Message-Paketierung sinnvoll
einsetzen
Eine erhebliche Durchsatzsteigerung können Sie vor allem für BPE-Prozesse erzielen, die folgende Voraussetzungen erfüllen:
● viele empfangene Messages pro Prozessinstanz
● innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums gehäufte Messages pro Prozessinstanz
● generell hohe Last auf dem Prozesstyp
Die Message-Paketierung zielt in erster Linie auf Szenarien mit hoher Last ab. Hier kommt es auf den Durchsatz einer großen Anzahl von Messages an. Aus diesem Grund ist für jeden Prozesstyp im Einzelfall zu prüfen, ob das Aktivieren der Message-Paketierung hilfreich ist. Die Szenarien, die von der Message-Paketierung besonders profitieren, sind die „Collect-Szenarien“. Hierzu gehören die beiden folgenden Szenarien:
● Messages eines Interfaces sammeln und bündeln
● Messages mehrerer Interfaces sammeln und bündeln.

Da die Message-Paketierung die Zeit zwischen Empfang und Verarbeitung einzelner Messages erhöhen kann, ist sie für Szenarien, in denen es bei jeder einzelnen Message auf eine schnelle Verarbeitung ankommt, nicht geeignet.
Die Rechenzeit, die pro Message für die Zustellung aufgewendet wird, sinkt. Dadurch kann der maximal mögliche Durchsatz, d. h. die Zahl der Messages, die pro Zeiteinheit verarbeitet werden können, je nach Szenario steigen.
Mit dem Einsatz der Message-Paketierung in der BPE erreichen Sie folgende Vorteile:
● Erhöhung des Durchsatzes
Da mehrere Messages pro Transaktion verarbeitet werden, verringert sich die zu persistierende Datenmenge:
○ weniger Message-Daten, da mehrere Messages in einem Paket persistiert werden
○ weniger Prozessinstanzdaten, weil z. B. nur ein Integrationsprozess-Status für mehrere Messages in einem Paket gespeichert werden muss
● Reduzierung der benötigten Rechenzeit
Der einmalige Overhead an Rechenzeit zur Verarbeitung der Message, verteilt sich auf mehrere Messages. Folgendes muss für mehrere Messages nur einmal durchgeführt werden:
○ qRFC
○ Lesen von Definitionsdaten
○ Lesen von Konfigurationsdaten
● Reduzierung des benötigten Datenbankspeicherplatzes für Laufzeitdaten der Integrationsprozesse
Die Möglichkeit, mehrere Messages innerhalb einer Transaktion an eine Prozessinstanz zuzustellen, kann den für die Prozessinstanzen benötigten Speicherplatz auf der Datenbank drastisch reduzieren. Dies kommt daher, dass nicht für jeden im Prozess durchlaufenen Empfangsschritt ein Workitem angelegt werden muss. Vielmehr werden diese Workitems nur für solche Empfangsschritte angelegt, die am Ende der Transaktion noch aktiv, d. h. empfangsbereit sind.
Die Reduzierung des benötigten Datenbankspeicherplatzes hat eine positive Auswirkung auf die Reorganisation der Daten und somit auf die Archivierung.
Die Performance-Steigerung pro Message ist um so höher, je größer die Anzahl der Messages in einem Message-Paket ist. Eine hohe Message-Last auf das System begünstigt die Bildung von großen Message-Paketen und führt so zu einer besonders hohen Durchsatz- und Performance-Steigerung. Der Speicherbedarf wird deutlich verringert.
Messages, die mit der Message-Paketierung zugestellt werden, können eine längere tatsächliche Laufzeit innerhalb der Eingangsverarbeitung haben. Diese Latenz hat folgende Gründe:
● Die Wartezeit, bis ein geeignetes Message-Paket gebildet werden kann, verlängert die Bearbeitungszeit einer Message. Sie können die Wartezeit konfigurieren.
Weitere Informationen: Message-Paketierung aktivieren und konfigurieren
● Der Paketierungsjob greift periodisch auf die zu verarbeitenden Messages zu und bringt so eine Eigenlatenz mit.