Abschreibungen buchen Jede Bewegung auf einem Wirtschaftsgut führt im System der Anlagenbuchhaltung zunächst zu einer Veränderung der prognostizierten Abschreibung, jedoch noch nicht zu einer Fortschreibung der Wertberichtigungs- und Abschreibungskonten für die Bilanz und GuV. Erst durch den periodischen Abschreibungsbuchungslauf werden die je Wirtschaftsgut geplanten Abschreibungen für jede Kontierungsebene summiert und direkt in das Finanzwesen (FI) gebucht.
Die Berechnung und Einplanung von Abschreibungen, Zinsen und Aufwertungen wird im System über Schlüssel gesteuert oder kann manuell im Rahmen einer speziellen Buchungstransaktion erfolgen. In beiden Fällen müssen diese geplanten Werte der Anlagenbuchhaltung periodisch auf die entsprechenden Aufwands- und Bestandskonten der Hauptbuchhaltung gebucht werden. Diese Buchungsmappe bucht neben den verschiedenen Abschreibungsarten, Zinsen und Aufwertungen auch die Auflösung und Einstellung von Sonderposten.

Das System erstellt beim AfA-Buchen immer Sammelbelege (keine Belege je Anlage).

Konten beim AfA-Buchen

Informationen zu den Systemeinstellungen finden Sie unter Systemeinstellungen für AfA-Buchungen und zur Funktion unter Buchen der Abschreibungen .
Um den Report für das Buchen der Abschreibungen aufzurufen, wählen Sie vom
SAP Easy Access
aus
Periodische
Arbeiten
→
Abschreibungslauf
→
Durchführen
Den Report starten Sie periodisch (jährlich, halbjährlich, vierteljährlich oder monatlich). Dieser Report bucht die Abschreibungsbeträge direkt ins Finanzwesen (FI). Der Report kann im Echtlauf nur als Hintergrundverarbeitung gestartet werden. Den Report können Sie (z. B. im Rahmen der periodischen Abschlussarbeiten) auch durch den Schedule Manager einplanen. Unabhängig davon, ob der Buchungslauf über den Schedule Manager eingeplant wurde oder nicht, werden über das Fehlerprotokoll die Ausgabelisten und der Joblog durch den Schedule Manager abgespeichert und können mit dem Monitor später wiedergefunden werden.
Weitere Informationen finden Sie auch unter folgenden Kapiteln:
zur Ausgabeliste die entsprechenden Anmerkungen im Protokoll des Abschreibungslaufs
zur Behebung von Handlingfehlern beim Erzeugen einer Batch-Input-Mappe den Abschnitt Fehlerbehandlung für AfA-Buchungen .
Bestimmen Sie im Selektionsbildschirm des Reports die genaue Aktivität, die mit dem Buchungslauf ausgeführt werden soll:
Planmäßig:Sie können die gemäß dem Buchungszyklus festgelegte nächste Periode bebuchen. Bei einem solchen regulären Buchungslauf ist keine Eingrenzung auf bestimmte Anlagen erlaubt. Sofern bereits die letzte Normalperiode bebucht wurde, ist es möglich, in Sonderperioden des Finanzwesens zu buchen. Dies ist im Allgemeinen dann erforderlich, wenn bestimmte (bilanzpolitische) Jahresabschlussmaßnahmen nicht das Periodenergebnis der letzten Normalperiode verfälschen sollen. Starten Sie dann einen planmäßigen Buchungslauf unter Angabe einer beliebigen Sonderperiode (z.B. 13). Beachten Sie , dass Sie auch bei einem verschobenen Geschäftsjahr die zu buchende FI-Periode (keine Kalenderperiode) angeben müssen (vgl. Systemeinstellungen für AfA-Buchungen ).
Wiederholungslauf:Sie können einen Wiederholungslauf für die zuletzt gebuchte Periode anfordern. Dies ist beispielsweise dann erforderlich, wenn im Rahmen von Bilanzabschlussmaßnahmen die Bewertungsparameter einzelner Anlagen geändert worden sind. Das System bucht bei einem Wiederholungslauf dann nur die daraus resultierenden Differenzbeträge zum ersten Buchungslauf (keine Doppelbuchungen). Sie können hier auf bestimmte Anlagen eingrenzen.
Folgende Besonderheiten hinsichtlich des eingestellten Buchungsverfahrens (vgl. Systemeinstellungen für AfA-Buchungen ) gelten bei einem Wiederholungslauf:
Nachholverfahren:
Beim Nachholverfahren berechnet das System die Abschreibungen von Jahresbeginn bzw. Abschreibungsbeginn bis einschließlich der zu buchenden Abschreibungsperiode neu. Die Differenz dieses Betrages zur bereits insgesamt gebuchten Abschreibung ist die im Wiederholungsfall neu zu buchende Abschreibung. Durch diese Neuberechnung fließen insbesondere neue Buchungen und geänderte Abschreibungsparameter ins Kalkül mit ein.
