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ProzessHeuristik im Hintergrund ausführen Dieses Dokument in der Navigationsstruktur finden

 

Die Heuristik in Supply Network Planning (SNP) wird verwendet, um einen mittelfristigen Beschaffungs-, Produktions- und Transportplan zu erstellen.

Voraussetzungen

  • Sie haben den Planungsbereich und die Planungsmappe eingerichtet. Details finden Sie unter Administration des Planungsbereichs.

  • Sie haben die Heuristikprofile (optional) gepflegt

  • Sie haben Stammdaten für die Heuristik eingerichtet. Weitere Informationen finden Sie unter Einrichten der Stammdaten für die Heuristik.

  • Sie haben ein Planungsmodell oder eine Planversion angelegt. Weitere Informationen finden Sie unter Anlegen des Modells/der Version.

  • Sie haben ein Supply-Chain-Modell eingerichtet. Weitere Informationen finden Sie unter Einrichten des Supply-Chain-Modells.

  • Sie haben den Absatzplan an Supply Network Planning freigegeben. Weitere Informationen finden Sie unter Freigeben des Absatzplans an SNP.

  • Sie haben die Ermittlung der Dispositionsstufen durchgeführt. Weitere Informationen finden Sie unter Ermittlung der Dispositionsstufen.

  • Sie haben die Eingangs- oder Ausgangs-Queues im ERP-System für die Zeit des Heuristiklaufs gesperrt:

    • Wenn Sie nicht ausschließen können, dass während des Heuristiklaufs Übertragungen von Daten aus einem ERP-System über die CIF(Core-Interface)-Schnittstelle in das SAP-SCM-System oder umgekehrt stattfinden, können Sie die Eingangs- bzw. Ausgangs-Queues im ERP-System aus dem SAP-SCM-System heraus sperren. Auf diese Weise können Sie vermeiden, dass es zu Planungsinkonsistenzen kommt, wenn während des Heuristiklaufs Bewegungsdaten aus ERP in SAP SCM übertragen werden, die von der Heuristik ignoriert werden. Außerdem können Sie verhindern, dass Planungsobjekte während der CIF-Übertragung entweder für CIF oder für die Heuristik gesperrt sind.

    • Für das Sperren von Ausgangs-Queues können Sie in SAP SCM die Reports /SAPAPO/CIFSTOPQUEUES und /SAPAPO/CIFSTARTQUEUES verwenden. Für das Sperren von Eingangs-Queues stehen die Reports RSTRFCI1 und RSTRFCI3 zur Verfügung (siehe auch SAP-Hinweis 487261).

Prozess

  1. Wählen Sie vom Bild SAP Easy Access aus   Supply Network Planning   Planung   Supply Network Planning im Hintergrund   Supply Network Planning im Hintergrund.   The Supply Network Planning: Planungslauf.

  2. Geben Sie die Planungsmappe und Datensicht ein.

  3. Geben Sie ein SNP-Planungsprofil ein, das Sie ggf. im Customizing des SNP festgelegt haben. Es enthält grundlegende Einstellungen zu den SNP-Planungsverfahren. Wenn Sie kein Profil angeben, verwendet das System das im Customizing aktivierte Standardprofil.

  4. Geben Sie ein Parallelverarbeitungsprofil ein, das Sie ggf. im Customizing des SNP festgelegt haben. Es gibt an, wie Hintergrundjobs in parallele Prozesse zerlegt werden.

  5. Geben Sie an, ob die Planung in dem Zeitraum durchgeführt werden soll, den Sie als Planungszeitraster in der Planungsmappe festgelegt haben (wählen Sie Gesamter Planungshorizont), oder geben Sie einen kürzeren Planungshorizont an.

