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Beispiel zum Prozess Überwachung ruhender
Konten 
Die Musterbank in Neustadt, Bundesstaat Hochland, führt seit vielen Jahren ein Girokonto für Frau Schäfer. Als Adresse der Kontoinhaberin ist die Wiesenstraße in Bergdorf, Bundesstaat Flachland, angegeben. Auf dem Konto befindet sich nur noch ein geringer Betrag. Seit der Eröffnung hat es den initialen Aktivitätsstatus aktiv.
Die Kundin hat in letzter Zeit auf ihrem Konto weder Geld eingezahlt noch Überweisungen veranlasst. Das Account-Management-System hat zuletzt am 03.01.2000 eine Auszahlung gebucht und als Zeitpunkt des letzten kundeninitiierten Zahlungspostens gespeichert. Bei der Musterbank gelten Girokonten, deren letzter kundeninitiierter Zahlungsposten mindestens ein Jahr zurückliegt, als inaktive Konten. Am 03.01.2001, also genau ein Jahr später, setzt das Account-Management-System deshalb den Aktivitätsstatus an Frau Schäfers Konto von aktiv auf inaktiv um.
Fast zweieinhalb Jahre, nachdem das Konto als inaktiv gekennzeichnet wurde, kommt Frau Schäfer persönlich in die Filiale und holt sich am Schalter ihre Kontoauszüge. Der Kundenberater vermerkt den 26.05.2003 als Datum des letzten Kundenkontakts im SAP Geschäftspartner für Financial Services. Da ein inaktives Girokonto nur durch das Ereignis kundeninitiierter Zahlungsposten reaktiviert (in den initialen Aktivitätsstatus zurückversetzt) werden kann, hat der Kundenkontakt vorerst keine Auswirkung.
Bei der Musterbank gilt außerdem ein inaktives Konto, zu dessen Inhaber seit mindestens 18 Monaten kein Kontakt besteht, als ruhendes Konto. Am 26.10.2004, einen Monat vor der bevorstehenden Aktivitätsstatusumsetzung, erzeugt die Musterbank mit SAP Korrespondenz eine Benachrichtigung an den Korrespondenzempfänger. Die Kontoinhaberin Frau Schäfer wird in einem Brief aufgefordert, mit der Bank Kontakt aufzunehmen. So könne der Aktivitätsstatus ihres Girokontos wieder in den initialen, nämlich aktiv, zurückgesetzt werden. Da Frau Schäfer in der Zwischenzeit jedoch umgezogen ist, erhält sie den Brief nicht. Auch unaufgefordert hat sie weder Zahlungsposten veranlasst noch in einer anderen Form Kontakt zur Bank aufgenommen. Um das alte Girokonto kümmert sich nicht mehr, da sie ein neues bei einer anderen Bank an ihrem neuen Wohnsitz eröffnet hat. Am 26.11.2004, also genau 18 Monate nach dem Datum des letzten Kundenkontakts, setzt das Account-Management-System deshalb den Aktivitätsstatus bei Frau Schäfers Girokonto von inaktiv auf ruhend um.
Wir schreiben das Jahr 2006. Die Musterbank verbucht weiterhin in regelmäßigen Abständen Kontoführungsgebühren und Zinsen auf Frau Schäfers Girokonto. Da diese Zahlungsposten jedoch nicht als kundeninitiiert definiert sind, tritt am 26.05.2006 eine weitere Statusübergangsregel in Kraft: seit dem letzten Kundenkontakt sind inzwischen drei Jahre vergangen. Die Kundin hat auch auf die zweite Benachrichtigung, die am 26.02.2006 automatisch verschickt wurde, nicht reagiert. Das Account-Management-System setzt drei Monate später den Aktivitätsstatus des Kontos von ruhend auf aufgegeben um.
Wenn jetzt das Ereignis Kundenkontakt eintritt, wird Frau Schäfers Girokonto automatisch vom Account-Management-System reaktiviert und wieder als aktives Konto geführt.
Sie können an den Prozess Überwachung ruhender Konten den Prozess Vereinnahmung anschließen. Eine Fortsetzung des Beispiels finden Sie unter Beispiel zum Prozess Vereinnahmung.
