Verwendung
Der Arbeitsvorrat des Schedule Managers ist ein mehrstufiger Arbeitsvorrat. Der Einsatz des mehrstufigen Arbeitsvorrats des Schedule Managers ist insbesondere für Periodenabschlußarbeiten sinnvoll.
Motivation: Warum ein mehrstufiger Arbeitsvorrat?
In früheren Releases wurde der Periodenabschluß im System R/3 als Aneinanderreihung von Batch-Jobs durchgeführt. Über die Batch-Jobs wurden die gewünschten Verarbeitungsschritte in der Reihenfolge des Jobaufrufes ausgeführt. Die Objektauswahl wurde pro Job festgelegt. Über die einzugebenen Selektionskritieren war es möglich, einen einheitlichen Selektionsumfang zu bestimmen. Dieser Selektionsumfang mußte je Verarbeitungsschritt (d.h. je Einzelfunktion des Periodenabschlusses) neu festgelegt werden.
Bei der Verarbeitung eines Objektes wurde nicht berücksichtigt, ob in einem vorhergehenden Verarbeitungsschritt Fehler zu demselben Objekt aufgetreten waren. So war es notwendig, nach Ausführung eines Jobs eine manuelle Kontrolle der fehlerhaften Objekte durchzuführen. Im Falle aufgetretener Fehler mußten diese Fehler beseitigt und der Job für den gesamten Selektionsumfang neu gestartet werden. In einigen Bereichen (z.B. im Periodenabschluß Periodisches Produkt-Controlling) war es bereits möglich, einen einstufigen Arbeitsvorrat zum einzelnen Verarbeitungsschritt zu erzeugen. Mit diesem einstufigen Arbeitsvorrat konnten die fehlerhaften Objekte je Verarbeitungsschritt angezeigt und die Fehlerursachen bestimmt werden. Anschließend konnte der Verarbeitungsschritt für die fehlerhaften Objekte, deren Fehlerursache beseitigt worden war, neu ausgeführt werden. Nicht verhindert wurde durch diesen Arbeitsvorrat, daß die fehlerhaften Objekte im folgenden Verarbeitungsschritt, d.h. im folgenden Job, verarbeitet wurden.
Vorteil des mehrstufigen Arbeitsvorrates
Der Arbeitsvorrat des Schedule Managers ist mehrstufig. Dies bedeutet, daß der Arbeitsvorrat nicht zu einem einzelnen Verarbeitungsschritt, sondern zu einer Folge von Verarbeitungsschritten erzeugt wird. Dadurch ermöglicht der Arbeitsvorrat eine effiziente Durchführung von regelmäßig auszuführenden Folgen von Verarbeitungsschritten. So kann beispielsweise die Durchführung von Periodenabschlußarbeiten durch den Einsatz des mehrstufigen Arbeitsvorrates erheblich verbessert werden.
Die Verwendung des mehrstufigen Arbeitsvorrat führt dazu
Eine manuelle Interaktion nach Beendigung eines jeden Jobs ist nicht mehr notwendig. Die Interaktion findet nun nach Ausführen einer Verarbeitungsschrittfolge, die mehrere Jobs umfaßt (zu Beispiel ein kompletter Einzelabschluß einer Anwendungskomponente) statt.
Des weiteren war es beim einstufigen Arbeitsvorrat oftmals notwendig, auf fehlerhafte Objekte folgende Verarbeitungsschritte wieder über den gesamten Selektionsumfang durchzuführen. Mit dem mehrstufigen Arbeitsvorrat werden die nachfolgenden Verarbeitungsschritte nur für die fehlerhaften Objekte erneut ausgeführt.
In der Regel wird die Job-Einplanung und die Job-Kontrolle von Mitgliedern des EDV-Teams durchgeführt. Diese sind oftmals nicht dafür zuständig, die in den Fehlerprotokollen aufgezeigten Fehlerursachen zu beseitigen. Mit dem mehrstufigen Arbeitsvorrat haben Sie nun die Möglichkeit, direkt die Personen über die fehlerhaften Objekte zu informieren, die die Fehlerursachen beseitigen sollen. Diese Benachrichtigung erfolgt per Mail, die durch den
Workflow automatisch verschickt wird.
