Commodity-Future Ein Future ist ein börsengehandeltes beidseitig (im Gegensatz zu einer Option) verpflichtendes Termingeschäft.
Die standardisierten Vertragsbestandteile werden in den Gattungsstammdaten hinterlegt.
Der Unterschied zwischen einem Future auf z.B. einen Index und einem Commodity-Future ist die Art des Underlyings, da die Commodities real existierende Objekte sind, die gelagert werden müssen, manchmal auch gekühlt oder gefüttert werden müssen (z.B. Kaffee, Orangensaft und Schweinehälften).
Für den Abschluss eines Futures fallen keine Kosten in Form von Prämien an.
Beide Vertragspartner müssen aber eine Vorschußzahlung leisten. Sie dient als Sicherheitsleistung und wird "
Initial Margin
" genannt. Sie beträgt einen Bruchteil des Kontraktwertes und kann je nach vorherrschender Volatilität nach oben oder unten korrigiert werden. Der Betrag wird in Form von Bargeld oder der Hinterlegung erstklassiger Staatsanleihen vor der Ausführung eines Auftrags auf ein Margin-Konto eingezahlt.
Bevor Sie die Commodity–Futures erfassen können, müssen Sie zunächst die benötigten
Einstellungen im IMG des
Transaction Manager
vornehmen.
Sie müssen die folgenden Einstellungen für die im IMG vornehmen
Produktarten definieren
Die Anlage von Finanzgeschäften und die Verwaltung von Beständen im
Transaction Manager
erfolgt auf der Grundlage von Produktarten.
Um Produktarten für Commodity-Futures anzulegen, wählen Sie unter
Börsengehandelte Derivate
® Geschäftsverwaltung
® Produktarten
Hinterlegen Sie zunächst einen Nummernkreis unter
Nummernkreise Gattungsdaten handelb. Opt./Futures definieren
.
Definieren Sie unter
Produktarten definieren
eine Produktart für Commodity-Futures zu dem Produkttyp
700 Futures
.
Hinterlegen Sie im Bereich
Gattung
den
Typ
=
Commodity Future
Notierungsart
=
Prozent-, Preis oder
Punktnotiert
Settlement
=
Barausgleich
Ausübungsart
=
Europäisch oder
amerikanisch
Im Bereich
Margin
hinterlegen Sie:
Abrechnungsmethode
:
future style
Kursart für Variation Margin
: Hinterlegen Sie die Kursart, die für die
Ermittlung des Kurses zur Berechnung der Variation-Margin verwendet werden soll.
In der IMG-Aktivität
Feldauswahl für Gattungsdaten definieren
können Sie festlegen, welche Eingabefelder angezeigt und als Kann-, Muss- oder Anzeigefelder erscheinen sollen.
Einstellungen für die Geschäftsverwaltung
Unter
Börsengehandelte Derivate
→
Geschäftsverwaltung
→ Geschäftsarten
→
Nummernkreis Geschäft definieren
geben Sie je einen Nummernkreis für die Geschäfte pro Buchungskreis ein, aus dem die Geschäftsnummer bei der Anlage des Geschäfts gezogen wird.
Unter
Geschäftsarten definieren
legen Sie pro Produktart die benötigten Kauf- und Verkaufs-Geschäftsarten an.

Sie können wie im
Transaction Manager
für Futures üblich, jeweils Geschäftsarten zu den Geschäftstypen
400 Open-Geschäft
und
500 Close-Geschäft
anlegen.
Sie haben aber auch die Möglichkeit, nur Geschäftsarten für den Geschäftstyp
400 Open-Geschäft
anzulegen. Wenn Sie diese Möglichkeit wählen, dann können Sie die Long- und Shortpositionen zu diesen Open-Geschäften über die Funktion
Matching von Long-/Shortpositionen
schließen. Diese Einstellungsmöglichkeit wird im Zusammenhang mit der Triple Point Integration benötigt.
Für die Geschäftverwaltung müssen unter
Bewegungsarten für Geschäft definieren
die Geschäftsbewegungsarten angelegt werden.
