Mehrstufiger Arbeitsvorrat: Ablauf 

Voraussetzungen

Sie haben eine Ablaufdefinition erstellt. In der Ablaufdefinition definieren Sie die Folge von Verarbeitungsschritten, die Sie durchführen möchten. Ein Verarbeitungsschritt entspricht einer Einzelfunktion. Beispiele für einzelne Verarbeitungsschritte sind die WIP-Ermittlung, die Abweichungsermittlung und die Abrechnung. Werden diese Einzelfunktionen in einer Ablaufdefinition miteinander verknüpft, so entsteht eine Verarbeitungsschrittfolge.

Sie haben die Ablaufdefinition im Scheduler eingeplant.

Ablauf

  1. Das System startet die Verarbeitungsschrittfolge entsprechend der im Scheduler vorgenommenen Einplanung. Die Selektion der zu verarbeitenden Objekte erfolgt nach folgender Logik:
  1. Das System führt die Verarbeitungsschritte durch.
  2. Nachdem das System alle Verarbeitungsschritte durchgeführt hat, erhält der Benutzer über eine Mail die Information, daß die eingeplante Folge von Verarbeitungsschritten ausgeführt wurde. Diese Mail ist über die Anbindung des Workflow realisiert.
  3. Aus der Mail heraus können Sie die Verarbeitung fehlerhafter Objekte wiederholen.
  4. Im Monitor des Schedule Managers kann der Benutzer die bearbeiteten Objekte mit Ihrem Verarbeitungsstatus anzeigen.
  5. Der Benutzer bearbeitet die fehlerhaften Objekte.
  6. Der Benutzer stößt aus der Mail in seinem Office-Eingang die Verarbeitungsschrittfolge erneut an.
  7. Das System bearbeitet nun die Objekte des Selektionsumfanges, die im ersten Durchlauf der Verarbeitungsfolge nicht fehlerfrei verarbeitet wurden oder zu denen die Verarbeitung manuell erzwungen wurde.

Jedes Objekt beginnt seine Verarbeitung mit dem Verarbeitungsschritt, der nicht fehlerfrei durchgeführt werden konnte.

Die darauf folgenden Verarbeitungsschritte werden anschließend in der festgelegten Reihenfolge automatisch angestoßen.

Wird ein Objekt im ersten Durchlauf einer Verarbeitungsschrittfolge fehlerfrei verarbeitet und werden anschließend - vor dem zweiten Durchlauf der Verarbeitungsschrittfolge - Veränderungen zu diesem Objekt vorgenommen, so führen diese Änderungen nicht dazu, daß das Objekt automatisch erneut verarbeitet wird. Wenn Sie möchten, daß das Objekt erneut verarbeitet wird, so setzen Sie manuell den entsprechenden Verarbeitungsstatus.

Der Fertigungsauftrag 1000000 wird wie alle anderen Fertigungsaufträge des Werkes 1000 im Periodenabschluß des Auftragsbezogenen Produkt-Controllings berücksichtigt. Für den Auftrag wird Ware in Arbeit in Höhe von EUR 1.000 ermittelt und an die Finanzbuchhaltung (FI)) abgerechnet. Alle Verarbeitungsschritte (zum Beispiel WIP-Ermittlung und Abrechnung) der Verarbeitungsschrittfolge wurden also fehlerfrei ausgeführt.

Es wurden jedoch nicht alle Fertigungsaufträge fehlerfrei verarbeitet. So erhielt zum Beispiel der Fertigungsauftrag 1000005 zum Verarbeitungsschritt WIP-Ermittlung den Verarbeitungsstatus fehlerhaft und der Fertigungsauftrag 1000010 zum Verarbeitungsschritt Abrechnung.

Nachdem die Ware in Arbeit für alle Fertigungsaufträge - also auch für Fertigungsauftrag 1000000 - abgerechnet wurde, wird der Fertigungsauftrag 1000000 mit zusätzlichen Kosten in Höhe von EUR 200 bebucht.

Sie beseitigen die Fehler zu den Fertigungsaufträgen 1000005 und 1000010 und stoßen anschließend die Verarbeitungsschrittfolge erneut an. Die Fertigungsaufträge 1000005 und 1000010 werden erneut verarbeitet. Fertigungsauftrag 1000000 wird nicht verarbeitet, da die Verarbeitung im ersten Durchlauf fehlerfrei haben.

Möchten Sie eine erneute Verarbeitung von Fertigungsauftrag 1000000 erzwingen, so können Sie dies steuern, indem Sie den entsprechenden Verarbeitungsstatus manuell setzen.

Siehe auch:

Schedule Manager: Arbeitsvorrat

Schedule Manager: Monitor - Arbeiten mit der Objektliste

Verarbeitungsstatus zu Objekt und Verarbeitungsschritt

Arbeitsvorrat bearbeiten