  6. Geben Sie die Planversion sowie das Produkt oder den Produktbereich ein, der in diesem Planungslauf geplant werden soll. Wenn Sie die Lokationsheuristik wählen (siehe Schritt 7), geben Sie außerdem die Lokation oder einen Bereich von Lokationen ein, für den der Heuristiklauf ausgeführt werden soll. Wenn Sie dieses Feld leer lassen, führt das System die Planung für alle in Frage kommenden Lokationen durch. Alternativ können Sie auch ein Selektionsprofil angeben, das Sie in der interaktiven SNP-Planung gespeichert haben.

    Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, die Planung auf bestimmte Dispositionsstufen (Dispostufen) zu beschränken, wenn Sie die Lokationsheuristik wählen (siehe Schritt 7).

  7. Legen Sie den Umfang des Planungslaufs fest:

    • Wenn Sie Netzwerk (Heuristik) wählen, plant das System die angegebenen Produkte in allen Lokationen des Supply-Chain-Modells, denen diese Produkte zugeordnet sind.

    • Wenn Sie Lokation (Heuristik) wählen, plant das System die angegebenen Produkte in den angegebenen Lokationen. So können Sie z.B. einen Teil des Modells für die Planung auswählen.

    Außerdem können Sie für beide Heuristikoptionen angeben, ob das System alle Stücklistenkomponenten der ausgewählten Produkte bei der Planung berücksichtigen soll. Markieren Sie dazu das Ankreuzfeld Gefundene Komponenten im Planungslauf berücksichtigen. Das System plant dann auch den Sekundärbedarf der Produkte. Im Fall der Lokationsheuristik führt das System die Planung jedoch nur für Komponenten durch, die den angegebenen Lokationen zugeordnet wurden.

    Die Planungsreihenfolge richtet sich nach den Dispositionsstufen der Lokationsprodukte. Diese Dispositionsstufen können Sie mit der Funktion Dispositionsstufen bestimmen vor der Ausführung der Heuristik ermitteln (siehe auch: Ermittlung der Dispositionsstufen).Die Heuristik plant zunächst das Produkt mit der höchsten Dispostufe 0 (z.B. ein Endprodukt in einer Kundenlokation), dann das Produkt mit der nächstniedrigeren Dispostufe 1 (z.B. ein Endprodukt in einem Distributionszentrum) usw. Somit ist eine korrekte Bedarfsdeckung auch bei Auswahl eines Teilmodells gewährleistet.

    Hinweis Hinweis

    Wenn Sie die Heuristik in der interaktiven SNP-Planung ausführen möchten, stehen Ihnen die drei Optionen Netzwerk-, Lokations- und Multilevel-Heuristik (mehrstufige Heuristik) zur Verfügung. Die mehrstufige Heuristik stellt eine Netzwerkheuristik mit Berücksichtigung der Stücklistenkomponenten dar. Eine Lokationsheuristik mit Berücksichtigung der Stücklistenkomponenten ist in der interaktiven SNP-Planung nicht verfügbar.

    Ende des Hinweises.

    Darüber hinaus können Sie festlegen, ob im Rahmen der Produktaustauschbarkeit in SNP alle Produkte einer Ersetzungskette mitgeplant werden sollen. Weitere Informationen finden Sie unter Produktaustauschbarkeit in Supply Network Planning.

  8. Markieren Sie Veränderungsplanung, wenn Sie eine Veränderungsplanung durchführen möchten. Dies bedeutet, dass nur die Lokationsprodukte in dem Heuristiklauf geplant werden, für die eine Planungsvormerkung gesetzt wurde. Das System setzt die Planungsvormerkung, wenn das Lokationsprodukt seit dem letzten Heuristiklauf eine planungsrelevante Änderung erfahren hat, d.h. wenn sich z.B. die Bedarfssituation des Lokationsprodukts geändert hat.

    Hinweis Hinweis

    Damit Sie die Veränderungsplanung durchführen können, müssen Sie zuvor das Ankreuzfeld SNP: Änderungsplanung aktiv in der Planversion markieren. Außerdem wird die Veränderungsplanung nur in der aktiven Planversion unterstützt.

