FunktionsdokumentationErfassung von operationsbezogenen Prozeduren

 

Im Rahmen eines ambulanten Besuchs (Operation) können Sie die medizinische Dokumentation der erbrachten Prozeduren hinterlegen. Jede Prozedur können Sie nach einem Prozedurenkatalog verschlüsselt hinterlegen. Weitere Informationen zur Erfassung von operationsbezogenen Prozeduren finden Sie unter Prozedur operationsbezogen erfassen.

Hinweis Hinweis

Wenn Sie verhindern möchten, dass Prozeduren außerhalb des stationären Aufenthaltes erfasst werden können, können Sie dies über die Nachrichtensteuerung im Customizing einstellen. Sie finden diese Customizing-Aktivität unter Anfang des Navigationspfads Branchenlösung Krankehnaus Navigationsschritt Grundeinstellungen Navigationsschritt Systemparameter Navigationsschritt Nachrichtensteuerung Navigationsschritt Nachrichten pflegen Ende des Navigationspfads.

  • Funktion: NICP

  • Arbeitsgebiet: N3

  • Meldung: 299

  • voreingestellter Nachrichtentyp: W

  • Nachrichtentyp: <Ihre Wahl>

  • Nachrichtentext: Prozedur & liegt außerhalb des stationären Aufenthaltes

Ende des Hinweises

Sie können darüber hinaus operationsunabhängige medizinische Prozeduren erfassen. Weitere Informationen finden Sie unter Prozedur fallbezogen erfassen.

Über das Business Add-In (BAdI) ISH_PROCEDURE_PROPOS können Sie beim Anlegen einer Prozedur modifikationsfrei bestimmte Felder vorbelegen. Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation des BAdIs. Weitere Informationen zu kundenspezifischen Erweiterungsmöglichkeiten im IS-H-System finden Sie unter Kundenspezifische Anpassungs- bzw. Erweiterungsmöglichkeiten.

Aktivitäten

Schlüssel der Prozedur erfassen (Operationsschlüssel)

Die Schlüssel der Prozeduren können Sie auf dem Bild Operation ändern: Operationsdaten/Leistungen auf der Registerkarte Prozeduren erfassen.

Hinterlegen Sie den Schlüssel einer Prozedur im Feld OP-Code.

Hinweis Hinweis

Der Schlüssel bezieht sich auf den Katalog, den Sie im Customizing des SAP Patient Management unter Katalogarten definieren als Prozedurenkatalog hinterlegt haben, z. B. ICPM in Deutschland.

Ende des Hinweises

Wenn Sie den Schlüssel der Prozedur nicht kennen, können Sie ihn über die Wertehilfe ermitteln. Dabei sucht das System in dem eingestellten Prozedurenkatalog.

Bei der Erfassung der operationsbezogenen Prozeduren werden die Leistungen, die Sie im Customizing der Prozedur zugeordnet haben, automatisch vom System generiert. Wenn es sich bei dieser Leistung um eine Gruppenleistung handelt, bei der im Leistungsstamm das Kennzeichen sofort auflösen gesetzt ist, löst das System die Leistungsgruppe sofort auf und ordnet die untergeordneten Leistungen ebenfalls der Prozedur zu.

Hinweis Hinweis

Weitere Informationen zur Zuordnung der Prozeduren zu den Leistungen im IS-H-Customizing finden Sie unter Anfang des Navigationspfads Branchenlösung Krankenhaus Navigationsschritt Krankenhaus-Basisdaten Navigationsschritt Leistungsstammdaten Navigationsschritt Leistungen OP-Codes zuordnen Ende des Navigationspfads.

Fallbezogenen Prozeduren können Sie keine Leistungen zuordnen.

Ende des Hinweises
Hauptleistung

Eine der zu einer Operation erfassten Prozeduren müssen Sie als Hauptleistung kennzeichnen. Setzen Sie dazu das Kennzeichen HC (Hauptcode). Nur in Ausnahmefällen dürfen Sie mehr als eine Prozedur als Hauptleistung kennzeichnen. Beachten Sie hierzu die F1-Hilfe.

Anzahl der Operationen

Für Operationshauptleistungen können Sie im Feld Anz. OP die Anzahl der Eingriffe hinterlegen, die im Rahmen der Operation erfolgt sind. Diese Angabe dient der Dokumentation. Sie wird von der Operationsstatistik für die Fachabteilung ausgewertet und ausgewiesen.

