Technischer Ablauf der Lohnartenbewertung anhand von Bewertungsgrundlagen
Einsatzmöglichkeiten
Informationen zu den Einsatzmöglichkeiten dieses Prozesses finden Sie unter
Bewertung anhand von Bewertungsgrundlagen.Ablauf

Im folgenden werden bestimmte Schemen, Funktionen und Personalrechenregeln mit dem Kürzel X dargestellt. Dieses Kürzel steht sowohl für das Länderkennzeichen als auch für die internationalen Versionen der Schemen, Funktionen und Personalrechenregeln. Verwenden Sie diese nur, wenn für Ihr Land keine eigenen Schemen, Funktionen und Personalrechenregeln eingerichtet sind oder Sie keine eingerichteten Länderbesonderheiten nutzen möchten.
Im Personalrechenschema X000 (Bruttolohnfindung und Überweisung) wird das Teilschema XBD0 (Bearbeiten Grunddaten) aufgerufen. Dieses Teilschema enthält die Funktion WPBP (Workplace Basic Pay), die folgendes bewirkt:
· Das System trägt die Lohnarten aus dem Infotyp Basisbezüge (0008) in die Eingabetabelle (IT) ein.
· Das System trägt die Arbeitsplatz- und Basisbezugsdaten eines Mitarbeiters in die interne Tabelle WPBP ein.
· Das System ermittelt, ob innerhalb einer Abrechnungsperiode mehrere Teilzeiträume entstehen. Teilzeiträume können aus folgenden Gründen entstehen:
· Eintritt oder Austritt eines Mitarbeiters innerhalb einer Periode
· Änderungen der Basisbezüge, Wechsel der organisatorischen Zuordnung oder Änderung des persönlichen Arbeitszeitplans
· Aufteilung der Bezüge aus bezahlten und unbezahlten An- und Abwesenheiten für die Kostenrechnung

Weitere Informationen über die Berechnung von Teilzeiträumen finden Sie unter
Im Personalrechenschema X000 wird das Teilschema XT00 (Zeitdatenverarbeitung) aufgerufen. In diesem Teilschema wird die Personalrechenregel X010 (Bewertungsgrundlagen bilden (Addition)) aufgerufen. Diese Personalrechenregel wertet die Verarbeitungsklasse 01 der Basisbezugslohnarten in der Eingabetabelle aus. Je nach Ausprägung der Verarbeitungsklasse schreibt das System die Basisbezugslohnarten in eine der Sekundärlohnarten, die als Bewertungsgrundlage herangezogen werden.

