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Hintergrunddokumentation Transportstrategie im CTS  Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Das Change and Transport System stellt Ihnen eine Reihe von Funktionen zur Verfügung, mit denen Sie sich eine Transportstrategie zusammenstellen können, die optimal auf Ihre Situation abgestimmt ist. Es empfiehlt sich, die Transportstrategie bereits während der Planung und des Aufbaus Ihrer Systemlandschaft zu berücksichtigen.

Im Verlauf eines SAP Einführungsprojekts kann sich die Transportstrategie ändern, je nachdem in welcher Phase Sie sich befinden.

Hinweis

Alle am Entwicklungsprozeß beteiligten Personen müssen die Transportstrategie kennen und gewisse Spielregeln einhalten.

Mandantenlandschaft und Transportwege

Bevor Sie mit einem SAP-Projekt beginnen, sollten Sie klären, welche Mandanten und Systeme Sie dazu benötigen. Danach legen Sie fest, in welchen Mandanten welche Teilprojekte entwickelt werden und in welche Mandanten die Änderungen transportiert werden. Dazu legen Sie Transportwege zwischen Mandanten oder Systemen an.

Hinweis

Der Einsatz von Transportwegen ist immer erforderlich, egal mit welcher Transportstrategie Sie arbeiten.

Die Möglichkeit, mandantenabhängige Transportwege zu definieren, erhalten Sie mit der Erweiterten Transportsteuerung.

Transporttermine

Wenn mehrere Entwickler an einem Projekt arbeiten, können Abhängigkeiten zwischen den Objekten, die zu diesem Projekt gehören entstehen. Damit in den Folgesystemen immer ein konsistenter Entwicklungsstand vorhanden ist, müssen die Änderungen der verschiedenen Entwickler gemeinsam in die Zielmandanten transportiert werden. Ansonsten können Inkonsistenzen auftreten, wenn z.B. ein Entwickler eine Tabelle anlegt und dabei auf ein Datenelement, welches von einem anderen Entwickler angelegt wurde, Bezug nimmt. Wenn der Änderungsauftrag, der die Tabelle enthält in ein Zielsystem transportiert wird, in dem der Auftrag mit dem Datenelement noch nicht enthalten ist, wird es dort zu Fehlern beim Import kommen.

Eine Möglichkeit, solche Vernetzungen beherrschen zu können sind festgelegte Transporttermine, zu denen immer alle bis zu diesem Termin freigegebenen Änderungen in einen Mandanten oder SAP-System transportiert werden.

Dieses Vorgehen ist beispielsweise in der Anfangsphase eines SAP-Projekts sinnvoll, wenn viele Änderungen am System durchgeführt werden. Im Falle einer Systemlandschaft mit Entwicklungs-, Qualitätssicherungs- und Produktivsystem könnte ein Transportterminplan z.B. so aussehen:

      Alle Änderungen werden periodisch jede Stunde in das Qualitätssicherungssystem importiert.

      Alle Aufträge werden einmal pro Woche in das zukünftige Produktivsystem importiert.

Mit einem solchen Terminplan erreichen Sie, daß die Entwickler alle ihre Änderungen sehr zeitnah im QA-System testen können und auf Fehler reagieren können. Ziel der Entwickler sollte sein, vor dem Transporttermin des Produktivsystems im QA System einen konsolidierten Stand zu erreichen. Im QA System können die betriebswirtschaftlichen Abläufe getestet werden, und es können ggf. Schulungen durchgeführt werden. Wenn Sie periodisch jeweils alle Änderungen, die für ein System anstehen, transportieren, so ist dies für die Systemverwaltung der geringste Aufwand und Sie erreichen, daß Ihre Systeme synchronisiert bleiben.

Weitere Informationen finden Sie unter Transportieren mit Importqueues.

Projekte

Wenn Sie an mehreren Entwicklungsprojekten gleichzeitig arbeiten, ist es oft nicht einschätzbar, welche dieser Projekte zu welchem Zeitpunkt in den produktiven Betrieb übernommen werden. Wenn Sie Ihre Entwicklungsprojekte weitgehend disjunkt halten, können Sie die Transportsteuerung über Projekte nutzen, um für die verschiedenen Projekte unterschiedliche Transporttermine nutzen zu können. So kann es beispielsweise notwendig sein, kurz vor dem Produktivstart einer Komponente, ein Projekt relativ häufig in das Produktivsystem zu übernehmen, während andere Projekte erst später in das Produktivsystem importiert werden, also nur in das QA-System importiert werden.

Qualitätssicherung

Wenn Sie mit Massentransporten arbeiten, gelangen alle Aufträge, die von der Entwicklung freigegeben werden, in die produktiv genutzten Systeme. Um zu verhindern, daß Änderungen ungewollt transportiert werden, können Sie das TMS Quality Assurance Verfahren einsetzen. Damit stellen Sie sicher, daß jeder Änderungsauftrag genehmigt wird, bevor er in das Produktivsystem importiert wird.

Hinweis

Auch wenn Sie mit Einteltransporten arbeiten, sollten Sie das TMS Quality Assurance Verfahren einsetzen.

Einzelimporte

Wenn Sie ein produktiv genutztes System gezielt mit Transporten zur Wartung versorgen möchten, kann es sicherer sein, anstelle aller zum Import anstehender Änderungen gezielt einzelne Aufträge zu importieren. Mit Einzeltransporten können Sie in der Regel dann arbeiten, wenn Sie insgesamt ein eher geringes Transportaufkommen haben und aus organisatorischen Gründen keine festen Transportzeiten möglich sind. Für die Administration bedeutet dies i.d.R. einen höheren Aufwand, verglichen zu periodischen Importen. Die Entwickler müssen sich mehr Gedanken darüber machen, ob Ihre Änderungsaufträge in sich konsistent sind, denn das Change and Transport System bietet in diesem Fall weniger Hilfen zur Vermeidung von Inkonsistenzen.

Wenn wenig Entwickler an einem Projekt arbeiten, oder die Entwicklung sehr eng mit der Administration zusammen arbeitet, werden die Einzeltransporte oft von den Entwicklern selbst ausgeführt.

Transport-Workflow

Wenn Sie Ihre Systeme gezielt mit einzelnen Transporten versorgen möchten, diese aber von der Systemadministration durchführen lassen möchten, empfiehlt sich der Einsatz des Transport-Workflow. Dabei wird automatisch bei der Freigabe eines Änderungsauftrages ein Workflow angestoßen. Dieser Workflow dient zur schnellen und sicheren Kommunikation zwischen der Entwicklung und der Administration.

Hinweis

Durch den Einsatz des Transport-Workflow kann die Administration sehr schnell auf die Anforderungen der Entwicklung und der Projektteams reagieren.

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