Validierungsprotokoll
Hierarchische Liste, mit deren Hilfe Sie die Ergebnisse nach Durchführung der Validierungsmaßnahme analysieren können.
Der Kopf enthält folgende Bestandteile:
· permanente Parameter
· die Angabe, ob die Maßnahme im Testlauf oder im Buchungslauf ausgeführt wurde
· die Einstellungen zur Maßnahme
· die Einstellungen zur Methode, falls diese für alle Organisationseinheiten gleich ist
Der Hauptteil besteht aus einer hierarchischen Liste, die für jede geprüfte Konsolidierungseinheit oder den Konsolidierungskreis folgende Struktur aufweist:
· Konsolidierungseinheit oder Konsolidierungskreis mit der Anzahl der Fehler und Warnungen sowie dem Gesamtergebnis der Validierungsmaßnahme
¡ Prüfregel mit Angabe der Hierarchieebene, auf der die Regel innerhalb der Prüfregelhierarchie ausgeführt wird sowie der Anzahl der hierbei aufgetretenen Fehler und Warnungen
§ Detailinformationen zur Prüfung
§ Meldungen, die das System bei der Durchführung der Prüfung ausgegeben hat
¡ sonstige Meldungen zur Konsolidierungseinheit oder zum Konsolidierungskreis
Die Anzahl der Fehler und Warnungen wird über die Prüfhierarchie hinweg aggregiert. Zusätzlich addiert das System die Anzahl der Fehler und Warnungen, die bei der Validierung der Zusatzmeldedaten aufgetreten sind und weist die so berechnete Summe auf der obersten Protokollebene für die entsprechende Konsolidierungseinheit oder den Konsolidierungskreis aus.
Beachten Sie, dass das Prüfergebnis für eine einzelne Formel, die Sie als Prüfregel im Kontext einer Validierungsmethode definiert haben, nicht unmittelbare Auswirkungen auf das im Protokoll ausgewiesene Prüfergebnis haben muss. Entscheidend ist vielmehr, ob einem einzelnen Prüfergebnis auch eine Meldung zugeordnet wurde, die das System bei einem entsprechenden Prüfergebnis ausgibt. Die folgende Tabelle zeigt den Zusammenhang zwischen Art und Anzahl der Meldungen und dem im Protokoll ausgewiesenen Ergebnis der Prüfung:
Anzahl Warnungen |
Anzahl Fehler |
Ergebnis |
0 |
0 |
OK (grün) |
> 0 |
0 |
OK mit Warnungen (gelb) |
Beliebig |
> 0 |
Fehler (rot) |

Bei der Ausführung der Validierung können Sie das System anweisen, nur diejenigen Prüfergebnisse in das Protokoll aufzunehmen, bei denen Fehler aufgetreten sind und die deshalb einer näheren Betrachtung bedürfen. Setzen Sie hierfür auf dem Selektionsbild das Kennzeichen Nur fehlerhafte Prüfungen. Hierdurch können Sie je nachdem, wie groß die zu verarbeitende Datenmenge und die Anzahl der Meldungen ist, die Ausführung der Validierungsmaßnahme z.T. erheblich beschleunigen.
Die Detailinformationen zu einer Prüfung zeigen die Formel, die die zu prüfende Bedingung beschreibt, in Form einer hierarchischen Liste und die Werte, die bei der Durchführung einer konkreten Prüfung in die Formel eingeflossen sind. Der Aufbau dieser Liste weist folgende Struktur auf:
· Funktion oder Operator mit dem Ergebnis der Prüfung
¡ Parametername und Wert

Sie möchten prüfen, ob die im Rahmen der Segmentberichterstattung ausgewiesenen Vertriebsumsätze übereinstimmen mit den Umsätzen, die sich ohne Berücksichtigung der Segmentinformation ergeben. Die folgende Grafik zeigt die Darstellung der hierfür erstellten Prüfregel VAL_PER(Segmented Sales) = VAL_PER(Non-segmented Sales) im Validierungsprotokoll:

Diese Darstellung ist folgendermaßen zu lesen: Die beiden Parameter (jeweils Funktion Periodenwert) werden durch den Gleichheitsoperator „=“ miteinander verknüpft. Welchen Wert die beiden Operandenfunktionen ausgeben, richtet sich nach dem Parameter, mit dem sie aufgerufen werden: Dabei handelt es sich um eine Selektionsbedingung, die im einen Fall die Umsätze mit Segmentbezug und im anderen Fall diejenigen ohne einen solchen Bezug auswählt. Da sich die beiden Funktionswerte unterscheiden, liefert die Prüfregel als Ergebnis den Wert „Falsch“.
Die hierarchische Darstellung bietet sich an, weil die Parameter von Operatoren und Funktionen ihrerseits wiederum Operatoren oder Funktionen sein können wie in dem gezeigten Beispiel. Das Protokoll macht dann die hierarchische Schachtelung der Prüfregel visuell anschaulich.

Aus technischen Gründen kann das System im Protokoll maximal neun Stufen der Prüfregelhierarchie darstellen. Das bedeutet, dass Prüfregeln mit sehr komplexen Formeln u.U. nicht vollständig im Protokoll angezeigt werden. Das Ergebnis der Prüfung wird natürlich in jedem Fall korrekt angezeigt.