Integration
Der mehrstufige Arbeitsvorrat ist Bestandteil des Schedule Managers und wird immer in Verbindung mit den anderen Einzelfunktionen des Schedule Manager verwendet (siehe "Voraussetzungen").
Folgende Anwendungen, Funktionen und Objekte sind bisher an den mehrstufigen Arbeitsvorrat angeschlossen:
Kostenträgerrechnung: Produktionsaufträge & Produktkostensammler
Ablauf |
Periodenabschluß Produktionsaufträge &
Produktkostensammler |
Selektionsumfang für Verarbeitungsobjekte |
Der Abschluß umfaßt Fertigungsaufträge, CO-Fertigungsaufträge (Fertigungsaufträge ohne Mengengerüst), Prozeßaufträge; Produktkostensammler und QM-Aufträge. Bei Kuppelproduktion werden einige der Periodenabschlußarbeiten auf der Ebene von den Auftragspositionen der Produktionsaufträge durchgeführt. Voraussetzung ist, daß für die genannten Objekte die folgenden Bedingungen gelten:
Produktkostensammler sind Objekte des Periodischen Produkt-Controllings. Produktionsaufträge (inklusive der Fertigungsaufträge ohne Mengengerüst) sind Objekte des Auftragsbezogenen Produkt-Controllings. |
Verarbeitungsschritt |
Objekte |
Template-Verrechnung |
Auftragskopf (auch Produktkostensammler) |
Nachbewertung Isttarife |
Auftragskopf (auch Produktkostensammler) |
Ist-Zuschläge |
Auftragskopf (auch Produktkostensammler) |
Vorabrechnung Kuppelprodukte, Nacharbeit |
|
WIP-Ermittlung |
Fertigungs- und Prozeßaufträge bzw. bei Kuppelproduktion deren Positionen, sowie CO-Fertigungsaufträge und Produktkostensammler |
Abweichungsermittlung |
Fertigungs- und Prozeßaufträge bzw. bei Kuppelproduktion deren Positionen, sowie CO-Fertigungsaufträge und Produktkostensammler |
Abrechnung |
Fertigungs- und Prozeßaufträge bzw. bei Kuppelproduktion deren Positionen, sowie CO-Fertigungsaufträge und Produktkostensammler |
Kostenträgerrechnung: Kostenträger-Identnummer (Kostenträgerknoten einer Kostenträgerhierarchie und Kostenträger-allgemein)
Ablauf |
Periodenabschluß Kostenträger-Identnummer |
Selektionsumfang für Verarbeitungsobjekte |
Der Abschluß umfaßt:
Kostenträgerhierarchien gehören zur Anwendungskomponenten Periodisches Produkt-Controlling.
Kostenträger-allgemein sind Objekte des Controllings für Immaterielle Güter und Dienstleistungen. |
Verarbeitungsschritt |
Objekte |
Template-Verrechnung |
Kostenträgerknoten von Kostenträgerhierarchien oder der Kostenträgerhierarchie zugeordnete Einzelobjekte (Produktkostensammler, Produktionsaufträge oder Fertigungsaufträge ohne Mengengerüst); Kostenträger-allgemein |
Nachbewertung Isttarife |
Kostenträgerknoten von Kostenträgerhierarchien oder der Kostenträgerhierarchie zugeordnete Einzelobjekte; |
Istkostenverteilung |
Kostenträgerknoten von Kostenträgerhierarchien, die den untersten Kostenträgerknoten zugeordneten Einzelobjekte sind die endgültigen Empfänger |
Ist-Zuschläge |
Je nach Customizing die Kostenträgerknoten von Kostenträgerhierarchien oder die der Kostenträgerhierarchie zugeordneten Einzelobjekte; |
Vorabrechnung Kuppelprodukte, Nacharbeit |
Nur für Aufträge, die der Kostenträgerhierarchie zugeordnet sind:
|
WIP-Ermittlung |
