Integrierte Zugangsbuchung
Wenn Sie die Kreditorenbuchhaltung nutzen, können Sie die Integrationsvorteile nutzen: Bei einem Anlagenzugang (ohne Bestellbezug) können Sie in derselben Transaktion den Anlagenzugang wie auch die entsprechende Verbindlichkeit gegenüber einem Kreditoren buchen. Hierdurch wird der Aufwand für die Datenerfassung minimiert.
Jede Bewegung auf den Kreditorenkonten im Nebenbuch der Kreditorenbuchhaltung und auf den Anlagenkonten in der neuen Anlagenbuchhaltung wirkt sich direkt auf die entsprechenden Hauptbuchkonten aus. Somit sind die Nebenbücher immer mit dem Hauptbuch abgestimmt.
Um Anlagenzugänge integriert buchen zu können, müssen Sie folgende Einstellungen im Customizing der Anlagenbuchhaltung (neu)
vorgenommen haben:
Sie haben die Bewegungsart für Anlagenzugänge festgelegt.
Um rechnungslegungsspezifisch buchen zu können, benötigen Sie mindestens ein technisches Verrechnungskonto für den integrierten Anlagenzugang.
Sie haben dieses Technische Verrechnungskonto in ihrem Kontenplan und den relevanten Buchungskreisen als Anlagenabstimmkonto angelegt.
Sie haben das Technische Verrechnungskonto für den integrierten Anlagenzugang
in der entsprechenden IMG-Aktivität angegeben (im Customizing der Anlagenbuchhaltung (neu)
unter ).
Welche Voraussetzungen das Technische Verrechnungskonto für den integrierten Anlagenzugang im Einzelnen erfüllen muss, erfahren Sie in der Dokumentation zur o.g. IMG-Aktivität.
Hinweis
Bei Bedarf können Sie das Technische Verrechnungskonto für den integrierten Anlagenzugang auch differenzieren. Dies ist dann erforderlich, wenn die in ihren Anlagenkonten hinterlegten Abstimmkonten unterschiedliche Mussfeldsteuerungen verwenden. Weitere Informationen finden Sie im Einführungsleitfaden der Anlagenbuchhaltung (neu)
unter ).
Beim integrierten Buchen eines Anlagenzugangs teilt das System den Geschäftsvorfall auf in einen operativen Teil und in einen bewertenden Teil:
Für den operativen Teil (Kreditorenrechnung) bucht das System rechnungslegungsübergreifend gegen das Technische Verrechnungskonto für den integrierten Anlagenzugang.
Für den bewertenden Teil (Anlagenbuchung mit Aktivierung der Anlage) erzeugt das System rechnungslegungsspezifsche Belege, die es ebenfalls gegen das Technische Verrechnungskonto für den integrierten Anlagenzugang bucht.
Für jede Rechnungslegungsvorschrift, die in dem von Ihnen verwendeten Bewertungsplan zugeordnet ist, wird ein entsprechender rechnungslegungsspezifischer Beleg erstellt.
Auf diese Weise stellt das System für jede im Bewertungsplan zugeordnete Rechnungslegungsvorschrift sicher, dass das Technische Verrechnungskonto für den integrierten Anlagenzugang
einen Saldo von Null aufweist (je Ledger und Kontierungsobjekten). Damit das System den Null-Saldo sicherstellen kann, darf das Konto nicht manuell bebucht werden. Das Konto wird nicht in der Bilanz ausgewiesen, sondern (da es einen Null-Saldo aufweist) im Anhang zum Jahresabschluss.
Das Technische Verrechnungskonto für den integrierten Anlagenzugang wird bei den folgenden Vorgängen automatisch bebucht:
Anlagenzugang und
Investitionsfördermaßnahmen
Hinweis
Wenn im Anlagenstammsatz für die Anlage ein buchender Bewertungsbereich inaktiv ist, dann erfolgt für diese Bewertung keine Aktivierung der Anlage, sondern die Aufwendungen werden auf das im Customizing hinterlegte Konto für Aktivierungsdifferenzen/Neutraler Aufwand
gebucht.
Weitere Informationen finden Sie unter Einseitige Anlagen.
Um einen Anlagenzugang integriert zu buchen, gehen Sie folgendermaßen vor:
Ermitteln Sie die betroffene Anlage und den betroffenen Kreditor. Legen Sie gegebenenfalls einen neuen Anlagenstammsatz (siehe Anlage anlegen) an und/oder einen neuen Kreditorenstammsatz.
Wählen Sie Buchung
→ Zugang
→ Kauf
→ Gegen Kreditor
.
Erfassen Sie auf dem ersten Bildschirmbild zunächst den Belegkopf (Belegdatum, Belegart usw.).
Durch die Belegart bestimmen Sie, ob der Zugang brutto (ohne Skontoabzug - Belegart AA
) oder netto (mit Skontoabzug - Belegart AN
) gebucht werden soll.
Erfassen Sie ebenfalls auf dem ersten Bildschirmbild als erste Position die Anlagenaktivierung (Buchungsschlüssel 70
(Soll), Bewegungsart 100
(Zugang), Konto = Anlagennummer).
Hinweis
Beachten Sie, dass Sie bei Buchungen auf eine Anlagenunternummer Haupt- und Unternummer getrennt durch einen Bindestrich eingeben müssen.
Geben Sie im nächsten Bild die Buchungsdaten zur ersten Position an (zu buchenden Betrag, Steuerkennzeichen, ggf. Menge usw.). Überprüfen Sie das vorgeschlagene Bezugsdatum.
Erfassen Sie auf demselben Bild die Kopfdaten zur zweiten Position (Rechnung/Kreditor – Buchungsschlüssel 31 (Haben)).
Geben Sie im nächsten Bild die Buchungsdaten der zweiten Position an.
Wählen Sie Buchen
.
Hinweis
Bei Zugängen von Geringwertigen Wirtschaftsgütern (GWG), die auf einer Anlage mit Mengenverwaltung geführt werden, müssen Sie bei der Zugangsbuchung die zugehende Menge angeben. Gehen Sie ansonsten genauso vor wie beim Zugang einer Sachanlage (allgemein).
Hinweis
Bevor Sie den erfassten Geschäftsvorfall buchen, können Sie die Buchung simulieren. Dabei haben Sie folgende Möglichkeiten:
die Simulation in der Erfassungssicht im Finanzwesen
die Simulation in der Hauptbuchsicht im Finanzwesen
die Simulation in der Anlagensicht:
Hier zeigt das System einen Geschäftsvorfall nach einer von Ihnen gewählten Bewertung. Dieser setzt sich zusammen aus einem operativen Beleg, der rechnungslegungsübergreifend gebucht ist (INITIAL) und einem bewertenden Teil, der rechnungslegungsspezifisch gebucht ist.
Mithilfe der Drucktaste Rechnungslegungsvorschrift ändern
können Sie sich den Geschäftsvorfall für eine andere Bewertung anzeigen lassen, sofern in ihrem Bewertungsplan noch weitere Rechnungslegungsvorschriften zugeordnet sind.
Mithilfe der Drucktaste Anzeigewährung ändern
können Sie den kompletten Geschäftsvorfall für einen anderen Währungstyp anzeigen.
Buchungsbeispiele finden Sie an folgenden Stellen:
Für den Fall, dass Sie ein Wirtschaftsgut nicht nach allen Rechnungslegungsvorschriften als Anlage aktivieren müssen, siehe Einseitige Anlagen.