Aufwandsbezogene Fakturierung (CS)

Verwendung

Die Preise für kundenindividuelle Leistungen werden nicht immer als Festpreise in einem Vertrag hinterlegt oder über die Standardpreisfindung ermittelt. Es kann z.B. vorkommen, dass für spezifische Leistungen keine Erfahrungswerte vorliegen und die Leistungen deshalb vor Vertragsabschluss noch nicht hinreichend kalkuliert werden können. Typische Beispiele hierfür sind

  • die Kundeneinzelfertigung

  • die Fremdinstandhaltung im Servicegeschäft

  • spezifische Dienstleistungen, z.B. Beratung

Im Kundenservice (CS) können Sie einem Kunden daher verwendete Ressourcen (z.B. Personal, Material) für erbrachte Leistungen aufwandsbezogen in Rechnung stellen. Bei der aufwandsbezogenen Fakturierung erzeugt das System aus den Aufwandsinformationen (z.B. Kosten für Material, Hilfsmittel, Personen, Reisen) so genannte Dynamische Posten .

In der Einzel bearbeitung stehen Ihnen für die Bearbeitung der Fakturaanforderung, die Sie vor der eigentlichen Faktura erzeugen, zwei Sichten zur Verfügung:

In der Sammel bearbeitung wird die Fakturaanforderung automatisch erstellt; eine Bearbeitung ist nicht möglich.

Die aufwandsbezogene Fakturierung im Kundenservice können Sie für verschiedene Szenarios einsetzen. Weitere Informationen finden Sie unter Szenarios der Fakturierung und Szenarios der Angebotserstellung .

Weitere allgemeine Informationen über die aufwandsbezogene Fakturierung finden Sie unter Aufwandsbezogene Fakturierung .

Hinweis Hinweis

Da die statische Fakturierung nicht mehr zur Verfügung steht, müssen Sie ggf. eine Umsetzung durchführen. Weitere Informationen finden Sie im Einführungsleitfaden des Projektsystems unter Anfang des Navigationspfads Erlöse und Ergebnis Navigationsschritt Integration mit Vertriebsbelegen (SD) Navigationsschritt Angebotserstellung und Fakturierung für Projekte Navigationsschritt Statische Abwicklung (Verfahren vor Release 4.5). Ende des Navigationspfads

Ende des Hinweises

Voraussetzungen

Informationen über die Voraussetzungen finden Sie unter Prozess der aufwandsbezogenen Fakturierung (CS) .

Funktionsumfang

Allgemein

Die aufwandsbezogene Fakturierung können Sie im Kundenservice für folgende Objekte durchführen:

  • nicht Erlös tragende Serviceaufträge mit Bezug zu einer Position eines Vertriebsbelegs

  • Erlös tragende Serviceaufträge

Verwendung von Serviceprodukten

Bei der Fakturierung können Sie Serviceprodukte und konfigurierbare Serviceprodukte verwenden.

Wenn Sie sich für einen Prozess mit Serviceprodukt entscheiden, ergeben sich folgende Vorteile:

  • In der Fakturaanforderung steht der kumulierte Endbetrag unter dem Titel des Serviceprodukts (z.B. Fahrradmontage).

  • Sie können die im Serviceprodukt beschriebenen vereinbarten Leistungen zur Information als Unterpositionen auf der Fakturaanforderung anzeigen.

  • Bei der Fakturierform Pauschal ist nur die Hauptposition fakturarelevant, bei der Fakturierform Aufwandsbezogen sind die Unterpositionen fakturarelevant. Eine Ausnahme bildet das Szenario aus der Montageabwicklung. Hier werden die Aufwände als Unterposition in die Kundenauftragsposition zurückgeschrieben. Weitere Informationen finden Sie unter Szenario 4 .

Ob ein Serviceprodukt in die Fakturaanforderung übernommen wird, legen Sie im Dynamische-Posten-Prozessorprofil fest.

Wenn Sie sich für einen Prozess ohne Serviceprodukt entscheiden, stehen auf der Fakturaanforderung nur die entstandenen Kosten. Der Kunde erhält keine Information mehr darüber, welchen Service (z.B. Standardservice, Servicepaket oder Serviceprodukt) er in Auftrag gegeben hat.

