Deutsche Kommunen

Seit Enterprise Release 6.0 unterstützt das BCS einige weitere Funktionen, die in der klassischen Budgetierung für die deutschen Kommunen entwickelt wurden. Die Migrationsberichte wurden erweitert, so dass jetzt auch die Migration der folgenden Daten möglich ist:

  • Deckungsfähigkeit

    • Migration von KB-Deckungsringen und einseitigen DF-Regeln – siehe Deckungsringe und einseitige DF-Regeln migrieren

    • Migration von deckungsfähigen und nicht deckungsfähigen Budget- und Freigabedaten

    • Bei Budget- und Freigabedaten wird im BCS folgendermaßen zwischen deckungsfähigen und nicht deckungsfähigen Budgetarten unterschieden:

      • Bei Freigabedaten ermittelt der Bericht automatisch, welche Art von Budget verwendet werden soll, da für jedes Budget jeweils nur eine Budgetart definiert ist (deckungsfähig oder nicht deckungsfähig).

      • Bei Budgetdaten müssen Sie eine Ableitungsstrategie implementieren, um zu ermitteln, welche Budgetart im BCS abhängig von Ihren bestehenden KB-Daten verwendet werden soll. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der Dokumentation zur IMG-Aktivität Ableitungsstrategie für Belegpositionen definieren ( FMBCS_FMCUDERIVMIG ).

  • Freigabegruppen und lokale Sperren werden im BCS nicht unterstützt. Dabei ist zu beachten, dass auch in der klassischen Budgetierung keine Freigabegruppen mehr vorhanden sein sollten. Wenn die Daten, die Sie migrieren möchten, immer noch solche Einträge enthalten (Budgetart VORGA = KBF3, KBF4, KBF5, KBF6), werden diese bei der Migration zurückgewiesen. Um Ihre Datenbank auf der Seite der klassischen Budgetierung zu korrigieren, sollten Sie vor der Migration den Bericht RFFMREL2 ausführen.

  • Jahr der Kassenwirksamkeit: Sie können Daten migrieren, für die das Jahr der Kassenwirksamkeit relevant ist.

  • Finanzplan: Für diese Daten wurde im BCS eine neue Budgetkategorie angelegt. Die Migration ist für den Finanzplan jetzt genauso möglich wie für die beiden anderen Budgetkategorien.

  • Rechnungsergebnis: Im BCS wurde ein neuer Werttyp (S1) angelegt, um die Ermittlung eines Rechnungsergebnisses für ein Geschäftsjahr zu ermöglichen. Daher ist es möglich, auch das Rechnungsergebnis zu migrieren. Die Umkontierung von HHM-Kontierungen wird jedoch für Rechnungsergebnisse vorheriger Geschäftsjahre nicht berücksichtigt.

  • Unter Für die Migration relevante HHM-Kontierungselemente sind die Kennzeichen aufgelistet, die nur für die deutschen Kommunen gelten und die im BCS bei der Migration nicht berücksichtigt werden.

Empfehlung

Wenn Sie ein Kunde der deutschen Kommunen sind, empfiehlt SAP Ihnen, genau zu analysieren, welche Funktionen, die Sie derzeit in der klassischen Budgetierung verwenden, bei der Migration nicht unterstützt werden. Je nach Ergebnis dieser Analyse können Sie die Migration trotzdem durchführen, wenn auch möglicherweise nur teilweise.

Hinweis Hinweis

Wenn Sie mit Haushaltsvermerken arbeiten, für die derzeit kein Migrationswerkzeug zur Verfügung steht, müssen Sie zunächst Ihre bestehenden KB-Deckungsringe ins BCS migrieren und anschließend die BCS-Daten manuell ergänzen, indem Sie Haushaltsvermerke im BCS anlegen und diese den BCS-Deckungsgruppen zuordnen.

Ab Release ECC 6.0 können Sie Standardvorlagen für Haushaltsvermerke über Selektionsoptionen zuordnen. Hierfür verwenden Sie die IMG-Aktivität zur Migration von KB-Deckungsringen und einseitigen DF-Regeln. Sie definieren eine Vorlage für jede Rolle – Sender , Empfänger sowie Sender und Empfänger . Sie sollten zunächst den Haushaltsmerk im BCS anlegen und anschließend Ihre bestehenden Deckungsringe für die einzelnen benötigten Haushaltsvermerkzuordnungen migrieren.

Ende des Hinweises

Wenn Sie das Fortschreibungsprofil400 und auch eine oder mehrere der oben genannten KB-Funktionen verwenden, können Sie das Migrationsprogramm für die Migration der oben genannten Daten nicht verwenden (oder nur für die teilweise Migration).

Im Falle von anderen deutschen Kunden, z.B. Bundesbehörden, ist die vollständige Migration möglich. Wenn Sie ein Kunde der deutschen Kommunen sind, fordern Sie bitte weitere Informationen bei SAP an.