Kalenderschema
Ein Kalenderschema gibt an, welche Tage bei der Aggregation auf Wochen-, Monats-, Quartals- oder Jahreswerte berücksichtigt werden sollen. Sie können so dafür sorgen, dass nur Werte von den Tagen berücksichtigt werden sollen, an denen z. B. nach dem Fabrikkalender gearbeitet wird.

In der Central Performance History (CPH) der Monitoring-Architektur werden Durchschnittswerte für Minuten, Viertelstunden und Stunden aus dem Monitorsegment der Monitoring-Architektur gelesen. Diese Werte werden nach den Regeln des entsprechenden Sammel- und Reorganisationsschemas in eine gröbere Auflösung aggregiert und danach in der feineren Auflösung gelöscht. So werden z. B. 24 Werte (einer pro Stunde) zu einem Wert (einer pro Tag) verdichtet.
Diese Aggregation kann mit einer einfachen Mittelwertbildung erfolgen, mit Hilfe von Tagesschemata und Kalenderschemata können Sie aber auch nur bestimmte Werte für die Aggregation heranziehen, die für Sie relevant sind. So können Sie z. B. mit Hilfe eines Kalenderschemas dafür sorgen, dass Wochenenden und Feiertage bei der Aggregation von Tageswerten in eine gröbere Auflösung nicht berücksichtigt werden.

Kalenderschemata werden bei allen Reorganisationen angewandt, bei denen Tagesdaten aggregiert werden.

Eine Erläuterung dieser Tabellendarstellung finden Sie unter Sammel- und Reorganisationsschema.
Jede Regel eines Kalenderschemas kann zusätzlich ein Tagesschema enthalten. Dies ist bei der Aggregation von Tageswerten mit mindestens Stundenauflösung auf ein beliebiges Aggregat mit Tagauflösung zum Beispiel dann nützlich, wenn an verschiedenen Tagen unterschiedliche Arbeitszeiten gelten.

Um eine Arbeitswoche abzubilden, in der von Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr sowie am Freitag von 8 bis 15 Uhr gearbeitet wird (und Sie bei der Aggregation der Performance-Werte auch nur diese Zeiten berücksichtigen möchten), erstellen Sie das folgende Kalenderschema:
Tag |
Tagesschema |
Bei Reorganisation verwerfen |
Montag – Donnerstag |
08 – 18 Uhr |
nein |
Freitag |
08 – 15 Uhr |
nein |
Samstag – Sonntag; Feiertage |
kein Schema |
ja |
Einen Sonderfall stellen die Tagesschemata mit den Endungen MIN und MAX dar (siehe Tagesschema). Mit diesen Schemata können Sie die größten und kleinsten Werte ermitteln, die im Laufe eines Tages erreicht werden. Falls Sie diese Schemata einer Regel für ein Kalenderschema zuweisen, wird bei der Aggregation ebenfalls nicht der Mittelwert der Messungen, sondern der kleinste oder größte Wert der Werte vor der Aggregation ermittelt.

Diese speziellen Tagesschemata sind für die Reorganisation weniger sinnvoll. Sie sind in erster Linie für einen Einsatz in Reporting und Analyse gedacht (siehe Erstellen von Reports mit der Central Performance History).

Tagesaggregate mit Stundenauflösung sollen in ein Monatsaggregat mit Tagesauflösung verdichtet werden. Das gültige Kalenderschema enthält nur eine Regel, die das Tagesschema SAP_AVG_MAX enthält und nur Werktage bei der Reorganisation berücksichtigt. Als Folge würde für jeden Monat ein Wert ermittelt. Dieser ist das Maximum der Werte, die in den Stunden, die auf einen Werktag fallen, ermittelt wurden.
SAP liefert zwei Kalenderschemata standardmäßig aus:
· SAP_CAL_INTERNATIONAL
Das Schema baut auf dem internationalen Fabrikkalender (ID 99) auf; dabei werden jeweils die Werte von Wochenenden (Samstag und Sonntag) und den folgenden internationalen Feiertagen nicht aggregiert bzw. in Reports ausgegeben:
|
Neujahr |
Ostermontag |
1. Weihnachtsfeiertag |
|
Karfreitag |
Pfingstsonntag |
2. Weihnachtsfeiertag |
|
Ostersonntag |
Pfingstmontag |
Silvester |
· SAP_CAL_NO_WEEKENDS
Das Schema verwirft lediglich die Werte von Wochenenden, Feiertage werden wie normale Werktage behandelt.
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