Identifikationsnummer und Lokalisation

Über das BAdI ISHMED_PROC_ENCODING können Sie ein externes Programm zur Prozedurenverschlüsselung anbinden. Wenn dies der Fall ist, kann der Prozedurenschlüssel und ggf. die Lokalisation sowie eine externe Identifikationsnummer ermittelt werden. Die Ermittlung der Lokalisations- und der Identifikationsnummer hängt vom verwendeten Programm ab und kann u. U. fehlen. Die entsprechenden Felder Ident und Lk sind nur aktiv, wenn i.s.h.med im Einsatz ist.

Beim Verschlüsseln von Prozeduren über ein externes Verschlüsselungsmodul können Sie existierende Prozedurencodes unter folgenden Umständen überschlüsseln, d. h. mit einem anderen Prozedurencode überschreiben:

  • Wenn Sie eine Zeile im Prozedurenbild markieren, kann das externe Verschlüsselungsmodul den markieren Prozedurencode überschlüsseln. Beim Überschlüsseln ist nur der Einzelauswahl-Modus aktiv: Sie können dann nur genau einen Prozedurencode aus dem externen Verschlüsselungstool übernehmen, nicht mehrere Prozedurencodes.

    Einschränkung: Die Überschlüsselung erfolgt nicht, wenn es sich um einen operationsbezogenen Prozedurencode handelt und Sie sich nicht in der Operationstransaktion (NP38) befinden. Operationsbezogene Prozedurencodes können Sie nur in der jeweiligen Operationsbewegung bzw. über die Transaktion zur Operationsdatenpflege durch Markieren überschlüsseln.

  • Wenn Sie den Cursor an eine beliebige Stelle im Prozedurenbild positionieren, ruft das System das Verschlüsselungstool im Mehrfachauswahl-Modus auf. D. h. Sie können mehr als einen Prozedurencode aus dem externen Verschlüsselungstool übernehmen. Das System hängt die übernommenen Prozedurencodes immer an; es überschreibt einen bestehenden Prozedurencode nicht.

Generelle Einschränkung: Sie können in folgenden Fällen nicht verschlüsseln:

  • wenn der Fall endabgerechnet ist

  • wenn der medizinische Fallstatus eine Änderung nicht erlaubt

Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation zu der Erweiterung.

Bemerkungsfeld mit Verzweigungsmöglichkeit in den Langtext

Sie können im Feld Bemerkung einen 50-stelligen Langtext erfassen. Über - (-) können Sie in die Langtextbearbeitung verzweigen.

Hinweis Hinweis

Der in SAPscript hinterlegte Langtext steht Ihnen auf Formularen oder im Batch-Input nicht zur Verfügung.

Ende des Hinweises
DRG-Felder

Die DRG-Felder stehen Ihnen zur Verfügung, wenn OP-Katalog und DRG-Katalog im Customizing identisch sind. Weitere Informationen zur DRG-Bearbeitung finden Sie unter Diagnosis Related Groups.

  • Wenn Sie zu Testzwecken einen vom OP-Katalog abweichenden DRG-Operationskatalog angegeben haben, blendet das System die DRG-relevanten Felder in der Operationsdatenbearbeitung aus. Eine Bearbeitung ist dann nur in der DRG-Transaktion möglich.

  • Wenn Operationskatalog und DRG-Operationskatalog im Customizing identisch sind, können Sie in dieser Funktion folgende DRG-relevanten Kennzeichen anzeigen bzw. setzen:

    • PNr.: Erfassungsreihenfolge einer DRG-relevanten Prozedur

    • DPK: Kategorie einer DRG-Prozedur (Haupt-, Neben-); je Fall ist nur eine Hauptprozedur erlaubt

    • rel.: wird gesetzt, wenn die Prozedur für die DRG-Ermittlung verwendet wurde. Dieses Kennzeichen wird i.d.R. von einem externen DRG-Codierungs- und Gruppierungssystem gesetzt.

Prozeduren mit einem Datum in der Zukunft

In der Prozedurenerfassung können Sie einstellen, dass das System eine Meldung ausgibt, wenn eine Prozedur in der Zukunft liegt. Den Typ dieser Meldung (Das Datum der Prozedur oder Leistung &1 liegt in der Zukunft, NB 088) können Sie im Customizing einstellen.