Ist-Zuschläge in der Kostenträgerrechnung 
Verwendung
Mit der Zuschlagsberechnung können Sie Kostenträger im Ist mit Gemeinkostenzuschlägen belasten.
Die Zuschlagsberechnung kann im Rahmen einer Mitlaufenden Kalkulation oder einer Nachkalkulation erfolgen.
Sie können die Zuschlagsberechnung in der Kostenträgerrechnung für alle Kostenträger des Systems R/3 verwenden:
Mit Hilfe eines Zuschlagsschlüssels können Sie Zuschläge in Abhängigkeit vom Bezugsobjekt (z.B. in Abhängigkeit vom gefertigten Material) berechnen.
Integration
Sie können den Periodenabschluß mit Hilfe des Schedule Managers ausführen. Informationen hierzu finden Sie in den Abschnitten:
Scheduler Monitor AblaufdefinitionWenn Sie den Schedule Manager mit der Ablaufdefinition verwenden, können Sie den mehrstufigen Arbeitsvorrat zur Nachbearbeitung der fehlerhaften Objekte verwenden. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt:
Mehrstufiger Arbeitsvorrat
Den mehrstufigen Arbeitsvorrat können Sie nicht im Kundenauftrags-Controlling (für die Verkaufsbelegposition) verwenden.
Voraussetzungen
Sie definieren ein
Kalkulationsschema im Customizing des Produktkosten-Controlling.Um eigene Zuschlagsbedingungen für bestimmte Halb- oder Fertigfabrikate festzulegen, können Sie zusätzlich eine Gemeinkostengruppe im Materialstammsatz des zu kalkulierenden Materials eintragen und einen
Zuschlagsschlüssel im Kalkulationsschema eintragen, der im Customizing des Produktkosten-Controlling mit dieser Gemeinkostengruppe verknüpft ist.Für die Zuschlagsberechnung zu Produktionsaufträgen, Produktkostensammlern und Kundenauftragspositionen ordnen Sie das Kalkulationsschema einer Bewertungsvariante zu. Diese Bewertungsvariante ordnen Sie wiederum einer Kalkulationsvariante zu.
Das für die Zuschlagsermittlung im Periodenabschluß gültige Kalkulationsschema wird wie folgt ermittelt:
Das System verwendet das im Produktionsauftrag hinterlegte Kalkulationsschema. Dieses Kalkulationsschema wird in den Produktionsauftrag über die Bewertungsvariante vorgeschlagen, die mit der Kalkulationsvariante Plan verknüpft ist..
Kalkulationsvariante Vorkalkulation:
Die Kalkulationsvarianten Plan (für die Vorkalkulation) und Ist (für die Ermittlung der Gemeinkostenzuschläge im Periodenabschluß) werden für den Produktkostensamler aus den Vorschlagswerten der Auftragsart übernommen.
Das Kalkulationschema in den Stammdaten des Produktkostensammlers wird über den zu der Auftragsart zugehörigen Vorschlagswert für die Kalkulationsvariante Plan ermittelt:
In dieser Kalkulationsvariante ist eine Bewertungsvariante hinterlegt.
Aus dieser Bewertungsvariante wird der Vorschlagswert für das Kalkulationsschema ermittelt und in die Stammdaten des Produktkostensammlers übernommen.
Das Kalkulationsschema, das in den Produktkostensammler übernommen wird, wird für die Ermittlung der Gemeinkostenzuschläge im Rahmen der Vorkalkulation und für die Ermittlung der Gemeinkostenzuschläge im Ist verwendet.
Falls keine Vorschlagswerte für die Kalkulationsvariante Plan vorhanden sind, werden zur Ermittlung des Kalkulationsschemas die Vorschlagswerte der Kalkulationsvariante Ist herangezogen. Das ermittelte Kalkulationsschema wird in die Stammdaten des Produktkostensammlers übernommen und ist dort änderbar.
Lesen Sie hierzu:
Sie haben gegebenenfalls im Periodenabschluß der relevanten Anwendungskomponente (z.B. Periodisches Produkt-Controlling)
Zuschlagsberechnung im Periodischen und im Auftragsbezogenen Produkt-Controlling
Um Gemeinkostenzuschläge für materialbezogene Aufträge (Fertigungsauftrag, Prozeßauftrag oder Produktkostensammler) ermitteln zu können, müssen Sie den Schlüssel des Kalkulationsschemas in der Bewertungsvariante eintragen und eine Kalkulationsvariante auswählen, die auf diese Bewertungsvariante verweist.