die einer Kostenträgerhierarchie zugeordneten Einzelobjekte; nicht: Auftragspositionen bei Kuppelproduktion, CO-Fertigungsaufträge |
Abweichungsermittlung |
Je nach Customizing die Kostenträgerknoten von Kostenträgerhierarchien oder die der Kostenträgerhierarchie zugeordneten Einzelobjekte |
Abrechnung |
Je nach Customizing der oberste Knoten einer Kostenträgerhierarchie oder alle Knoten der Kostenträgerhierarchie; gegebenenfalls alle Aufträge, die der Kostenträgerhierarchie zugeordnet sind und bei Kuppelproduktion die Positionen der Produktionsaufträge; alle Kostenträger-allgemein |
Projektsystem
Ablauf |
Periodenabschluß Projektsystem |
Selektionsumfang für Verarbeitungsobjekte |
PSP-Elemente, Netzpläne und Aufträge |
Verarbeitungsschritt |
Objekte |
Generierung Abr.Vorschrift |
PSP-Elemente |
Template-Verrechnung |
PSP-Elemente, Netzpläne und Aufträge |
Ist-Zuschläge |
PSP-Elemente, Netzpläne und Aufträge |
Nachbewertung Ist-Tarife |
PSP-Elemente, Netzpläne und Aufträge |
Kostenprognose |
Netzpläne |
Verzinsung |
PSP-Elemente, Netzpläne und Aufträge |
Projektfortschritt |
PSP-Elemente, Netzpläne und Aufträge |
Ergebnisermittlung |
PSP-Elemente und Aufträge |
Auftragseingang |
PSP-Elemente |
Abrechnung |
PSP-Elemente, Netzpläne und Aufträge |
Reporting |
PSP-Elemente, Netzpläne und Aufträge |
Innenaufträge
Verarbeitungsschritt |
Periodenabschluß Innenaufträge |
Selektionsumfang für Verarbeitungsobjekte |
Innenaufträge, Instandhaltungsaufträge |
Verarbeitungsschritt |
Objekte |
Template-Verrechnung |
Innenaufträge, Instandhaltungsaufträge |
Nachbewertung Isttarife |
Innenaufträge, Instandhaltungsaufträge |
Ist-Zuschläge |
Innenaufträge, Instandhaltungsaufträge |
Verzinsung |
Innenaufträge, Instandhaltungsaufträge |
Ergebnisermittlung |
Innenaufträge, Instandhaltungsaufträge |
Abrechnung |
Innenaufträge, Instandhaltungsaufträge |
Kundenaufträge
Verarbeitungsschritt |
Periodenabschluß Kundenaufträge |
Selektionsumfang für Verarbeitungsobjekte |
kosten- und erlösführende Kundenauftragsposition |
Verarbeitungsschritt |
Objekte |
Template-Verrechnung |
kosten- und erlösführende Kundenauftragsposition |
Nachbewertung Isttarife |
kosten- und erlösführende Kundenauftragsposition |
Ist-Zuschläge |
kosten- und erlösführende Kundenauftragsposition |
Ergebnisermittlung |
kosten- und erlösführende Kundenauftragsposition |
Abrechnung |
kosten- und erlösführende Kundenauftragsposition |
Voraussetzungen
Sie arbeiten mit dem Schedule Manager und verwenden alle Funktionen des Schedule Managers.
Voraussetzung für den Einsatz des mehrstufigen Arbeitsvorrates ist, daß eine konstante Menge von Objekten (oder in nachfolgenden Durchläufen deren Teilmenge) in einer vordefinierten Abfolge sequentieller Verarbeitungsschritte bearbeitet wird.
Die Selektionsmenge der Objekte wird bestimmt über die von Ihnen ausgewählte Anwendung - zum Beispiel: Kostenträgerrechnung: Produktionsaufträge und Produktkostensammler – (siehe oben) sowie gegebenenfalls über zusätzliche Eingaben, die Sie beim Anlegen von Reportvarianten vornehmen (siehe unten).
Die Abfolge sequentieller Verarbeitungsschritte wird in einer Ablaufdefinition festgelegt.