Beispiele:
1500
Kauf Optionen/Futures
zum Bewegungstyp:
Kauf
1510
Verkauf Optionen/Futures
zum Bewegungstyp:
Verkauf
1900
Gebühr
zum Bewegungstyp:
Zusatzbewegung/-kondition
1950
Initial Margin Optionen/Future
zum Bewegungstyp:
Zusatzbewegung/-kondition
Unter
Bewegungsarten der Geschäftsart zuordnen
müssen Sie jeder Geschäftsart alle Bewegungsarten die zur Abwicklung eines Geschäfts benötigt werden zuordnen.
Unter
Ableitungsverfahren und -regeln definieren
können Sie Regeln zur automatischen Generierung von z.B. Steuerbewegungen aus den Geschäftsbewegungen definieren.
Unter dem Punkt
Korrespondenz
nehmen Sie die Einstellungen für interne und externe Bestätigungsschreiben vor, indem Sie unter
Korrespondenzarten definieren
die möglichen Korrespondenzarten definieren und dann unter
Korrespondenzvorfälle definieren
pro Geschäftsart und Vorgangstyp festlegen, welche Dokumente erzeugt werden sollen.
Unter
Fortschreibungsarten
definieren Sie in den folgenden IMG-Aktivitäten korrespondierende Fortschreibungsarten und ordnen Sie den Geschäftsbewegungsarten zu.
Die Kontenfindung der Fortschreibungsarten hinterlegen Sie im IMG unter
Transaction Manager
® Übergreifende Einstellungen
® Buchhaltung
® Anbindung an weitere Rechnungswesenkomponenten
® Kontenfindung definieren.
Unter
Übergreifende Einstellungen
® Buchhaltung
® Einstellungen zur Bestandsführung
® Bewertungsklassen definieren und zuordnen
müssen Sie allgemeine Bewertungsklassen anlegen.
Die allgemeine Bewertungsklasse muss jedem Geschäft zugeordnet werden. Sie können im IMG unter
Börsengehandelte Derivate
® Geschäftsverwaltung
® Allgemeine Bewertungsklasse zuordnen
Vorschlagswerte für die Zuordnung der allgemeinen Bewertungsklasse hinterlegen.
Treffen Sie die benötigten Einstellungen für die Commodity-Stammdaten unter
Transaction Manager
® Börsengehandelte Derivate
® Stammdaten
® Commodities
.
Siehe auch:
Commodity-Stammdaten
Einstellungen für die Bestandsführung von Futures
Unter Übergreifende Einstellungen
→
Buchhaltung
→ Einstellungen zur Bestandsführung
→ Bestandsführungverfahren definieren
und Bestandsführungsverfahren zuordnen
legen Sie fest, welche Schritte bei der Stichtagsbewertung bzw. bei der Ermittlung der abgeleiteten Geschäftsvorfälle durchlaufen werden und in welcher Reihenfolge die Schritte ausgeführt werden sollen.

Wählen Sie unter anderem die folgenden Einstellungen aus:
Bestandsführungstyp =
Handelbare Optionen Future Style und Futures.
unter Passivbestand / Aktivbestand
wählen Sie
Verwaltung von aktivem und passivem Bestandskonto
aus.
Unter Übergreifende Einstellungen
→
Buchhaltung
→ Einstellungen zur Bestandsführung
→ Stichtagsbewertung
→ Fortschreibungsarten
→ Fortschreibungsarten für Bewertung zuordnen
ordnen Sie in Abhängigkeit vom Bestandsführungsverfahren, die benötigten Fortschreibungsarten zu.
Unter Übergreifende Einstellungen
→
Buchhaltung
→ Einstellungen zur Bestandsführung
→ Abgeleitete Geschäftsvorfälle
→ Fortschreibungsarten
→ Fortschreibungsarten für abgeleitete Geschäftsvorfälle zuordnen
ordnen Sie in Abhängigkeit vom Bestandsführungsverfahren, die benötigten Fortschreibungsarten zu.
Unter Übergreifende Einstellungen
→
Buchhaltung
→ Anbindung an weitere Rechnungswesenkomponenten
nehmen Sie die benötigten Einstellungen für die Buchung der buchungsrelevanten Fortschreibungsarten ins Rechnungswesen vor.
