Message-Paketierung
Zur Verbesserung der Performance der Message-Verarbeitung mit SAP NetWeaver Process Integration (PI) können Sie asynchrone Messages zu Paketen zusammenfassen und gemeinsam (als Paket) in einer LUW verarbeiten.
Semantisch handelt es sich bei einem Paket um Einzel-Messages ohne jeglichen Bezug zueinander. Sie werden einzeln in der Datenbank abgelegt; eine spezielle Paketarchivierung gibt es nicht.
Messages können während ihrer Verarbeitung zu unterschiedlichen Paketen gehören, da zu jedem Verarbeitungsschritt (Einsatzmöglichkeit der Paketierung) ein neues Paket erstellt wird.
Die Paketerstellung können Sie im Sendersystem und in der zentralen Integration Engine konfigurieren. Im Empfängersystem können Pakete empfangen und gespeichert werden. Sie werden dann als Einzel-Messages verarbeitet.
Von Senderadaptern werden Message-Pakete unterschiedlich behandelt.
● Die Adapter Engine kann Pakete empfangen, aber keine erstellen.
● Die Business Process Engine (BPE) kann Pakete verarbeiten (weitere Informationen: Message-Paketierung für Integrationsprozesse).
● Der IDoc-Adapter überträgt alle Messages mit gleichem Interface in einem RFC-Aufruf zum Integration Server. An einen IDoc-Empfänger kann er IDoc-Message-Pakete versenden.

Zum Versenden von IDoc-Message-Pakete ist die Message-Paketierung der Funktion zur Aktivierung von IDoc-Message-Paketen (Transaktion IDXPW) vorzuziehen, da keine zusätzliche Konfiguration notwendig ist und keine Verzögerung bei der Message-Verarbeitung zu erwarten ist.
● Der Plain-HTTP-Adapter kann keine Pakete verarbeiten.
Dem Mapping werden die Messages als Paket übergeben, aber anschließend einzeln verarbeitet. Eine generelle mapping-basierte Paketierung von Messages ist nicht möglich. Ein Sonderfall hier ist die mapping-basierte Message-Paketierung zwischen Integration Engine und Adapter Engine.
Weitere Informationen:
● Message-Paketierung aktivieren
● Message-Paketierung konfigurieren
● Message-Paketierung überwachen
Einen großen Einfluss auf die durch die Message-Paketierung bedingte Performance-Verbesserung hat auch die Organisation der beteiligten Queues.
● Exactly-Once-In-Order-Queues (EOIO)
Wenn die Anwendung viele Queues mit nur jeweils wenigen Einträgen verwendet, hält sich die Verbesserung der Performance in Grenzen, da die Paketierung auf den Inhalt einer Queue ausgerichtet ist und in diesem Fall nur kleine Pakete gebildet werden können. Daher ist es besser, wenn weniger Queues verwendet werden, in denen sich dann eher ein Message-Rückstau bildet.
● Parallele Exactly-Once-Queues (EO)
Wenn zu viele parallele Queues für einen Empfänger konfiguriert sind, kann dies die Performance-Verbesserung durch die Paketierung beinträchtigen, da es in keiner Queue zu einem Message-Rückstau kommt. Hier ist es ratsam, dass Sie weniger Queues verwenden.
● Homogene Messages
Um die Paketerstellung zu vereinfachen, richten Sie Ihre Queues nach Möglichkeit so ein, dass viele Messages des gleichen Typs in einer Queue verarbeitet werden.
Wenn Sie die Weitergabe von Benutzeridentitäten verwenden, beachten Sie, dass Messages mit unterschiedlichen Benutzeridentitäten nicht in einem Paket verarbeitet werden können.