Im Detail bedeutet dies, daß Sie wie folgt vorgehen:
Sie verzweigen in die Ablaufdefinition über den Menüpunkt Zusätze ® Ablaufdefinition bearbeiten. Beim Anlegen der Ablaufdefinition
Um die Pflege der Ablaufdefinition zu erleichtern, gibt das System eine Schablone vor. Diese besteht aus einem Aufgabenplatzhalter zu Beginn des Ablaufs sowie einem Aufgabenplatzhalter innerhalb einer Rückkopplungsschleife. Den Platzhalter zu Beginn des Ablaufs vor der Rückkopplungsschleife definieren Sie als Aufgabe für den Report zur Selektion des Arbeitsvorrats. Die Einzelfunktionen des Periodenabschlusses definieren Sie als Aufgaben innerhalb der Rückkopplungsschleife.
Um die Selektion oder eine Einzelfunktion (zum Beispiel die Zuschlagsberechnung) als Aufgabe zu definieren, setzen Sie beim Anlegen der Aufgabe das Kennzeichen Programm. Sie wählen anschließend aus einer Vorschlagsliste den Report aus, den Sie in die Verarbeitungsfolge einbinden möchten (zum Beispiel „ Zuschläge: Arbeitsvorrat Produktionsaufträge").
Anschließend legen Sie eine Reportvariante für das Ausführen des Reports an. Pflegen Sie die Parameter für die Variante. Sie können an dieser Stelle beispielsweise hinterlegen, ob eine Detailliste ausgegeben werden soll und ob die Verarbeitung parallel auf mehreren Servern ausgeführt werden soll.
Über ein Selektionsschema können Sie den Selektionsumfang der zu bearbeitenden Objekte weiter filtern.
Zudem geben Sie Periode und Geschäftsjahr ein.

Sie können dieselbe Ablaufdefinition immer wieder verwenden, wenn Sie in der Pflege der Reportvariante für die Periode und das Geschäftsjahr keine Festwerte, sondern Selektionsvariablen verwenden. Das System ermittelt in diesem Falle Periode und Geschäftsjahr der Einzelfunktionen beim Ausführen der Ablaufdefinition dynamisch aus den dann gerade aktuellen Werten für diese Variablen. Dies ist nur dann möglich, wenn Sie Selektionsvariablen – sogenannte TVARV-Variablen – für die Parameter Periode und Geschäftsjahr benutzt werden. Sie hinterlegen beim Anlegen der Reportvariante, daß Sie mit Selektionsvariablen arbeiten. Sie pflegen die Selektionsvariablen selbst, indem Sie direkt in die Transaktion STVARV einsteigen oder indem Sie über das Menü des Schedule Manager über Zusätze ® Einstellungen ® Selektionsvariablen in die Transaktion einsteigen und dort die Variablen auf die jeweils zu bearbeitende Periode und das zu bearbeitende Geschäftsjahr umstellen. Auf diese Weise können Sie in jedem Monat dieselbe Jobvariante verwenden. Sie müssen lediglich vor Ausführen der Jobvariante die TVARV-Variable aktualisieren.
Sie hinterlegen eine Benutzerentscheidung, wenn Sie möchten, daß nach einem oder mehreren Verarbeitungsschritten das bisherige Ergebnis der Verarbeitung kontrolliert wird. An die Person, die die Ergebnisse kontrollieren soll (in der Regel ist dies der Controller) verschickt das System nach Ausführung der vorangehenden Verarbeitungsschritte eine automatische Mail. Sie bestimmen beim Anlegen der Ablaufdefinition, welcher Benutzer diese Mail erhalten wird.
Wenn Sie mit dem mehrstufigen Arbeitsvorrat arbeiten, dann gibt das System immer als letzten Schritt einer Ablaufdefinition eine Benutzerentscheidung und eine Rückkopplungsschleife für den Wiedereinstieg in die Nachbearbeitung vor.
Sie können Benutzerinteraktionen auch an anderen Stellen der Ablaufdefinition einfügen, wenn Sie möchten, daß die bis zu einem bestimmten Verarbeitungsschritt bearbeiteten Objekte kontrolliert werden, bevor eine Weiterverarbeitung erfolgt.
