer Anzahl an eingehenden Messages in die BPE-Eingangsverarbeitung kann es dazu kommen, dass diese Messages nicht mehr schnell genug abgearbeitet werden können. Die qRFC-Queues wachsen an und es kommt zu einem Stau.

Die Message-Paketierung in der BPE ermöglicht eine Steigerung der Performance durch die Zustellung von mehreren Messages an BPE-Prozessinstanzen innerhalb einer Transaktion. Dies kann zu einem erhöhten Durchsatz führen. In bestimmten Fällen kann es zu einer Erhöhung der Laufzeit für einzelne Messages kommen, z. B. durch die Wartezeit bis ein geeignetes Message-Paket gebildet werden kann.

Die Höhe der erzielbaren Durchsatzsteigerung hängt von der Art des Szenarios ab. Szenarien, die sich besonders für den Einsatz der Message-Paketierung eignen, sind „Collect-Szenarien“. Hierzu gehören die beiden folgenden Szenarien:

      Messages eines Interfaces sammeln und bündeln

      Messages mehrerer Interfaces sammeln und bündeln

Weitere Informationen: Message-Paketierung sinnvoll einsetzen

 

Hinweis

Die Message-Paketierung in der BPE ist unabhängig von der Message-Paketierung in PI (XI), kann aber zusammen mit dieser eingesetzt werden.

Weitere Informationen über Message-Paketierung in PI finden Sie unter Message-Paketierung.

 

Der BPE-Adapter funktioniert wie ohne BPE-Message-Paketierung, kann aber zusätzlich PI Message-Pakete (nicht zu verwechseln mit BPE-Message-Paketen) entgegennehmen. Wenn die BPE-Message-Paketierung global aktiviert ist, wird für jede Message ein Eintrag in einer Tabelle angelegt, unabhängig davon, ob die Message-Paketierung für den jeweiligen Prozesstyp aktiviert ist. Je nachdem, ob für den Prozesstyp einer eingehenden Message die Message-Paketierung aktiv ist oder nicht, verhält sich der BPE-Adapter unterschiedlich:

      Message-Paketierung ist aktiv für den jeweiligen Prozesstyp: Die Message wird nicht direkt an die Eingangsverarbeitung via qRFC übergeben. In diesem Fall übergibt der Paketierungsjob die Message in einem Paket durch einen Aufruf des qRFC-Bausteins SWF_XI_PROCESS_MSG.

      Message-Paketierung ist inaktiv für den jeweiligen Prozesstyp: Der Adapter übergibt die Message direkt an die Eingangsverarbeitung mittels eines Aufrufs des qRFC-Bausteins SWF_XI_MSG_RAISE_EVENT. Dies entspricht demselben Verhalten des Adapters bei global ausgeschalteter Message-Paketierung.

Bei global eingeschalteter Message-Paketierung stehen Ihnen die Transaktionen SWF_INB_MON bzw. SWF_INB_ADM für das Monitoring bzw. die Administration der Messages zur Verfügung.

Der Paketierungsjob bildet die Message-Pakete gemäß den konfigurierten Parametern und übergibt diese Pakete mittels qRFC an die Eingangsverarbeitung. Dabei werden Laufzeitinformationen zu allen eingehenden Messages in einer zentralen Datenbanktabelle verwaltet, die eine konsistente Bearbeitung der Messages über die verschiedenen Komponenten hinweg erlaubt. Alle gebildeten Message-Pakete werden ebenfalls in einer gesonderten Datenbanktabelle verwaltet.

Sie können bei global aktivierter Message-Paketierung die Message-Paketierung für bestimmte Prozesstypen aktivieren. Die BPE-Eingangsverarbeitung verarbeitet dann innerhalb einer Transaktion  mehrere Messages dieser Prozesstypen in Paketen.

Weitere Informationen:

Message-Paketierung sinnvoll einsetzen

Message-Paketierung aktivieren und konfigurieren

Message-Paketierung überwachen und Fehler analysieren

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