Nachdem Sie die die benötigten Einstellungen im IMG vorgenommen haben, müssen Sie noch bevor sie Finanzgeschäfte erfassen können, die benötigten Stammdaten hinterlegen:
Hinterlegen Sie die benötigten Geschäftspartnerdaten. Im Bereich
Börsengehandelte Derivate
benötigen Sie Geschäftspartner in den folgenden Rollen:
Emittent
Depotbank
Kontrahent
Hinterlegen Sie in der Anwendung die Stammdaten der von Ihnen benötigten Commodities.
Siehe auch:
Commodity-Stammdaten
Definieren Sie die benötigten Positionskonten und die zugehörigen Bestandskennzeichen .
Sie können Commodity-Futures kaufen und verkaufen.
Über die Marginverwaltung führen Sie die tägliche Gewinn- und Verlustrechnung für die offenen Positionen durch.
Future-Bestände können auch über die Stichtagsbewertung bewertet werden. Siehe auch: Bewertung von Futures
Über die Funktion Matching von Long-/Shortpositionen führen Sie Long- und Shortpositionen zusammen, wenn Sie die Käufe und Verkäufe der Commodity-Futures nur als Open-Geschäfte im System haben. Die Funktion führt dann die Buchung der Variation-/Close-Marginbewegungen aus, die sonst bei der Erfassung des Close-Geschäftes ermittelt werden.
Der Commodity-Future wird als Underlying für die
Option auf Commodity-Future
benötigt
Im Bereichsmenü des
Transaction Manager
unter
Commodities
®Stammdaten
→
Börsengehandelte
Derivate
→
Gattung
definieren Sie die benötigten Stammdaten für einen Commodity-
Future
als Gattung.
Vergeben Sie
Kennummer
und die Kurz-/Langbezeichnung.
Wählen die Produktart aus.
Wählen Sie anlegen.
Es erscheint ein Dialogfenster. Wählen Sie das Commodity und den Handelsplatz aus. Die Stammdaten des Commodity werden in die Gattungsdaten des Future übernommen.
Grunddaten
Emittent
Wenn ein Emittent in den Stammdaten des Commodity hinterlegt wurde, wird er auch aus den Stammdaten gezogen, sonst müssen Sie den Emittenten manuell hinterlegen.
Tick
Die Betrag, Wert, Währung, Notierung werden aus den Stammdaten des Commodity gezogen.
Termine
Hier hinterlegen Sie den letzten Handelstag, die Termine für die erste und die letzte Notierung.
Ausstattung
Der Options-/Future-Typ wird aus der Produktart gezogen.
Underlying
Hier erscheinen die Daten
Commodity-ID
,
Vertragsgröße
und die
Mengeneinheit
.
Sonstige Registerkarten
Meldewesen
Zusätzliche Funktionen
Prüfen
Die Gattung wird auf Konsistenz geprüft. Wenn hierbei Fehler auftreten, dann werden diese in einem Fenster angezeigt. Dieselben Prüfungen werden durchlaufen, wenn Sie die Gattung sichern.
Rücksetzen
Diese Funktion steht Ihnen im Änderungsmodus zur Verfügung. Sie bewirkt, daß die Gattungsdaten auf den Stand nach dem letzten Sichern zurückgesetzt werden.
Referenzen
Hier erhalten Sie eine Liste der Gattungsdaten, die die aktuelle Kennummer als Underlying verwenden.
Gattung: Referenz
Aus den Gattungsdaten heraus können Sie in die Daten des jeweiligen Geschäftspartners Emittent verzweigen. Wählen Sie
Umfeld
→
Emittent anzeigen
.
Über
Umfeld
→
Änderungsbelege
können Sie sich die Änderungsbelege zu den Gattungsdaten anzeigen lassen.
In welchem Status sich eine Gattung befindet, können Sie rechts oben im Bild erkennen. Dort können Sie den Status auch ändern oder Sie gehen über
Bearbeiten
→ Status Ändern. Eine Gattung kann die Status Veraltet, inaktiv oder Aktiv einnehmen
Sichern Sie Ihre Eingaben, bevor Sie die Gattungsdaten verlassen.