Voraussetzungen für die aggregierte
Planung
Für die Ausführung der aggregierten Planung in Supply Network Planning (SNP) gelten folgende Voraussetzungen:
· Sie haben die Stammdaten- und sonstigen Einstellungen vorgenommen, die für die Ausführung der SNP-Heuristik oder des SNP-Optimierers erforderlich sind. Weitere Informationen finden Sie unter Heuristik im Hintergrund ausführen und Optimierer im Hintergrund ausführen.
Außerdem haben Sie die
Besonderheiten bei der Festlegung der Stammdaten für die aggregierte Planung
berücksichtigt. Weitere Informationen finden Sie unter
Einrichten der
Stammdaten für die aggregierte Planung.
· Für die aggregierte Planung und die Planung mit aggregierten Ressourcen liefert SAP die Standardplanungsmappe 9ASNPAGGR mit den Datensichten SNPAGGR(1) und SNPAGGR(2) auf der Basis des Standardplanungsbereichs 9ASNP02 aus. Dieser Planungsbereich und die Planungsmappe enthalten die für die aggregierte Planung erforderlichen Kennzahlen und die Zuordnung von Kennzahlattributen, wie z. B. des Kennzeichens Aggregation und der Kennzahlfunktionen 9001 bis 9026. Das Kennzeichen Aggregation legt fest, ob in einer Kennzahl auf der Ebene des Kopflokationsprodukts der aggregierte oder der normale Wert berechnet und angezeigt wird. Außerdem steuert das Kennzeichen, ob der Wert auf Unterproduktebene nach der Aggregation erhalten oder gelöscht wird.
Sie können sich jedoch auch auf der
Basis des Standardplanungsbereichs und der -planungsmappe einen eigenen
Planungsbereich und eine eigene Planungsmappe anlegen. Weitere Informationen
finden Sie unter
Administration des
Planungsbereichs und
Planungsmappe.
·
Wenn Sie den Standardplanungsbereich
9ASNP02 verwenden, sind ihm bereits von SAP ausgelieferte Hierarchiestrukturen
zugeordnet. Sie bilden die Basis für die Hierarchien, die Sie selbst anlegen.
Sie können jedoch auch eigene Hierarchiestrukturen für Lokationsprodukte,
Ressourcen und Produktionsprozessmodelle (PPMs) oder
Produktionsdatenstrukturen (PDS) anlegen und sie dem von Ihnen verwendeten
Planungsbereich zuordnen (Registerkarte Aggregierte
Planung). Weitere Informationen finden Sie unter
Einrichten der
Stammdaten für die aggregierte Planung und
Hierarchie.
· Die Standardplanungsmappe 9ASNPAGGR enthält auch die Hilfskennzahl NETDM, die von der SNP-Disaggregation als Basis für die Ermittlung des Produktbedarfs verwendet wird. Den in dieser Kennzahl gespeicherten Nettobedarf auf Unterproduktebene berechnet das System anhand des Makros Nettobedarf (Disaggregation) unter Berücksichtigung des Lagerbestands. Dabei berücksichtigt das System nicht den Bedarf aus früheren Perioden (Kennzahl Bedarfsunterdeckung), sondern nur den Bedarf ab der Periode, in welcher der zu disaggregierende Wert vorhanden ist.
Wenn Sie eine andere Berechnung des
Produktbedarfs für die SNP-Disaggregation wünschen, können Sie auch Ihre
eigene Bedarfskennzahl als Hilfskennzahl für die Planungsmappe anlegen und die
Berechnung durch ein Makro festlegen. Ordnen Sie dieser Kennzahl die
Kennzahlfunktion 9010 (Aggr. Planung:
Disaggregationsbedarf) zu. Weitere Informationen finden Sie unter
Pflegen der
Planungsmappe und
Strukturen erweiterter
(advanced) Makros.
· Sie haben im Customizing des SNP unter Grundeinstellungen → Globale SNP-Einstellungen pflegen im Feld Aggr: Alte Aufträge den Wert Löschen auf Unterproduktebene festgelegt (dies gilt nur für den unter Aggregierte Planung beschriebenen Beispielprozess, siehe Schritt 4).
Wenn Sie Auftragsgruppen verwenden möchten, haben Sie außerdem im Feld Aggr: Auftragsgruppe den Wert Auftragsgruppe verwenden festgelegt. Das System berücksichtigt die Auftragsgruppe bei der Aggregation und Disaggregation. Darüber hinaus können Sie z. B. anhand der Auftragsgruppe nach der Disaggregation der Daten von der Kopf- auf die Unterproduktebene den Zusammenhang zwischen den Aufträgen auf Kopf- und Unterproduktebene sowie zwischen den einzelnen Aufträgen auf der Unterproduktebene ermitteln.
·
Sie haben die Prognosedaten von der
Absatzplanung (DP) oder einem OLTP-System an die Ebene der Unterprodukte in
SNP freigegeben. Für die aggregierte Planung müssen die Planungsdaten auf der
Ebene der Unterprodukte vorliegen. Weitere Informationen finden Sie unter
Freigeben von
Prognosedaten.