Durch die Freigabe der Kontrolle der fehlerhaften Objekte wird später eine automatische Nacharbeit der fehlerhaften Objekte erfolgen können.
Funktionsumfang
Grundfunktionen des mehrstufigen Arbeitsvorrates
Der mehrstufige Arbeitsvorrat wird nicht nur für einen einzelnen Verarbeitungsschritt, sondern für eine Folge von Verarbeitungsschritten erzeugt.
Der Selektionsumfang wird einmal bestimmt und gilt für alle Verarbeitungsschritte. Der Arbeitsvorrat umfaßt die Objekte des Selektionsumfanges, für die eine Verarbeitung in der aktuellen Verarbeitungsschrittfolge zulässig und notwendig ist. Somit entspricht der Selektionsumfang dem Maximalumfang des Arbeitsvorrates. Zum Selektionsumfang können für einzelne Verarbeitungsschritte Einschränkungen hinterlegt werden. Die Festlegung dieser Einschränkungen erfolgt in der Regel durch Selektionsschemata, die beim Anlegen der Reportvariante hinterlegt werden.
Die Verarbeitungsschritte werden in einer im Scheduler in der Ablaufsteuerung fest definierten Reihenfolge ausgeführt, wobei je Objekt und je Verarbeitungsschritt ein Verarbeitungsstatus fortgeschrieben wird. Der Verarbeitungsstatus gibt an, ob die Weiterverarbeitung des Objektes erlaubt ist.
Jeder Verarbeitungsschritt enthält nur die Objekte, für die (aufgrund des Verarbeitungsstatus des letzten Verarbeitungsschritts) die Verarbeitung für diesen Schritt erlaubt ist.
Abhängigkeiten zwischen Objekten werden je Verarbeitungsschritt anwendungsspezifisch interpretiert. So kann es beispielsweise notwendig sein, für die Verarbeitung eines Objektes in einem Schritt weitere Objekte zu berücksichtigen. Das System berücksichtigt solche Objektabhängigkeiten automatisch. Sie müssen keine zusätzlichen Einstellungen vornehmen.

Zu einem PSP-Element (unbewerteter Projektbestand) soll eine Ergebnisermittlung durchgeführt werden. Dem PSP-Element sind Fertigungsaufträge zugeordnet, deren Istkosten bei der Ergebnisermittlung mit berücksichtigt werden sollen.
Es gibt einzelne Arbeitsvorräte je Verarbeitungsschrittfolge (d.h. je Ablaufdefinition). Typische Verarbeitungsschrittfolgen sind die Periodenabschlüsse zu den einzelnen Anwendungskomponenten. Es werden einzelne Arbeitsvorräte je Anwendung (z.B. für Innenaufträge, für Projekte) erzeugt.
Der mehrstufige Arbeitsvorrat erfüllt folgende Grundanforderungen:
Objektabhängigkeiten können beispielsweise auftreten

Sie führen im Projektsystem eine Ergebnisermittlung zu PSP-Elementen durch. Über die Selektionskriterien bestimmt das System zunächst die relevanten PSP-Elemente. Diese PSP-Elemente sind die ursprünglich zu verarbeitenden Objekte und werden deshalb "Primärobjekte" genannt.
Die Ergebnisermittlung berücksichtigt auch Werte, die auf die den PSP-Elementen zugeordneten Fertigungsaufträgen gebucht sind. Diese Fertigungsaufträge werden aufgrund ihrer Abhängigkeit zum PSP-Element selektiert. Sie werden Sekundärobjekte genannt.
Die Ermittlung der Sekundärobjekte hängt nicht nur von der Art des Arbeitsvorrates (z.B. Kostenträgerhierarchien, Projekte) ab, sondern auch von der jeweiligen betriebswirtschaftlichen Funktion und von den prozessierten Objekten.

Sie führen den Periodenabschluß zu einer Kostenträgerhierarchie durch.
Sie führen die Ist-Zuschlagsermittlung auf der Ebene der Kostenträgerknoten durch. In diesem Falle gibt es keine abhängigen Objekte, da jeder Kostenträgerknoten selbst bezuschlagt wird. Beziehungen zu anderen Kostenträgerknoten spielen dabei keine Rolle.
