Integration Anlagenbuchhaltung
Sie können alle Geschäftsvorfälle, die in der Anlagenbuchhaltung gebucht werden, in das Haushaltsmanagement integrieren. Hierbei können Sie pro Bewegungsart steuern, welche der Buchungen für Sie budgetrelevant sind und welche nur statistisch im Haushaltsmanagement fortgeschrieben werden sollen. Bei einer „echten“ Integration werden im Haushaltsmanagement Verfügtwerte geschrieben. Bei Anlagenzugängen, Umbuchungen, sonstigen Bewegungen und Belegstornierungen wird bei der „echten“ Integration auch eine aktive Verfügbarkeitskontrolle (AVK) im Haushaltsmanagement durchgeführt, wobei die im Customizing des Haushaltsmanagement Öffentliche Verwaltung
festgelegten Toleranzgrenzen zur Anwendung kommen.
Bei einer „statistischen“ Fortschreibung werden keine Verfügtwerte erzeugt, und es erfolgt keine Prüfung durch die aktive Verfügbarkeitskontrolle. Die Werte können separat im Informationssystem ausgewiesen werden (Statistikkennzeichen).
Achtung
Wenn Sie die Komponente Anordnung
(PSM-FM-PO-RE) einsetzen, beachten Sie Folgendes:
Mit Anordnungen können nur Anlagenzugänge gebucht werden, aber keine Anlagenabgänge. Wenn Sie in einer Annahmeanordnung auf eine Anlage kontieren, können Sie nur eine Bewegungsart für Anlagenzugänge angeben. Dies bewirkt, dass in der Anlagenbuchhaltung statt einem Anlagenabgang eine Gutschrift fortgeschrieben wird.
Wenn Sie in Ihrer Organisation Anlagenabgänge buchen wollen, können Sie die Annahmeanordnung dafür nicht verwenden. Sie müssen die Anlagenabgänge in der Anlagenbuchhaltung buchen.
Mit Hilfe der Nachrichtensteuerung können Sie systemseitig verhindern, dass eine Annahmeanordnung mit Kontierung auf eine Anlage (Bewegungsart Anlagenzugang) gebucht wird. Damit können Sie ausschließen, dass Anlagenabgänge als Gutschriften in der Anlagenbuchhaltung fortgeschrieben werden. Wählen Sie hierzu im Einführungsleitfaden . Stellen Sie im Arbeitsgebiet FICUSTOM die Nachricht 045 In der Anlagenbuchhaltung wird eine Gutschrift fortgeschrieben
als Fehlermeldung ein.
Weitere Informationen finden Sie unter Voraussetzungen für die Fortschreibung im Haushaltsmanagement .
Falls Sie die HHM-Kontierungselemente beim Buchen manuell mitgeben wollen, müssen die Feldstatusvarianten für die Hauptbuchkonten der Anlagenbuchhaltung im Customizing der Finanzbuchhaltung
gepflegt sein. Andernfalls sind die Felder Finanzposition
, Finanzstelle
und ggf. Fonds
und Funktionsbereich
im Kontierungsblock nicht eingabebereit. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Customizing Feldstatus.
Falls die HHM-Kontierung aus der Zuordnung von HHM-Kontierungselementen zu anderen Kontierungsobjekten (z.B. Finanzposition zu Sachkonto oder Finanzstelle zu Kostenstelle) abgeleitet werden soll, müssen Sie diese Zuordnungen in Ihrer Kontierungsableitung festlegen. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Ableitung der Finanzposition aus Sachkonto und Ableitung der HHM-Kontierungselemente aus CO-Kontierungen.
Hinweis
Sie können Fonds und Funktionsbereich als eigenständige Kontierungselemente in der Anlagenbuchhaltung verwenden. In diesem Fall gelten weitere Voraussetzungen. Informationen hierzu finden Sie unter Fonds/Funktionsbereich als Kontierungsobjekte in der Anlagenbuchhaltung .
Welche Buchungen für Sie budgetrelevant sind und welche nur statistisch fortgeschrieben werden sollen, steuern Sie über entsprechende Ableitungsschritte in Ihrer Kontierungsableitung. In Abhängigkeit von der Bewegungsart (Feld ASSETTRTYP Bewegungsart Anlagen) leiten Sie für budgetrelevante Buchungen eine Finanzposition mit dem Finanzvorgang 30 ab; für statistische Buchungen muss auch eine Finanzposition mit dem Finanzvorgang 30 abgeleitet werden, jedoch muss diese Finanzposition im Stammsatz als statistisch gekennzeichnet sein.
Wenn das Haushaltsmanagement aktiv ist und obige Voraussetzungen erfüllt sind, dann sind bei der Buchung in der Anlagenbuchhaltung die Kontierungsfelder für die Finanzposition, die Finanzstelle und ggf. Fonds und Funktionsbereich eingabebereit. Falls Sie die Kontierung nicht manuell eingeben, wird die Kontierung vom System – entsprechend der in Ihrer Kontierungsableitung vorgenommenen Zuordnungen – abgeleitet und automatisch mitgegeben. Bei automatischen Buchungen im Controlling (z.B. Abrechnung Auftrag an Anlage) kann die HHM-Kontierung ebenfalls automatisch abgeleitet werden.
Wenn Sie im Anlagenstamm Controlling-Objekte (Kostenstelle, Auftrag, PSP-Element) hinterlegt haben, können Sie mit einem von SAP ausgelieferten Funktionsbaustein erreichen, dass zunächst in einem Ableitungsschritt ein temporäres CO-Objekt abgeleitet wird, aus dem dann in einem späteren Ableitungsschritt wiederum die Finanzstelle abgeleitet wird. Als späteren Ableitungsschritt müssen Sie hierzu eine Ableitungsregel definieren, in der die Finanzstelle aus dem CO-Objekt abgeleitet wird. Um Daten aus dem Anlagenstamm zu lesen, können Sie den Funktionsbaustein FMDT_READ_MD_ASSET
verwenden.
Um diesen Funktionsbaustein als Ableitungsschritt für die Kontierungsableitung in Ihre Ableitungsstrategie zu übernehmen, wählen Sie im Einführungsleitfaden .
Hinweis
Sie können den Fonds und den Funktionsbereich auch als eigenständige Kontierungselemente in der Anlagenbuchhaltung verwenden und wie die CO-Objekte im Anlagenstammsatz hinterlegen, indem Sie diese Kontierungselemente im Customizing aktivieren. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Einführungsleitfaden Haushaltsmanagement Öffentliche
Verwaltung
im Abschnitt Kontierungselemente aktivieren
und unter Fonds/Funktionsbereich als Kontierungsobjekte in der Anlagenbuchhaltung.
Welche Möglichkeiten Sie haben, die Weitergabe von Buchungsdaten aus der Anlagenbuchhaltung mit dem Steuerungsparameter Finanzvorgang
und der Aussteuerung der Finanzposition als statistisch in das Haushaltsmanagement zu steuern, lernen Sie anhand ausgewählter Beispiele: Beispiele für die Übernahme von Buchungsdaten aus der Anlagenbuchhaltung .
Weitere Informationen zu den Buchungen in der Anlagenbuchhaltung finden Sie in der Dokumentation Anlagenbuchhaltung (FI-AA)
.