Funktionsbereich Der Funktionsbereich bildet die funktionale Gliederung (z. B. Öffentliche Sicherheit, Stadtentwicklung etc.) insbesondere von Ausgaben einer Organisation (Finanzkreis) ab. Er beschreibt die Mittelverwendung.
Sie können diese funktionale Gliederung im Haushaltsmanagement zusätzlich nutzen, wenn die organisatorische Gliederung (Finanzstelle), sachliche Gliederung (Finanzposition) oder die Gliederung nach der Mittelherkunft (Fonds) nicht ausreichend ist, um beispielsweise gesetzliche Anforderungen an ein Reporting nach funktionalen Gesichtspunkten zu erfüllen.
Sofern Sie die entsprechenden Einstellungen im Customizing gepflegt haben, können Sie die Funktion der
Stammdatenuntergliederung
nutzen, um die Benennung der einzelnen Elemente Ihres Funktionsbereichs in sprechende Abschnitte zu unterteilen. Beim Aufruf der Transaktion zur Bearbeitung des Funktionsbereichs werden Sie aufgefordert, eine Untergliederungs-ID anzugeben. Anschließend können Sie im Einstiegsbild die im Customizing definierten einzelnen
Teilstringseingeben. Nach dem Sichern sehen Sie diesen von Ihnen zusammengesetzten „Namen“ im Feld
Funktionsbereich
.
Sie können den Funktionsbereich - im Gegensatz zu den Kontierungselementen Finanzstelle und Finanzposition - auch im Controlling, in der Anlagenbuchhaltung und im Personalwesen als eigenständiges Kontierungobjekt verwenden.
Wenn Sie den Funktionsbereich verwenden wollen, müssen Sei ihn im Customizing des
Public Sector Management
aktivieren. Weitere Informationen finden Sie im Einführungsleitfaden unter
Verwendung Anlagenbuchhaltung
Die Aktivierung des Funktionsbereichs ermöglicht Ihnen, in der Anlagenbuchhaltung die Anlagen funktionsgerecht zu führen. Indem in jedem Anlagenstammsatz ein Funktionsbereich hinterlegt wird, können Anlagenzugänge funktionsgerecht gebucht werden, Abschreibungsbuchungen in das Controlling funktionsgerecht durchgeführt werden und es kann das Anlagengitter funktionsgerecht ausgewiesen werden. Weitere Informationen zu Voraussetzungen und Funktionsumfang vom Funktionsbereich als Kontierungsobjekt in der Anlagenbuchhaltung finden Sie unter Fonds/Funktionsbereich als Kontierungsobjekte in der Anlagenbuchhaltung .
Controlling
Die Aktivierung des Funktionsbereichs ermöglicht Ihnen, Kosten und Erlöse in der Kostenstellenrechnung funktionsgerecht zu führen. Der Funktionsbereich ist dann neben den Controlling-Objekten ein weiteres Kontierungsobjekt und kann bei allen Arten von internen Verrechnungen als Sender und Empfänger spezifiziert werden.
Personalwesen
Die Aktivierung des Funktionsbereichs ermöglicht Ihnen, Personalaufwendungen, das Arbeitszeitblatt und die Reisekosten funktionsgerecht zu führen.
Haushaltsmanagement
Der Funktionsbereich durchzieht die gesamte organisatorische und sachliche Gliederungsstruktur (Finanzstellen- und Finanzpositionenhierarchie) Ihrer Organisation zusätzlich zum Fonds nach funktionalen Gesichtspunkten.
Fonds und Funktionsbereich

Der Stammsatz des Funktionsbereichs besteht aus einem 4-stelligen Schlüssel und einer Bezeichnung.
Sobald der Funktionsbereich im Customizing des
Public Sector Managements
aktiviert ist und die entsprechenden Stammdaten angelegt sind, kann der Funktionsbereich
im
Haushaltsmanagement
zusätzlich zu Finanzposition, Finanzstelle und Fonds budgetiert und kontiert werden
imControllingzusätzlich zu den CO-Objekten und der Kostenart kontiert werden
in derAnlagenbuchhaltungin den Stammdaten hinterlegt werden
Der Budgetverbrauch erfolgt durch das Bebuchen der HHM-Kontierung, die den Funktionsbereich beinhaltet. Im Haushaltsmanagement selbst, durch die Reservierung von Mitteln durch die Mittelvormerkungen; und durch die Geschäftsvorfälle in den dem Haushaltsmanagement vorgelagerten Komponenten (z. B. Finanzbuchhaltung und Materialwirtschaft).
Damit die Buchungsdaten aus den dem Haushaltsmanagement vorgelagerten Komponenten im Haushaltsmanagement fortgeschrieben werden können, muss beim Buchungsvorgang immer eine vollständige Haushaltsmanagement-Kontierung (Finanzstelle, Finanzposition und ggf. Fonds und Funktionsbereich) angegeben werden. Über die Zuordnung des Funktionsbereichs zu anderen Kontierungselementen können Sie den manuellen Erfassungsaufwand minimieren. Das System leitet den Funktionsbereich dann automatisch aus diesen Zuordnungen ab. Weitere Informationen zur Kontierungsableitung finden Sie unter Ableitung des Funktionsbereichs .
Beachten Sie bei der Kontierungsableitung bitte, dass bei den Verrechnungen im Controlling die Finanzposition und die Finanzstelle immer aus anderen Kontierungen abgeleitet werden müssen, da sie im Controlling nicht direkt kontiert werden können. Bei Buchungen in der Anlagenbuchhaltung können Finanzstelle und Finanzposition entweder manuell (über den Kotierungsblock) eingegeben oder aus entsprechenden Zuordnungen aus anderen Kontierungen abgeleitet werden. Der Funktionsbereich wird immer automatisch aus dem Anlagenstamm übernommen.
Achtung
Beachten Sie, dass es sowohl im Haushaltsmanagement als auch bei der Integration anderer Komponenten einige Einschränkungen gibt, wenn Sie den Funktionsbereich verwenden. Weitere Informationen zu diesen Einschränkungen finden Sie im Einführungsleitfaden
Public Sector Management
unter
.
Integration Funktionsbereich