Besonderheiten

Das System erzeugt bei der Reparaturabwicklung aus den Dynamischen Posten keinen neuen Vertriebsbeleg. Aus den Dynamischen Posten werden statt dessen Unterpositionen im Reparaturauftrag angelegt, die als Grundlage für die Fakturaerstellung dienen.

Dies gilt entsprechend in folgenden Fällen:

  • bei der Kundenauftragsabwicklung mit Servicepositionen , wenn Sie als Fakturierform pauschal gewählt haben

  • bei einem Angebot mit Serviceprodukt , bei dem Sie als Fakturierform pauschal gewählt haben

Berechnungsmotiv

Das Berechnungsmotiv ist ein Kriterium, mit dem Sie im Rahmen der Serviceabwicklung Kosten und Erlöse differenzieren können. Anfallende Kosten und erzielte Erlöse können so z.B. nach Garantie oder Kulanz ausgewiesen werden.

Wenn Sie einem Kunden einen Dynamischen Posten nicht oder nur teilweise in Rechnung stellen möchten, können Sie auf Basis des Berechnungsmotivs einen Abschlag ermitteln. Voraussetzung hierfür ist, dass im Kalkulationsschema für die Preisfindung (im Customizing des Anfang des Navigationspfads Vertriebsunter Grundfunktionen Navigationsschritt Preisfindung Ende des Navigationspfads ) eine Konditionsart enthalten ist, in deren Zugriffsfolge das Berechtigungsmotiv steht. Der Dynamische Posten erscheint mit Berechnungsmotiv auf der Fakturaanforderung.

Sie können das Berechnungsmotiv

  • in der Aufwandssicht ändern

    Die Änderung gilt nur für die Aufwandssicht und die Fakturaanforderung. Sie hat keine Auswirkung auf den Einzelbeleg des Controllings (CO‑Einzelbeleg).

  • umbuchen

    Sie buchen für den CO‑Einzelbeleg, den das System z.B. für eine Rückmeldung erstellt hat, ein anderes Berechnungsmotiv.

Weitere Informationen über das Berechnungsmotiv finden Sie unter Berechnungsmotive in der Rückmeldung .

Aufteilungsmotiv

Wenn Sie einen Dynamischen Posten nicht an einen Kunden fakturieren möchten, können Sie den Grund hierfür (z.B. Rückgabegarantie) im Übersichtsbild für Dynamische Posten als Aufteilungsmotiv angeben. Der Dynamische Posten erscheint nicht auf der Fakturaanforderung. Der Grund wird nur intern verwendet und kann z.B. bei der Ergebnisermittlung genutzt werden.

Aktivitäten

Einstellungen im Customizing

Funktion

Objekt

Menüpfad

Vorschlagswerte für DPP‑Profil definieren

Serviceauftrag

Anfang des Navigationspfads Instandhaltung Navigationsschritt Instandhaltungsauftragsverwaltung Navigationsschritt IH‑Aufträge und Serviceaufträge Navigationsschritt Funktionen und Einstellungen der Auftragsarten Navigationsschritt Kreditlimitprüfungen, Verkaufsbelegarten für Serviceaufträge Ende des Navigationspfads

Vorschlagswerte für DPP‑Profil definieren

Kundenauftrag über Positionstyp

Anfang des Navigationspfads Vertrieb Navigationsschritt Verkauf Navigationsschritt Verkaufsbelege Navigationsschritt Verkaufsbelegposition Navigationsschritt Positionstypen definieren Ende des Navigationspfads

Beim Anlegen eines Kundenauftrags findet das System über die Auftragsart und die Positionsgruppe des Materials den Positionstyp, in dem Sie ein DPP‑Profil hinterlegt haben.

Sets für DPP‑Profil pflegen

Set

Anfang des Navigationspfads Unternehmenscontrolling Navigationsschritt Profit‑Center‑Rechnung Navigationsschritt Werkzeuge Navigationsschritt Sets und Variablen Navigationsschritt Sets pflegen Ende des Navigationspfads