Zu einer anderen möchten Sie die auf die Kostenträgerknoten gebuchten Istkosten auf die den untersten Kostenträgerknoten zugeordneten Produktkostensammler verteilen. Bei der Verteilung ergibt sich folgender Zustand:
Sobald ein Kostenträgerknoten einer Kostenträgerhierarchie Primärobjekt ist, sind alle anderen Knoten (sofern sie nicht auch Primärobjekt sind) Sekundärobjekte.
Beim Durchführen der Ablaufdefinition erhalten die einzelnen Verarbeitungsschritte eine Liste der zu verarbeitenden Objekte. Jeder Verarbeitungsschritt meldet je Objekt den Verarbeitungsstatus und Liste der aufgetretenen Nachrichten an den Arbeitsvorrat zurück.

Der Selektionsumfang kann alle Objekte enthalten, die in einem bestimmtem Ablauf bearbeitet werden sollen. Es kann aber sinnvoll sein, den gleichen Ablauf mehrfach parallel über voneinander unabhängige Selektionsumfänge auszuführen. Durch diese "manuelle Parallelisierung" kann eine reduzierte Gesamtlaufzeit erreicht werden.

In der Kostenträgerrechnung möchten Sie für die Anwendungskomponente Auftragsbezogenes Produkt-Controlling den Periodenabschluß durchführen. Dabei können alle Fertigungsaufträge und Prozeßaufträge eines Werkes oder aller Werke eines Kostenrechnungskreises bearbeitet werden.
Sie bilden mehrere Selektionsumfänge, in der Sie je Werk und Auftragsart selektieren. Dies bedeutet, daß beispielsweise ein Selektionsumfang alle Fertigungsaufträge eines Werkes und ein anderer Selektionsumfang alle Prozeßaufträge desselben Werkes umfaßt.
Jeder Folgeschritt wird erst gestartet, wenn der vorangegangene Verarbeitungsschritt vollständig abgearbeitet wurde.
Eine manuelle Kontrolle durch den Benutzer wird nach Ausführen der gesamten Verarbeitungsschrittfolge durch die Benutzerentscheidung erzwungen.
Der in der Ablaufdefinition hinterlegte, benutzerdefinierte Ablauf der einzelnen Verarbeitungsschritte, die Kontrolle der fehlerhaften Objekte sowie die Freigabe dieser Kontrolle (zur erneuten Verarbeitung der Objekte) sollen so oft iteriert werden, bis alle Objekte in allen Verarbeitungsschritten den Verarbeitungsstatus "OK" besitzen. Ist dies erreicht, so wird die Bearbeitung beendet.
Bearbeitung von Objekten im Arbeitsvorrat
Sie bearbeiten den Arbeitsvorrat im Monitor. Dort können Sie unter anderem eine Liste der fehlerhaften Objekte anzeigen und die zu den einzelnen Objekten gesammelten Meldungen anzeigen. Dies unterstützt Sie bei der Analyse und der Beseitigung von Fehlerursachen.
Sie haben im Monitor die Möglichkeit, manuell festzulegen, wie Objekte im nächsten Durchlauf der Verarbeitungsschrittfolge behandelt werden sollen. Sie können beispielsweise festlegen

Hat ein Objekt erfolgreich im Echtlauf an der Projektverzinsung teilgenommen, so kann eine neue Verarbeitung nur angestoßen werden, wenn die vorherige Verzinsung zuvor storniert wurde. Wurde keine Stornierung durchgeführt, so nimmt das Objekt trotz des entsprechenden Verarbeitungsstatus nicht an der erneuten Verzinsung teil.
Sie steuern dies über den Verarbeitungsstatus zu Objekt und Verarbeitungsschritt.

