Validierung
Diese Komponente verwenden Sie, um die Datenkonsistenz zu überprüfen
· für Meldedaten,
· für angepasste Meldedaten,
· für konsolidierte Daten sowie
· für Zusatzmeldedaten
Außerdem können Sie mit dieser Komponente Belege validieren.
Innerhalb des Konsolidierungsprozesses verwenden Sie die Validierung folgendermaßen:
● Vor der Durchführung der Konsolidierungsbuchungen müssen die in die Konsolidierung übernommenen Meldedaten und ggf. die Zusatzmeldedaten auf Konsistenz überprüft werden.
● Nach den Anpassungsbuchungen ist es notwendig, die angepassten Meldedaten auf Konsistenz zu prüfen.
● Nach den Konsolidierungsbuchungen können Sie die konsolidierten Daten auf Konsistenz prüfen.
● Belege können Sie bei deren Buchung validieren.
Für die Validierung dieser Daten können Sie im Customizing Prüfregeln definieren. Dazu formulieren Sie Selektionsbedingungen (i.d.R. mit Positionen und Unterpositionen), die Sie in einer Formel verwenden können. Das System überprüft dann, ob die Prüfregel für einen bestimmten Datenbestand zutrifft.
Sie können auch mehrstufige Prüfungen durchführen: Zunächst werden die Daten anhand einer von Ihnen definierten Booleschen Aussage (Voraussetzung) geprüft. Abhängig vom Ergebnis dieser Prüfung (wahr oder falsch) kann das System:
· Maßnahmen ausführen
· weitere Prüfungen durchführen
· anwenderdefinierte Meldungen ausgeben
Für die Validierung von Zusatzmeldedaten sind die Prüfregeln fest vom System vorgegeben. Die fest vordefinierten Meldungen können als Fehler- oder Warnmeldungen ausgegeben werden.
Für die Validierung von Belegen können Sie wählen, ob Sie den Belegkopf, die Belegzeilen oder den gesamten Beleg prüfen möchten. Der Belegkopf enthält neben allgemeinen Zusatzfeldern auch solche Felder, deren Werte für alle Belegzeilen gleichermaßen gelten.
Während es bei der Validierung von Summendaten um die summarische Überprüfung von hochverdichteten Daten geht (z.B. Umsatzerlöse pro Quartal), richtet sich die Validierung von Belegen auf einzelne Belegzeilen. Hier können Sie Prüfregeln definieren, die die innerhalb einer Datenzeile vorhandenen Merkmals- und Kennzahlwerte miteinander in Beziehung setzen und auf Plausibilität prüfen.

Sie wollen sicherstellen, dass die in einer Belegzeile enthaltenen Merkmals- und Kennzahlwerte den Abhängigkeitsbeziehungen zwischen Merkmalswerten entsprechen, wie sie für die Konsolidierung gelten. Z.B. können Sie eine Prüfregel definieren, die folgendes prüft:
Wenn einem Beleg die Belegart 05 und eine der Bewegungsarten 220 oder 230 zugeordnet ist, dann muss der in der Belegzeile enthaltene Betrag in Kreiswährung größer als 0 sein.
Prüfregeln und Meldungen definieren Sie wie bei der Validierung von Summendaten. Bei einer Validierung von Belegen erzeugt das System (anders als bei der Validierung von Summendaten) kein detailliertes Protokoll, sondern lediglich eine Liste der während der Validierung aufgetretenen Meldungen.
Die Validierung kann die im Summendaten-InfoCube enthaltenen Aggregate nutzen, um die Performance der Maßnahmenausführung zu verbessern. Entscheidend hierfür ist die Tatsache, dass in einer Validierungsmethode normalerweise nur für einige wenige Merkmale des Summendaten-InfoCube Selektionen definiert sind. Für die übrigen Merkmale aggregiert die Validierungsmethode die im InfoCube enthaltenen Werte. Für Merkmale, die in der Definition einer Validierungsmethode überhaupt nicht vorkommen, kann das System Aggregate nutzen, die im SAP NetWeaver Business Intelligence (BI) bereits vorhanden sind. Die beschleunigte Ausführung ergibt sich hierbei aus einer reduzierten Menge der von der Methode zu lesenden Daten.
Die Validierung nutzt vorhandene Aggregate automatisch, sofern diese Aggregate alle für die Validierung erforderlichen Merkmale enthalten. Um herauszufinden, welche Merkmale dies sind, wählen Sie im Customizing der Validierungsmethode Liste der Merkmale. Das System zeigt Ihnen daraufhin eine Liste der für die Aggregatnutzung erforderlichen Merkmale an. Im einzelnen handelt es sich um folgende Arten von Merkmalen:
● Merkmale, die als Ausführungsparameter der Validierungsmethode verwendet werden
● Merkmale, die in den Selektionsbedingungen der Validierungsmethode verwendet werden
● Gruppierungsmerkmale in Prüfregeln der Validierungsmethode
Wenn Sie Aggregate nutzen wollen, müssen
Sie sicherstellen, dass die Aggregate des Summendaten-InfoCube die in der
angezeigten Liste aufgeführten Merkmale enthalten. Erforderlichenfalls müssen
Sie entsprechende Aggregate mit den Mitteln des BI für den
Summendaten-InfoCube anlegen. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter
Aggregat und
HPA-Index.
Das System weist nach Durchführung einer Summendaten-Validierung jedes einzelne Teilergebnis und das sich daraus ergebende Gesamtergebnis im Validierungsprotokoll aus. Bei der Ausführung der Validierung können Sie das System anweisen, nur diejenigen Prüfergebnisse in das Protokoll aufzunehmen, bei denen Fehler aufgetreten sind und die deshalb einer näheren Betrachtung bedürfen.
Die Validierung wird im Konsolidierungsprozess nach der Datenübernahme und vor den weiteren Maßnahmen durchgeführt, damit nur gültige Daten gebucht werden können.
Eine Validierung ist fehlerhaft, wenn mindestens eine Meldung vom Typ Fehler ausgegeben wird. In diesem Fall können die nachfolgenden Maßnahmen zwar ausgeführt, jedoch nicht gesperrt werden.
Sie können für die Meldedaten und für die angepassten Meldedaten einer bestimmten Periode überprüfen, ob folgende Aussagen zutreffen:
● Aktiva = Passiva (siehe auch die ausführliche Darstellung dieses Beispiels)
● Gewinn = Gewinnverwendung
● Jahresüberschuss Bilanz = Jahresüberschuss GuV