Die Kalkulationsvariante hinterlegen Sie für Produktionsaufträge und Produktkostensammler im Auftragskopf. Sie können die Kalkulationsvariante Ist im Customizing
Vorschlagswerte pro Auftragsart festlegen als Vorschlagswert hinterlegen
Für Kostenträgerknoten von Kostenträgerhierarchien hinterlegen Sie ein Kalkulationsschema und gegebenenfalls einen Zuschlagsschlüssel im Kostenträgerstammsatz.
Sie können ein Kalkulationsschema und einen Zuschlagsschlüssel als Vorschlagswert im Customizing des Periodischen Produkt-Controlling unter Kostenträgerhierarchien ®
Kostenträgerprofile für Kostenträgerhierarchien definieren als Vorschlagswert hinterlegen. Die Vorschlagswerte werden nur berücksichtigt, wenn für die Kostenträgerart das Kennzeichen GMK-Zuschläge gesetzt ist.
Wenn Sie die Zuschlagsberechnung zu Aufträgen bzw. Produktkostensammlern durchführen möchten und Kostenträgerhierarchien im Einsatz haben, sollten Sie im Customizing des Produktkosten-Controlling in der Kostenträgerart das Kennzeichen Verteilung aktiv setzen.
Bei Istkostenverteilung wird die Ermittlung der Gemeinkostenzuschläge über das Kalkulationsschema und ggf. den Zuschlagsschlüssel im Auftragsstammsatz beziehungsweise im Produktkostensammler gesteuert.
Wenn für die Kostenträgerart die Funktion Verteilung nicht aktiv ist, dann können Sie Gemeinkostenzuschläge sowohl für die Kostenträgerknoten in der Hierarchie als auch für die zugeordneten Aufträge ermitteln.
Zuschlagsberechnung in der Kundenauftragsfertigung
Bei der Zuschlagsberechnung sind in der Kundenauftragsfertigung einige Besonderheiten zu beachten.
Lesen Sie hierzu:
Zuschläge in der KundenauftragsfertigungZuschlagsberechnung im Controlling für Immaterielle Güter und Dienstleistungen
Sie tragen ein Kalkulationsschema und gegebenenfalls einen Zuschlagsschlüssel im Kostenträgerstammsatz des Kostenträger-allgemein ein.
Sie können ein Kalkulationsschema und einen Zuschlagsschlüssel im Customizing des Controlling für Immaterielle Güter und Dienstleistungen unter Grundeinstellungen für das Controlling immaterieller Güter ®
Kostenträgerprofile definieren als Vorschlagswert hinterlegen.
Funktionsumfang
Bei der Zuschlagsberechnung erfolgt eine Verrechnung der Gemeinkosten auf den Kostenträger auf der Basis mengenbezogener oder prozentualer Zuschläge.
Sie können die Gemeinkostenbezuschlagung simulieren (Testlauf).
Sie können die Zuschläge im Ist entweder zum zum letzten Tag der Periode buchen oder aber ein anderes Buchungsdatum eingeben. Das Buchungsdatum muß innerhalb der Periode liegen, für die die Zuschlagsrechnung ausgeführt wird.
Performance-Verbesserungen
Um die Laufzeit der Zuschlagsberechnung zu verkürzen, können Sie die Abrechnung parallelisiert ausführen.
Schedule Manager: Mehrstufiger Arbeitsvorrat
Zu den im Periodenabschluß durchgeführten Einzelfunktionen können Sie die fehlerhaft bearbeiteten Objekte anzeigen und bearbeiten. Dazu verwenden Sie den mehrstufigen Arbeitsvorrat. Der mehrstufige Arbeitsvorrat bietet die Möglichkeit, fehlerhafte Objekte nicht nur eines einzelnen Verarbeitungsschrittes (d.h. einer Einzelfunktion), sondern einer ganzen Verarbeitungsschrittfolge zu bearbeiten.
Voraussetzung für die Verwendung des mehrstufigen Arbeitsvorrates ist, daß Sie den Schedule Manager in Verbindung mit einer Ablaufdefinition verwenden.
siehe: „Integration" in diesem Abschnitt
Siehe auch:
Gemeinkosten GemeinkostenzuschlägeWeitere Informationen zu den im Customizing vorzunehmenden Einstellungen finden Sie im Einführungsleitfaden (IMG) des Produktkosten-Controlling.