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Dokumentation zur VorgehensweiseFingerprints für übersetzte Langtexte anlegen Dieses Dokument in der Navigationsstruktur finden

 

Ab den folgenden NetWeaver-Release-Ständen wird der Übersetzungsstatus von in der Transaktion SE61 angelegten Langtextobjekten durch Fingerprints bestimmt:

  • 7.30 (ab Support Package 8)

  • 7.31 (ab Support Package 3)

  • 7.32

Wenn solche Langtexte ausgewertet werden, um Arbeitsvorräte und Statistiken anzulegen, wird ihr Übersetzungsstatus durch Fingerprints bestimmt anstatt durch die SE61-Versionsnummer, mit der der Übersetzungsstatus in der Vergangenheit festgelegt wurde.

Es gibt zwei Hauptgründe warum die SE61-Versionsnummer durch Fingerprints ersetzt wurde, um den Übersetzungsstatus von Langtextobjekten zu bestimmen:

  1. Wenn Sie die originalsprachige Version eines Langtextobjekts ändern, ändert sich seine SE61-Versionsnummer, auch wenn Sie keine Veränderungen am Text vorgenommen haben. Wenn die SE61-Versionslogik verwendet wird, um den Status von Langtexten im Übersetzungs-Workflow zu bestimmen, kann es dazu kommen, dass modifizierte Langtextobjekte unnötigerweise im Arbeitsvorrat und in der Statistik erscheinen.

    Bei Fingerprints ist dies nicht der Fall, da ihrer Verwendung sicherstellt, dass Langtextobjekte nur modifizierten Status haben, wenn der Quelltext sich geändert hat und Sie die Übersetzung aktualisieren müssen.

  2. Die SE61-Versionslogik basiert ausschließlich auf der Versionsnummer des originalsprachigen Texts. Dies kann zu Problemen führen, wenn z.B. ein Langtextobjekt, das in der Originalsprache Deutsch angelegt wurde, ins Englische übersetzt wird und dann wieder aus dem Englischen in eine andere Sprache, z.B. Japanisch, übersetzt wird.

    Fingerprints werden dagegen für eine Kombination aus Quell- und Zieltext generiert und sind unabhängig vom Status des originalsprachigen Texts.

Wenn Sie übersetzte Langtextobjekte haben, müssen Sie in folgenden Fällen Fingerprints generieren:

  • Wenn Sie Übersetzungen aus einem anderen System, in dem der Status der Langtextobjekte durch die SE61-Versionsnummer bestimmt wurde, in dieses System, in dem stattdessen Fingerprints verwendet werden, transportiert haben

  • In diesem System, bevor ein Upgrade auf einen der oben aufgeführten Release- und Support-Package-Stände durchgeführt wurde

Falls Sie keine Fingerprints generieren, werden Langtextobjekte, die normalerweise den Status 'Übersetzt' haben (auf Basis der SE61-Versionsnummer) in 'Modifiziert' geändert.

Voraussetzungen

Bevor Sie Fingerprints für Langtexte anlegen können, müssen die folgenden Kriterien erfüllt sein:

  • Ihr System hat einen der oben aufgeführten Release- und Support-Package-Stände

  • Sie haben einen Arbeitsvorrat angelegt, der alle übersetzungsrelevanten Langtextobjekte enthält

Vorgehensweise

  1. Rufen Sie die Transaktion SE38 auf.

  2. Geben Sie im Feld Programm RS_LXE_CREATE_FIPR_FOR_SE61 ein und wählen Sie Ausführen (F8) (Ausführen (F8)).

  3. Geben Sie in das Feld Arbeitsvorrats-ID die Nummer des Arbeitsvorrats ein, für den Sie Fingerprints anlegen möchten.

  4. Geben Sie im Feld Sprache die Sprachen an, für die Fingerprints angelegt werden.

Ergebnis

Dies legt Fingerprints für Langtextobjekte im angegebenen Arbeitsvorrat an, der, entsprechend der alten SE61-Versionslogik, den Status 'Übersetzt' hatte.

Nachdem der Bericht fertig ist, können Sie sehen wie viele Fingerprints im Spool in Transaktion SM37 für jede Zielsprache angelegt wurden. Sie können nun:

  • die Arbeitsvorratsauswertung erneut anlegen, damit sich der Übersetzungsstatus der Langtextobjekte von 'Modifiziert' in 'Übersetzt' ändert

  • diese Fingerprints in andere Systeme transportieren