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Dokumentation zur KomponenteBedarfsmengenoptimierung (BMO)

 

Das System führt im Rahmen der automatischen Disposition, im Anschluss an die Bedarfsmengenermittlung, eine Bedarfsmengenoptimierung durch. Der FRP-Lauf erzeugt – gemäß Ihren BMO-Einstellungen – optimierte Bestellvorschläge (BV). Dabei optimiert SAP F&R die Nettobedarfe unter anderem so, dass es logistische Bestelleinheiten verwenden kann oder sich die Gesamtkosten reduzieren.

Einführungshinweise

  • Als Voraussetzung für die BMO haben Sie die benötigten Profile und Gruppeneinstellungen Ihren betriebswirtschaftlichen Anforderungen entsprechend festgelegt. Weitere Informationen finden Sie unter:

    Sie können einzelne Optimierungsschritte im Customizing ausschalten. Weitere Informationen finden Sie unter Profil für die Bedarfsmengenoptimierung.

    Einige der oben genannten Profile und Gruppeneinstellungen stellen Sie im Customizing ein – beispielsweise das Kapitalbindungsprofil, die übrigen Einstellungen nehmen Sie in der Anwendung vor – beispielsweise für das Restriktionsprofil.

    Hinweis Hinweis

    Die von Ihnen im Customizing definierten Profile können Sie in den Stammdaten zuordnen. Wir liefern – mit Ausnahme des Bestellausgleichsprofils – ein Standard-Vorgabeprofil aus, das Sie unverändert übernehmen (oder kopieren und unter anderem Namen anpassen) können. Wenn Sie in den Stammdaten kein anderes Profil zugeordnet haben, verwendet das System das Standardprofil.

    Ende des Hinweises
  • Sie können die BMO produkt- und bestellvorschlagsspezifisch durchführen. Die Rundung des Nettobedarfs und Kapitalbindungsoptimierung sind produktspezifisch, die Restriktionsprüfungen bestellvorschlagsspezifisch. Die Bestellausgleichsoptimierung ist produkt- oder produktgruppenspezifisch.

Integration

  • SAP F&R führt die BMO – mit Ausnahme der Rundung – nur in der automatischen Disposition durch. Bei manueller Disposition können Sie die Einhaltung der Restriktionen prüfen und die BV-Mengen runden, darüber hinaus aber nicht optimieren.

  • Rundung

    SAP F&R führt zuerst die Rundung für die Bedarfe aller Bedarfsperioden durch und überprüft in den weiteren Optimierungsschritten, ob es für die BV-Menge die gerundeten Bedarfe zum Bedarf der ersten Bedarfsperiode hinzunehmen soll.

    Sie können die Rundung für manuell und automatisch erstellte BV-Positionen durchführen. Wenn die automatische Disposition durch Rundung den Höchstbestand überschreitet, können Sie eine Ausnahme erzeugen und (über weiche und harte Grenzen) steuern, ob Sie die Überschreitung des Höchstbestands zulassen.

    Die manuelle Rundung können Sie in der Dispositions- und in der Produkt-Workbench über ein Symbol ein- und ausschalten. Sie können zu BV-Positionen über die Spalte Rundungsstatus verfolgen, ob und wie SAP F&R die Position gerundet hat.

  • SAP F&R berücksichtigt bei der BMO weiche und harte Grenzen, die sich aus Parametern in den Stammdaten des Lokationsprodukts ableiten. Diese Grenzen können bewirken, dass das System keine Optimierung gemäß Lieferantenrestriktion, optimaler Bestellmenge oder Bestellausgleich durchführt, weil es einen BV nicht mit Bedarfen zukünftiger Bedarfsperioden (nach der ersten) auffüllen darf.

    • weiche Grenze

      Die BV-Menge darf eine weiche Grenze nur dann überschreiten, wenn dies zur Deckung des Bedarfes der ersten Bedarfsperiode erforderlich ist. Eine weiche Grenze leitet sich aus folgenden Parametern ab:

      • Mindesthaltbarkeit

      • maximale Sollreichweite

      • Höchstbestand

        Der Wert des Höchstbestands ist in den Stammdaten des Lokationsprodukts hinterlegt. Im Bedarfsrechnungsprofil können Sie festlegen, ob dieser Parameter eine weiche oder harte Grenze sein soll. Im Standard ist der Höchstbestand als weiche Grenze eingestellt. Weitere Informationen finden Sie im Einführungsleitfaden (IMG) des Forecasting and Replenishment unter Anfang des Navigationspfads Forecasting and Replenishment Processor Navigationsschritt Bedarfsrechnungsprofile bearbeiten Ende des Navigationspfads.

      Wenn der Bedarf der ersten Bedarfsperiode die weiche Grenze überschreitet, optimiert das System so, dass es nur den Bedarf der ersten Bedarfsperiode deckt, aber keine weiteren Bedarfsperioden zum Auffüllen hinzuzieht.

    • harte Grenze

      Die Bestellvorschlagsmenge muss diese Grenze einhalten, die sich aus folgenden Parametern ableitet:

      • Bestand am Ende des Listungszeitraums (Bedarfsrechnungsprofil)

        Das Datum der Auslistung ist in den Stammdaten des Lokationsprodukts hinterlegt.

      • Höchstbestand (siehe oben)

      In diesem Fall kürzt das System die Bedarfsmenge gemäß der Grenze und füllt nicht weiter auf. Dies geschieht auch dann, wenn die BV-Menge danach den Bedarf der ersten Bedarfsperiode nicht mehr decken kann.

    Beispiel Beispiel

    Das System verwendet Höchstbestandsgrenze beispielsweise wie folgt:

    Der Grenzwert beträgt 200 Stück und der Bedarf der ersten Bedarfsperiode 300 Stück. Mit der weichen Grenze ermittelt SAP F&R eine BV-Menge von 300 Stück, mit der harten Grenze jedoch nur 200 Stück.

    Ende des Beispiels.

    Hinweis Hinweis

    Das System zeigt in den Berechnungsdetails und im Rundungsprotokoll, welche Grenze es aus welchem Grund verwendet hat. Weitere Informationen finden Sie unter Übergreifende Funktionen in den Workbenches der BVV.

    Ende des Hinweises

Hinweis Hinweis

Die Optimierung auf eine Zusatzrestriktion kann das Ergebnis einer Bestellausgleichsoptimierung übersteuern.

Ende des Hinweises

Funktionsumfang

Produktspezifische Optimierung

Sie können folgende Profile und Gruppeneinstellungen mit Bezug zu einem Produkt (oder – im Falle des Bestellausgleichsprofils – zu einer Produktgruppe) verwenden:

Bestellvorschlagsspezifische Optimierung

Sie können das Restriktionsprofil mit Bezug zu einem Bestellvorschlag verwenden. Weitere Informationen finden Sie unter Restriktionsprüfung bei der automatischen Disposition.

Einschränkungen

Bei der manuellen Disposition (bei Bestellvorschlägen, die Sie manuell in der Dispositions- oder der Produkt-Workbench erstellen) führt das System keine Kapitalbindungsoptimierung, Restriktionsprüfung und keinen Bestellausgleich aus.