Einsatzmöglichkeiten
Die korrekte Bewertung aller Bestände auf Basis aktueller Marktdaten ist Voraussetzung jeder Dispositionsentscheidung mit dem Ziel der Risikosteuerung.
Der Mark-to-Market Wert ist der aktuelle Marktwert eines Portfolios. Um ihn zu bestimmen, müssen alle Finanzaktiva mit ihren am Markt erzielbaren Veräußerungserlösen und alle Finanzpassiva mit den vom Markt verlangten Rückkaufpreisen bewertet werden. Anders ausgedrückt heißt dies: Welcher Preis wird erzielt, falls die Positionen glattgestellt werden?
Der Marktwert einer Position ist der Barwert der Geschäfte; das Barwertkonzept ist somit die Grundlage der Mark-to-Market-Bewertung. Mit der Barwertmethode können Marktpreise unterschiedlicher Instrumente ermittelt und somit vergleichbar gemacht werden.
Das SAP Marktrisikomanagement bietet die Möglichkeit, Finanzinstrumente mark-to-market zu bewerten. Dabei werden Long-Positionen mit den jeweiligen am Markt gehandelten Geldquotierungen und Short-Positionen mit den aktuellen Briefquotierungen bewertet, um anfallende Transaktionskosten zu berücksichtigen. Geschäfte, die in unterschiedlichen Märkten gehandelt werden (z.B. Bundesanleihen- und Pfandbriefmarkt), können auf Basis entsprechender Zinsstrukturkurven bewertet werden. Für die Berechnung der Prämien von Standardoptionen und exotischen Optionen werden unterschiedliche Volatilitätsstrukturkurven herangezogen.
Weitere Informationen über diesen Prozeß finden Sie unter
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Voraussetzungen
Es muß zunächst ein Zinsswap (Produktart 62A, Geschäftsart 300) mit einer Laufzeit von mindestens 3 Jahren angelegt werden. Der Unterschied bei der Anlage eines Zinsswaps im Vergleich zu einem Währungsswap besteht darin, daß auf der eingehenden und der ausgehenden Seite gleichgroße Nominalbeträge stehen müssen und auf der ausgehenden Seite keine Währung eingegeben wird.
Ablauf
Die Daten zu diesem Beispiel finden Sie unter
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