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ProzessBedarfsrechnung

 

Sie verwenden die Bedarfsrechnung in SAP F&R, um den künftig erwarteten Bedarf eines Lokationsprodukts zu ermitteln. Hiermit können Sie die Produktverfügbarkeit gewährleisten und gleichzeitig den Bestand wirtschaftlich gering halten.

Die Bedarfsrechnung berücksichtigt manuell erfasste und aktivierte Plandaten und ersetzt somit die ermittelten Prognosewerte. Weitere Informationen finden Sie unter Plandaten.

Voraussetzungen

  • Sie haben die Einstellungen für den F&R Processor in der Administration vorgenommen.

  • Die Grundlage für die Bedarfsrechnung bilden die in der Prognose berechneten künftigen Verbräuche.

Prozess

  1. In der Terminierung ermittelt SAP F&R für jedes Lokationsprodukt die möglichen Bestelltermine. Anhand des Liefernetzwerkes, der Beschaffungszyklen, der Wiederbeschaffungszeit und der verschiedenen Kalender, errechnet das System die künftigen Bedarfsperioden. In diesem Prozessschritt ermittelt SAP F&R die Bestell-, Liefer- und Verfügbarkeitstermine innerhalb des festgelegten Optimierungshorizontes (er legt fest, wie viele künftige Bedarfsperioden das System berücksichtigen soll).

  2. SAP F&R verteilt die künftigen Verbräuche aus der Prognose auf die verschiedenen Bedarfsperioden und ermittelt somit den künftigen Bedarf. Optional können Sie mehrere Bedarfsperioden in der Zukunft berücksichtigen. Diese Option verwendet SAP F&R als Grundlage für die spätere Bedarfsmengenoptimierung (BMO).

  3. Basierend auf dem künftigen Bedarf kann SAP F&R den dynamischen Mindestbestand berechnen. Wenn der aktuelle Bestand unter den dynamischen Mindestbestand (Bestellpunkt) sinkt, berücksichtigt SAP F&R das Lokationsprodukt automatisch in der Bedarfsrechnung.

  4. Der berechnete Nettobedarf für eine Bedarfsperiode setzt sich folgendermaßen zusammen:

    • dynamischer Sollbestand

    • aktueller Istbestand

    • offene Warenbewegungen (Ein- und Ausgänge)

  5. Abhängig vom Dispositionsmerkmal kann SAP F&R mit einem manuellen Sollbestand oder manuellen Mindestbestand und einem Bestellpunkt die Bedarfsrechnung ausführen. Den Bestellpunkt legen Sie in den Stammdaten des Lokationsprodukts fest.

    Beispiel Beispiel

    Sie haben das Dispositionsmerkmal 09 (manueller Sollbestand und manueller Bestellpunkt) eingestellt und den Bestellpunkt mit 10 Stück in den Stammdaten festgelegt. Sinkt der Bestand unter den Bestellpunkt von 10 Stück, berücksichtigt SAP F&R das Lokationsprodukt in der Bedarfsrechnung.

    Ende des Beispiels.