    Ende des Hinweises.
  9. Geben Sie im Feld Bezugsquellenfindung an, auf welcher Ebene einer Bezugsquellenhierarchie das System Eigenfertigungsbezugsquellen berücksichtigen soll. Als Standardwert berücksichtigt das System alle Ebenen der Hierarchie. Das Feld können Sie z.B. im Prozess der Planung mit aggregierten Ressourcen verwenden.

  10. Im Feld Temporäre Dispostufen können Sie festlegen, wie das System mit temporären Dispositionsstufen umgehen soll. Weitere Informationen finden Sie unter Ermittlung der Dispositionsstufen. Sie haben die folgenden Möglichkeiten:

    • Keine temporären Dispositionsstufen verwenden

      Das System verwendet immer das letzte vollständig verfügbare Set an Dispositionsstufen, die für das gesamte Planungsmodell berechnet wurden.

    • Prozesskettenpropagierung

      Das System berechnet die Dispositionsstufen in einem Vorgängerprozess der Prozesskette. Die Ergebnisse werden automatisch an den nachfolgenden SNP-Heuristikprozess übergeben. Wenn Sie trotz eines Fehlers bei der Berechnung mit der Ermittlung der Dispositionsstufen fortfahren möchten, implementieren Sie das Business Add-In (BAdI) /SAPAPO/SNP_LLC. Weitere Informationen finden Sie in der BAdI-Dokumentation im BAdI-Builder.

    • Vor der Planung für aktuelle Selektion berechnen

      Das System berechnet die Dispositionsstufen lediglich für die im Gruppenrahmen Objektselektion angegebenen Stammdaten. Die Ermittlung der Dispositionsstufen wird abgebrochen, wenn bei der Berechnung ein Fehler auftritt.

  11. Wählen Sie, ob die Heuristik bei der Berücksichtigung von Lieferplänen als Bezugsquellen auch eine evtl. für Lieferpläne festgelegte maximale Lieferantenkapazität berücksichtigen soll. Dabei haben Sie folgende Möglichkeiten:

    • Wenn Sie Unkapazitiert auswählen, berücksichtigt das System keine Lieferantenkapazitäten.

    • Wenn Sie LP-Kapazität der Transportbez. auswählen, berücksichtigt die Heuristik bei der Planung die Lieferantenkapazität, die Sie für die Transportbeziehungen für eine Lieferplanposition im Feld Kennzahlmaximale Kapazität festgelegt haben. Diese Option können Sie z.B. verwenden, wenn Sie die Kapazität von Transportmitteln, die für Transportbeziehungen gepflegt wurden, im Rahmen von Lieferplänen beschränken möchten.

    • Wenn Sie LP-Kapazität am Lok.-Produkt markieren, berücksichtigt die Heuristik bei der Planung die Lieferantenkapazität, die Sie für die gesamte Lieferplanposition in der im Feld Kennzahl maximale Kapazität angegebenen Kennzahl festgelegt haben.

  12. Geben Sie ggf. die entsprechenden Kennzahlen für die Bestimmung der maximalen Lieferantenkapazität sowie die Planungsmappe und Datensicht ein, aus der das System die Kennzahlen ermitteln soll.

  13. Nehmen Sie Einstellungen für das im Planungslauf erzeugte Anwendungsprotokoll vor. Geben Sie im Feld Protokollverfügbarkeit die Anzahl Tage ein, die das Protokoll gespeichert werden soll. Der Standardwert ist 30 Tage.

    Außerdem können Sie festlegen, ob das Protokoll detaillierte Planungsergebnisse, wie z.B. Daten zu den angelegten SNP-Planaufträgen und –Umlagerungen, enthalten und sofort nach dem Ende des Planungslaufs angezeigt werden soll. Sie können sich das Protokoll auch nach dem Heuristiklauf anzeigen lassen, indem Sie Protokolle anzeigen wählen.

  14. Wählen Sie Ausführen.

Weitere Informationen

Anwendungsprotokolle