Die Personalrechenregel X010 wird abhängig von der Mitarbeiterkreisgruppierung aufgerufen. In der Standardauslieferung sind die Verarbeitungsschritte in der Personalrechenregel X010 für alle Mitarbeiterkreisgruppierungen identisch. Falls Sie Besonderheiten in der Verarbeitung für eine Mitarbeiterkreisgruppierung einrichten möchten, müssen Sie Ihre Änderungen unter der richtigen Mitarbeiterkreisgruppierung für die Personalrechenregel eintragen.
Direkt im Anschluß wird die Personalrechenregel X013 (Bewertungsgrundlagen bilden (Division)) aufgerufen. Auch diese Personalrechenregel wird abhängig von der Mitarbeiterkreisgruppierung aufgerufen. Die Personalrechenregel X013 fragt die Verarbeitungsklasse 01 nach der Ausprägung 5 ab. Diese Abfrage hat folgende Ergebnisse:
· Anhand der Ausprägung 5 erkennt das System die Bewertungsgrundlagen.
· Anhand der Mitarbeiterkreisgruppierung erkennt das System, ob der Mitarbeiter einen Stundenlohn oder ein periodenbezogenes Gehalt erhält. Für alle Mitarbeiter, die keinen Stundenlohn erhalten, werden die Einträge in den Bewertungsgrundlagen durch die jeweilige pauschale, periodenbezogene Stundenzahl geteilt. Das Ergebnis wird als Bewertungsgrundlage in den Lohnarten /001 bzw. /002 in das Feld RTE ( Betrag pro Einheit) eingetragen.
Im Teilschema XT00 wird die Funktion PALP (Bearbeitung der abweichenden Bezahlungen) aufgerufen. In dieser Funktion wird die Personalrechenregel X012 (Ermittlung Bewertungsgrundlagen für abweichende Bezahlung) aufgerufen. Diese Personalrechenregel überprüft, ob ein Teilzeitraum abweichend bezahlt werden muß. Dabei werden folgende Fälle berücksichtigt:
· Der Mitarbeiter hat auf einem anderen Arbeitsplatz als dem ihm zugeordneten gearbeitet. Die Bewertungsgrundlagen für diesen Zeitraum werden nach den Angaben des Arbeitsplatzes ermittelt, auf dem der Mitarbeiter vertretend gearbeitet hat.
· Für den Mitarbeiter gilt die Tarifregelung einer anderen Lohngruppe oder Lohnstufe. Die Bewertungsgrundlagen werden anhand der Lohngruppe oder Lohnstufe ermittelt, die für diesen Zeitraum gültig ist.
Im Teilschema XT00 wird die Personalrechenregel X015 (Bewertung der Zeitlohnarten) aufgerufen. Diese Personalrechenregel wird abhängig von der Mitarbeiterkreisgruppierung aufgerufen. Die Personalrechenregel X015 untersucht, ob in der Eingabetabelle (IT) Zeitlohnarten enthalten sind, die anhand von Bewertungsgrundlagen bewertet werden sollen.
Mit den Operationen AMT?0, NUM?0 und RTE?0 untersucht das System den Inhalt der Felder AMT (Betrag), NUM (Anzahl) und RTE (Betrag pro Einheit). Dabei werden folgende Fälle unterschieden:
· Enthält das Feld AMT ( Betrag) einen Wert, wird die Lohnart mit der Operation ADDWT in die Outputtabelle OT weitergereicht.
· Enthalten die Felder NUM ( Anzahl) und RTE (Betrag pro Einheit) Werte, werden diese miteinander multipliziert. Das Ergebnis wird in das Feld Gesamtbetrag eingetragen und die Lohnart mit der Operation ADDWT in die Outputtabelle OT weitergereicht.
· Enthält lediglich das Feld NUM ( Anzahl) einen Wert, untersucht die Operation VALBS, ob für die Lohnart in der Tabelle Lohnartenbewertung T512W eine Bewertungsgrundlage angegeben ist. Falls eine Bewertungsgrundlage angegeben ist, wird die Lohnart entsprechend bewertet. Ist keine Bewertungsgrundlage angegeben, wird die Lohnart abhängig von der Ausprägung in der Verarbeitungsklasse 15 nach dem Durchschnittsprinzip bewertet.

Die Abfrage der Personalrechenregel X015 ist für alle Teilbereiche identisch, d.h. die oben genannten Abfragen werden für alle Mitarbeiterkreisgruppierungen (Stundenlöhner, Monatslöhner, Gehaltsempfänger etc.) gleichzeitig durchgeführt.
Die Bewertung der Lohnarten anhand der Bewertungsgrundlage dagegen ist für Lohn- und Gehaltsempfänger unterschiedlich, d.h. die Lohnarten werden in Abhängigkeit von der Mitarbeiterkreisgruppierung bewertet. Falls keine Bewertungsgrundlage vorliegt, wird die Lohnart ebenfalls nach dem Durchschnittsprinzip bewertet.
Mit der Personalrechenregel X015 bewertet das System alle ermittelten Lohnarten anhand der Bewertungsgrundlagen. Dabei unterscheidet es nach der Mitarbeiterkreisgruppierung:
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Ausprägung der Verarbeitungsklasse 18 |
Bewertung | |
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0, BLANK |
Vergütung mit der höheren Bewertungsgrundlage | |
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1 |
Vergütung mit Differenz |
Ergebnis
Alle Lohnarten sind mit einem Betrag versehen, die von der Abrechnung weiterverarbeitet werden können.