Beachten Sie unbedingt:
Wenn ein Objekt, nachdem es gemäß der per Ablaufdefinition festgelegte Verarbeitungsschrittfolge verarbeitet wurde, verändert wird, beispielsweise indem Sie das Objekt mit zusätzlichen Kosten belastet, so wird diese Änderung nicht mehr berücksichtigt, wenn das Objekt im Arbeitsvorrat bereits fehlerfrei verarbeitet wurde. Setzen Sie deshalb in diesem Falle für den ersten Verarbeitungsschritt in der Verarbeitungsschrittfolge den Verarbeitungsstatus so um, daß eine erneute Verarbeitung erzwungen wird.
Siehe auch:
Ausführliche Informationen zum Monitor und dazu, wie Sie mit dem Monitor arbeiten, finden Sie in den Abschnitten:
Schedule Manager: Monitor - Arbeiten mit der Objektliste
Arbeitsvorrat bearbeiten VerarbeitungsstatusAnstoßen der Nacharbeit von Objekten
Automatisierte Nacharbeit
Wurden alle Objekte bearbeitet und die Fehler beseitigt beziehungsweise haben Sie hinterlegt, daß der zuvor fehlerhafte Verarbeitungsschritt nun übersprungen werden soll, so kann der erneute Ablauf der Verarbeitungsschrittfolge angestoßen werden, um die im letzten Ablauf als fehlerhaft gekennzeichneten Objekte weiterzuverarbeiten. Sie stoßen dazu die Nacharbeit aus der Mail heraus wieder an.
Das System bearbeitet dann die Objekte des Selektionsumfanges, die im ersten Durchlauf der Verarbeitungsfolge nicht fehlerfrei verarbeitet wurden und die, zu denen eine Wiederverarbeitung manuell erzwungen wurde. Jedes Objekt beginnt seine Verarbeitung mit dem Verarbeitungsschritt, der nicht fehlerfrei durchgeführt werden konnte oder zu dem die Verarbeitung manuell erzwungen wurde. Es werden demnach nur die Verarbeitungsschritte für ein Objekt wiederholt, die im vorangegangenen Durchlauf fehlerhaft waren oder noch nicht durchgeführt wurden oder für die eine erneute Verarbeitung erzwungen wurden.
Beim erstmaligen Lauf und beim Wiederholungslauf werden in jedem Schritt nur die Objekte bearbeitet, die im vorigen Verarbeitungsschritt erfolgreich und im laufenden Schritt noch nicht erfolgreich verarbeitet wurden. Dadurch beschränkt sich im Wiederholungsfalle pro Verarbeitungsschritt die abzuarbeitende Objektmenge auf die Objekte, bei deren Verarbeitung im Erstlauf in diesem Schritt oder in vorangehenden Schritten Fehler aufgetreten sind. Auch dabei werden Abhängigkeiten zwischen Objekten berücksichtigt, d.h. abhängig von dem zu verarbeitenden Objekt und dem Verarbeitungsschritt müssen gegebenenfalls zusätzliche Objekte wieder mitverarbeitet werden, obwohl deren Verarbeitung bereits erfolgreich gelaufen ist.
Reorganisation der Verwaltungsdaten des mehrstufigen Arbeitsvorrates
Die Verwaltungsdaten des mehrstufigen Arbeitsvorrates umfassen den Selektionsumfang, die Schrittinformation (Ablaufschritt), den Verarbeitungsstatus zum Objekt und die Fehlernachrichten zum Objekt. Diese Verwaltungsdaten werden zusammen mit den Workflow-Daten des Schedule Manager gelöscht. Eine Archivierung der Arbeitsvorräte ist nicht möglich.
Aktivitäten
Nach Ausführen aller Verarbeitungsschritte werden Sie vom System durch eine Mail informiert, daß das Ergebnis der Verarbeitungsschritte zur Prüfung bereitsteht. Sie werden aufgefordert, nach erfolgter Prüfung - und gegebenenfalls durchgeführten Fehlerkorrekturen - zu entscheiden, ob eine erneute Nacharbeit durchgeführt werden soll oder nicht.
Um die relevanten Prüfungen vorzunehmen, verzweigen Sie in den Monitor des Schedule Managers.
Sie verzweigen in den Monitor
Siehe auch:
Mehrstufiger Arbeitsvorrat: Ablauf