Verwendung
Mit der Erweiterten Transportsteuerung können Sie
Die Erweiterte Transportsteuerung erleichtert die tägliche Arbeit mit Transporten und erhöht die Sicherheit. Sie reduziert den Kommunikationsbedarf zwischen Projektleitung und Systemadministration, da die Transportwege vollständig konfiguriert werden können und zum Importzeitpunkt keine zusätzlichen Kenntnisse über den Zielmandanten benötigt werden.
Funktionsumfang
Bei der Konfiguration der Transportwege im Transport Management können Sie die folgenden funktionellen Erweiterungen nutzen:
Wenn Sie Customizing-Aufträge anlegen, dann wird der Vorschlagswert für das Transportziel der Aufträge durch die Standardtransportschicht festgelegt. Mit der Erweiterten Transportsteuerung können Sie die Standardtransportschicht für einzelne Mandanten abweichend von der Standardtransportschicht des Systems festlegen. Customizing-Aufträge aus verschiedenen Mandanten können dadurch automatisch in unterschiedliche Transportziele gelenkt werden.
Die mandantenabhängige Standardtransportschicht dient auch als Vorschlagswert für die Transportschicht neuer Pakete, die in einem Mandanten angelegt werden. Wenn Sie diese Vorschlagswerte übernehmen, dann werden die mandantenabhängigen Objekte, die im Rahmen des mandantenabhängigen Customizing erstellt werden, auf dem gleichen Weg transportiert wie zugehörige Repository-Entwicklungen und das mandantenunabhängige Customizing.
Die Transportziele von Konsolidierungs- und Belieferungswegen spezifizieren nicht nur ein System, sondern zusätzlich auch den gewünschten Mandanten. Mandantenabhängige Transportziele werden in der Form <Systemname>.<Mandant> (z.B.
Zielgruppen fassen mehrere mandantenabhängige Transportziele unter einem symbolischen Namen zusammen. Zielgruppen können bei der Definition von Konsolidierungs- und Belieferungswegen als Transportziel angegeben werden.
Zur Unterscheidung von herkömmlichen Transportzielen müssen die Namen von Zielgruppen mit dem Schrägstrich "/" beginnen und enden (z.B.
Wenn Sie einen Auftrag freigeben, dessen Transportziel eine Zielgruppe ist, dann wird der Auftrag für den Import in jedes einfache Transportziel <Systemname>.<Mandant> vorgemerkt, das in der Gruppe verzeichnet ist.
Konsolidierungswege legen (pro Transportschicht) fest, wohin Änderungen, die in einem System vorgenommen werden, nach der Freigabe des Auftrags transportiert werden.
Wenn Sie die Erweiterte Transportsteuerung eingeschaltet haben, dann kann das Transportziel ein bestimmter Mandant in einem Zielsystem oder eine Zielgruppe sein.
Ohne Erweiterte Transportsteuerung können Sie nur Systeme als Konsolidierungsziel spezifizieren, und die Transportadministration muß zum Importzeitpunkt den richtigen Zielmandanten angeben.
Belieferungswege legen fest, ob Änderungsaufträge nach dem Import in ein System für den Import in nachfolgende Systeme/Mandanten vorgemerkt werden sollen.
Wenn die Erweiterte Transportsteuerung aktiv ist, dann können Sie die Belieferungswege mandantenabhängig definieren. Damit ist es auch möglich, mehrere Mandanten eines Systems sequentiell zu beliefern.
Als Ziel eines Belieferungswegs können Sie auch eine Zielgruppe angeben.
Wenn Sie mit der Erweiterten Transportsteuerung arbeiten, können Sie Aufträge in verschiedene Mandanten eines Systems importieren, ohne "
Beim ersten Import eines Auftrags in ein System werden alle Objekte vollständig importiert. Bei späteren Importen in andere Mandanten des Systems werden nur noch die mandantenabhängigen Anteile importiert.
Damit ist es möglich, Konsolidierungswege und Belieferungswege zwischen mehreren Mandanten desselben Systems einzurichten.

Auch Rücktransporte von mandantenabhängigen Objekten (Customizing) in einen weiteren Mandanten des Entwicklungssystems sind damit möglich. Mandantenabhängiges Customizing und Repository-Objekte werden beim Import ignoriert.
Anwendungsbeispiel
Die Grafik zeigt ein Beispiel mit zwei Produktivsystemen PR1 und PR2, die über ALE gekoppelt sind. Jedem der beiden Produktivsysteme ist ein QA-System (Quality Assurance System) vorgeschaltet. Die beiden QA-Systeme sind ebenfalls über ALE verbunden.

Das Beispiel verdeutlicht die neuen Möglichkeiten der Erweiterten Transportsteuerung und ist keine Empfehlung zum Aufbau einer Systemlandschaft.

Die Entwicklung findet in drei Mandanten des Systems DEV statt:
Dabei sind die zwei zuletzt genannten Transportziele die Entwicklungsmandanten für die länderspezifischen Einstellungen. Aufträge mit dem Transportziel
Alternativ können Sie in der Zielgruppe
/COMMCUST/ nur die Ziele "System DEV, Mandant 100" und "System DEV, Mandant 300" angeben und je eine Belieferung von "System DEV, Mandant 100" nach "QA1, Mandant 010" und von "System DEV, Mandant 300" nach "QA2, Mandant 312" einrichten. Dadurch können Sie eine verzögerte Versorgung der QA-Systeme erreichen.In beiden Fällen bleibt die ALE-Funktionalität stabil, weil beide QA-PRD-Schienen parallel versorgt werden.
Die Belieferung von den QA-Systemen in die Produktionssysteme erfolgt automatisch in die richtigen Zielmandanten der jeweiligen Produktivsysteme, weil der Zielmandant bei der Definition der Belieferungswege mit angegeben worden ist.
Aktivitäten
Bei der Aktivierung von Transportwegekonfigurationen gilt die "Alles oder nichts"-Regel: entweder wird der Parameter in allen Systemen gesetzt, die über Transportwege miteinander verbunden sind, und diese Systeme nutzen nur noch Transportwege mit spezifiziertem Zielmandanten, oder der Parameter ist für alle Systeme ausgeschaltet, und es werden nur Zielsysteme spezifiziert.
Sie können jedoch zwei getrennte Systemverbunde konfigurieren, von denen nur einer die Erweiterte Transportsteuerung nutzt.
Hintergrund:
Das bislang verwendete Pufferformat sieht keinen Platz für den Zielmandanten vor (mit Puffer werden die Betriebssystemdateien bezeichnet, in denen die Transportaufträge zum Import vorgemerkt werden).
Mit der Erweiterten Transportsteuerung wird ein neues Format für die Pufferzeilen eingeführt, das u.a. Platz für den Zielmandanten vorsieht.
Versionen des Transportsteuerungsprogramms tp, die dieses neue Format nicht kennen, dürfen solche Puffer aus Sicherheitsgründen nicht bearbeiten. Systemseitig wird das durch einen entsprechenden Eintrag in das Transportprofil sichergestellt.