Message-Paketierung aktivieren und
konfigurieren
Die Message-Paketierung in der Business Process Engine (BPE) verbessert die Performance der Eingangsverarbeitung. Um die Vorteile der Message-Paketierung für Integrationsprozesse nutzen zu können, müssen Sie sie global für die BPE und einzeln für die Prozesstypen, für die eine Message-Paketierung sinnvoll erscheint, aktivieren. Der Prozesstyp entspricht einer Workflowaufgabe. Über Konfigurationsparameter können Sie die Message-Paketierung auf Prozesstypebene Ihren Erfordernissen anpassen.
Weitere Informationen: Message-Paketierung für Integrationsprozesse

Die Message-Paketierung in der BPE ist unabhängig von der Message-Paketierung in PI (XI), kann aber zusammen mit dieser eingesetzt werden.
Mehr Informationen zur Message-Paketierung in PI finden Sie unter Message-Paketierung.
Um die Message-Paketierung für Integrationsprozesse in der BPE aktivieren zu können, benötigen Sie das PI-Release SAP NetWeaver 7.0 Support Package Stack 13 oder höher.
Um die Message-Paketierung für Integrationsprozesse nutzen zu können, müssen Sie die Message-Paketierung global für die BPE und auf Prozesstypebene aktivieren. Gehen Sie wie folgt vor:
1. Planen Sie den Paketierungsjob mit der Transaktion SWF_XI_CUSTOMIZING ein.

Damit die Message-Paketierung für Integrationsprozesse reibungslos funktioniert, ist es wichtig, dass der Paketierungsjob wie eingeplant regelmäßig läuft. Aus diesem Grund besitzt der Paketierungsjob die Jobklasse A. Um eine Blockierung aller Batch-Prozesse durch langlaufende Batch-Jobs niederer Jobklasse zu verhindern, empfehlen wir, mindestens einen Batch-Prozess für Jobs der Jobklasse A zu reservieren (Transaktion RZ04).
2. Planen sie den Reorganisationsjob mit Transaktion SWF_XI_CUSTOMIZING ein.
3. Aktivieren Sie die Message-Paketierung global für die Eingangsverarbeitung:
a. Starten Sie die Transaktion SXMB_ADMIN.
b. Wählen Sie Konfiguration → Integration Engine konfigurieren.
c. Wählen Sie unter Parameterkategorien die Kategorie BPE.
d. Fügen Sie einen neuen Eintrag für die Kategorie BPE ein, und geben Sie den Parameter PACKAGING mit dem Wert 1 an.
4. Aktivieren Sie die Message-Paketierung für einzelne Prozesstypen:
a. Starten Sie die Konfiguration der Eingangsverarbeitung (Transaktion SWF_INB_CONF).
b. Wählen Sie die Prozesstypen aus, für die Sie eine Message-Paketierung wünschen und wählen Sie unter Message-Paketierung das Kennzeichen Aktiv.
In der Voreinstellung ist die Message-Paketierung nicht aktiviert.
c. Passen Sie die prozesstypspezifischen Parameter zur Message-Paketierung an.
Mehr Informationen zu den Parametern der Message-Paketierung finden Sie im nächsten Abschnitt Message-Paketierung konfigurieren.
Nach Abschluss der Rekonfigurationsphase werden eingehende Messages mit der Message-Paketierung verarbeitet.
Wenn Sie die Message-Paketierung für die BPE und für den Prozesstyp aktiviert haben, stehen Ihnen in der Konfiguration der Eingangsverarbeitung für die einzelnen Prozesstypen weitere Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung.
1. Starten Sie die Konfiguration der Eingangsverarbeitung (Transaktion SWF_INB_CONF).
2. Wählen Sie den Prozesstyp aus, für den Sie die Message-Paketierung konfigurieren wollen.
3. Überprüfen Sie, ob das Kennzeichen Aktiv für die Message-Paketierung gesetzt ist.
Unter Message-Paketierung stehen Ihnen die folgenden Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung:
○ Maximale Anzahl Messages– definiert die maximale Anzahl von Messages in einem Message-Paket.
○ Maximale Paketgröße in kB – definiert die maximale Größe eines Message-Pakets, d. h. die Summe der Message-Größen.
○ Maximale Wartezeit in Sekunden – definiert die maximale Zeit, die eine Message auf ihre Übergabe an die Eingangsverarbeitung innerhalb eines Pakets durch den Paketierungsjob wartet.
Die beiden ersten Kriterien bestimmen, wann ein Message-Paket als fertig betrachtet wird, weil es die definierte Größe, entweder die maximale Anzahl von Messages oder die maximale Summe der Message-Größen, erreicht hat. Die maximale Wartezeit dient zur Begrenzung der Latenzzeit. Vor Ablauf der maximalen Wartezeit von mindestens einer noch nicht paketierten Message, bestimmen allein die beiden ersten Kriterien, ob ein Message-Paket an die Eingangsverarbeitung via qRFC übergeben werden darf. Sie dienen zur Begrenzung des Speicherverbrauchs. Wir nennen sie im Folgenden Größenbegrenzungskriterien.
Um ein Kriterium zu deaktivieren, setzen Sie den Wert 0.
Mehr Informationen zur Latenz durch Message-Paketierung finden Sie unter Message-Paketierung sinnvoll einsetzen.
In einem Lauf des Paketierungsjobs wird ein Message-Paket erzeugt, das nach den Größenbegrenzungskriterien Maximale Anzahl Messages und Maximale Paketgröße in kB nicht fertig ist. Darüber hinaus ist für keine der enthaltenen Messages die maximale Wartezeit überschritten. In diesem Fall wird das unvollständige Message-Paket innerhalb dieses Laufs des Paketierungsjobs nicht an die Eingangsverarbeitung übergegeben.
Bis zum nächsten Lauf des Paketierungsjobs kann sich die Situation geändert haben:
● Fall 1: Es sind weitere Messages eingetroffen, die dem Message-Paket hinzugefügt werden konnten. Damit kann eines der beiden Größenbegrenzungskriterien erfüllt werden und das Message-Paket wird im nächsten Lauf übergeben.
● Fall 2: Keines der beiden Größenbegrenzungskriterien wurde erfüllt, aber die Wartezeit einer im Paket enthaltenen Message wurde überschritten. Dies führt ebenfalls zur Übergabe des Message-Pakets an die Eingangsverarbeitung im nächsten Lauf.
Die Überwachungsfunktion der Eingangsverarbeitung (Transaktionen SWF_INB_MON und SWF_INB_ADM) hilft Ihnen, die Konfiguration der Message-Paketierung zu optimieren.
Weitere Informationen: Message-Paketierung überwachen