Validierungen 

Die Validierungsfunktion ermöglicht Ihnen, mit Hilfe benutzerdefinierter Regeln die in der R/3-Umgebung eingegebenen Werte und Wertintervalle zu prüfen. Wenn Daten ins System eingegeben werden, werden sie gegen die Validierungsregeln geprüft. Falls die Daten diesen Regeln nicht entsprechen, werden sie u.U. nicht verbucht. Da die Validierung vor der Buchung durchgeführt wird, werden also nur geprüfte Daten ins EC-EIS bzw. EC-BP aufgenommen.

Validierungen sind immer für einen Aspekt gültig und werden im Customizing angelegt. Wie Sie Validierungen pflegen und kopieren, ist im Customizing ausführlich beschrieben.

Falls Sie Validierungen zum ersten Mal für einen Aspekt pflegen, generiert das System zuerst die notwendige Umgebung.

Im EC-EIS bzw. EC-BP können die Validierungen an drei Stellen verwendet werden:

  1. Für die manuelle Erfassung von Bewegungsdaten können Sie Regeln hinterlegen, die vor dem Sichern geprüft werden. Dadurch können Sie die Erfassung von fehlerhaften oder falsch eingegebenen Daten verhindern. (Allgemeine Informationen zur Datenerfassung finden Sie unter Bewegungsdaten).
  2. Wie bei der Erfassung von Bewegungsdaten können Sie Regeln für die interaktive Planung hinterlegen, die vor dem Sichern geprüft werden. (Allgemeine Informationen zur Planung finden Sie unter Unternehmensplanung).
  3. Validierungsregeln können auch für die maschinelle Datenübertragung hinterlegt werden. Die empfangenen Sätze werden nach dem Verdichten (aber vor dem Verbuchen!) nach diesen Regeln geprüft. Dadurch werden falsch eingegebene oder fehlerhafte Daten nicht ins EC-EIS übertragen. (Allgemeine Informationen zur Datenübertragung finden Sie unter Datenbeschaffung).

Eine Validierung kann aus bis zu 999 Schritten bestehen. Die Schritte werden bei einer Prüfung nacheinander abgearbeitet. Ein Validierungsschritt besteht aus folgenden Komponenten:

Über die Voraussetzung werden die zu verprobenden Eingabewerte selektiert. Wenn Eingabewerte nicht zur Verprobung ausgewählt werden (wenn die Voraussetzung nicht erfüllt ist), sind die Werte gültig und die Transaktion wird fortgesetzt. In manchen Fällen ist die Verwendung einer Voraussetzung nicht notwendig.

Bei der Prüfung werden die über die Voraussetzung ausgewählten Werte verprobt. Wenn die Prüfaussage wahr (TRUE) ist, wird die Transaktion fortgesetzt. Wenn die Prüfaussage unwahr (FALSE) ist, wird vom System eine Meldung ausgegeben.

Wenn die Voraussetzung erfüllt ist, die Prüfung aber nicht, wird eine Nachricht ausgegeben.

Voraussetzungen und Prüfungen werden mit Hilfe der Booleschen Logik definiert. Sie können einfache logische Aussagen definieren, Sie können aber durch die Verwendung von Regeln, User-Exits und Sets in Ihren logischen Formeln auch sehr komplexe Aussagen definieren. Weitere Informationen zur Booleschen Logik finden Sie unter Validierung, Substitution und Regeln.

Es gibt vier verschiedene Typen oder Schweregrade von Nachrichten:

Typ

Bedeutung

A

Abbruch

E

Fehler

W

Warnung

I

Information

 

Nachrichten vom Typ A und E sind schwerwiegende Fehler, die dazu führen, daß die Daten nicht verbucht werden. Nachrichten vom Typ W und I sind nur Zusatzinformationen, die protokolliert werden, aber die Daten werden trotzdem verbucht.

Arten von Validierungen

Es gibt zwei verschiedene Arten von Validierungen im EC-EIS und EC-BP.

  1. Einzelsatzvalidierung
  2. Bei der Einzelsatzvalidierung wird jeder neue bzw. geänderte Datensatz einzeln geprüft. Es kann z.B. geprüft werden, ob jeweils die Summe zweier Kennzahlen kleiner oder gleich einer dritten Kennzahl ist.

    Wenn der Erlös größer als Null ist, muß der Erlös größer als die Summe der Boni und der Verkaufsprovision sein.

    Wie Sie diese Validierung definieren, finden Sie unter Beispiel für eine Einzelsatzvalidierung.

  3. Matrixvalidierung

Bei der Matrixvalidierung wird die Gesamtheit der Datensätze überprüft. Es kann z.B. geprüft werden, ob die Summe der Aktiva gleich der Summe der Passiva ist.

Die Plandaten für das laufende Jahr dürfen nicht mehr als 20% von den Istdaten für das Vorjahr abweichen.

Wie Sie diese Validierung definieren, finden Sie unter Beispiel für eine Matrixvalidierung.

Regeln und Validierungen pflegen bzw. kopieren

Teile von Validierungen, die Sie häufiger verwenden oder die Sie in mehreren Validierungen verwenden wollen, können Sie in sogenannten Regeln ablegen und immer wieder in Ihren Validierungen verwenden. Es ist auch möglich Validierungen und Regeln zu kopieren. Weitere Informationen zur Pflege von Validierungen und Regeln finden Sie im Customizing.

Validierungen aktivieren

Nachdem Sie eine Validierung angelegt haben, müssen Sie sie für die Datenerfassung, Planung bzw. Datenübertragung aktivieren. Wie Sie Validierungen aktivieren, finden Sie unter Aktivierung der Validierungen für die Datenerfassung und Planung und Aktivierung der Validierungen für die Datenübertragung.