Restverteilungsverfahren:
Das Restverteilungsverfahren verteilt die noch zu buchende Jahresabschreibung auf die noch zu buchenden Perioden. Dabei erfolgt keine Neuberechnung der Abschreibung wie beim Nachholverfahren. Wenn eine Periode bereits bebucht wurde, erfolgt keine weitere Buchung in derselben Periode. Erst in der nächsten Periode wirken sich Änderungen in den Abschreibungsparametern und/oder neue Zugangsbuchungen aus. Lediglich im Fall des Neuanlegens einer Anlage wird diese Anlage im Wiederholungslauf berücksichtigt, da für diese Anlage in der Periode noch keine AfA-Buchung vorgenommen wurde.
Restart:Wenn ein Buchungslauf aus technischen Gründen abbricht oder Anwendungsfehler aufgetreten sind, müssen Sie den Report im Restart-Modus starten. Dieser Restart-Modus stellt sicher, dass alle durch den fehlerhaften Lauf noch nicht fertig gestellten Systemaktivitäten nachgeholt werden. Bei einem Restart-Lauf werden nur diejenigen Anlagen prozessiert und im Protokoll ausgewiesen, die im vorausgegangen Lauf nicht erfolgreich abgearbeitet werden konnten.
Außerplanmäßiger Buchungslauf:Wenn aus bestimmten Gründen eine oder mehrere Buchungsperioden übersprungen werden sollen, ist dies durch einen außerplanmäßigen Buchungslauf möglich. Das System erstellt dann eine Buchungsmappe für alle übersprungenen Perioden einschließlich der angegebenen Periode. Diese Buchungsperiode muss jedoch zum Buchungszyklus passen. So führt beispielsweise die Angabe der Periode 7 bei einem vierteljährlichen Buchungsrhythmus zu keiner Buchung.
Folgende Optionen stehen Ihnen weiterhin zur Verfügung:
Sie können auswählen, ob im Protokoll alle Anlagen einzeln aufgelistet oder aber verdichtet aufgeführt werden sollen. Beachten Sie dabei, dass bei einer großen Anzahl an Anlagen die Ausgabeliste sehr groß werden kann. Eine anlagengenaue Auflistung kann auch zu einem späteren Zeitpunkt mithilfe des Protokollreports erstellt werden.
Sie können auswählen, ob im Protokoll nurEinträge angezeigt werden sollen, für welche in der aktuellen Periode auch zu buchende Werte existieren. Wenn das Feld ausgewählt ist wird, auch dannein Eintrag erzeugt, wenn lediglich geplante oder gebuchte Werte im laufenden Jahr existieren.
Sie können eine separate Liste für den Nachweis manueller Abschreibungen erstellen lassen.
Sie können ein ALV-Layout angeben, in dem festgelegt ist, wie die Ausgabeliste aufbereitet werden soll. Ein solches Layout können Sie interaktiv auf der Ausgabeliste erzeugen und zur späteren Verwendung speichern.
Sie können durch Angabe einer Servergruppe den Abschreibungslauf parallelisieren. Die Rechenlast wird dann auf mehrere Applikationsserver verteilt. Dies ist insbesondere bei großen Datenbeständen und langen Laufzeiten empfehlenswert. Weitere Informationen dazu finden Sie auch der F1-Hilfe zum Feld
Servergruppe
.
Sie können den Buchungslauf zunächst im Testlauf starten. Diese Option wird insbesondere dann empfohlen, wenn der Lauf zum ersten Mal gestartet wird oder wenn größere Änderungen an Datenbeständen oder Systemkonfiguration durchgeführt wurden. Der Testlauf bietet folgende Funktionalitäten:
Im Testlauf werden bereits alle Prüfungen des Echtlaufes durchgeführt, insbesondere werden alle vorhandenen Kontierungen (z. B. Kostenstellen, Innenaufträge) auf ihre Gültigkeit überprüft.
Alle zu erstellenden Finanzwesenbelege werden simuliert. Durch Doppelklick auf die Belegnummer können Sie in den simulierten Beleg abspringen. Wenn Sie den Testlauf im Hintergrund startet, dann wird für jeden simulierten Beleg eine Spool-Lliste erstellt.
Im Testlauf können Sie auf Anlagen eingrenzen.
Den Testlauf können Sie jederzeit ausführen, auch nach einem abgebrochenem Buchungslauf. Dies eignet sich insbesondere zur Fehleranalyse nach einem fehlerhaften Echtlauf.