Option auf Commodity-Future

Definition

Eine Commodity Option ist eine börsengehandelte Option auf einen Future auf das entsprechende Commodity.

Beispiel:

Eine November Option auf Sojabohnen ist eine Option auf einen Future-Vertrag für eine Lieferung von Sojabohnen im November. In diesem Sinne ist es eine Option auf einen Future und nicht auf die physische Ware.

Voraussetzungen

Bevor Sie eine Option auf Commodity–Futures erfassen können, müssen Sie zunächst die benötigten Einstellungen im IMG des Transaction Manager vornehmen.

Sie müssen die folgenden Einstellungen für die im IMG vornehmen

Produktarten definieren

Die Anlage von Finanzgeschäften und die Verwaltung von Beständen im Transaction Manager erfolgt auf der Grundlage von Produktarten.

Um Produktarten anzulegen wählen Sie im Einführungsleitfaden (IMG) Financial Supply Chain Management ® Treasury and Risk Management ® Börsengehandelte Derivate ® Geschäftsverwaltung ® Produktarten

Hinterlegen Sie zunächst einen Nummernkreis unter Nummernkreise Gattungsdaten handelb. Opt./Futures definieren .

Definieren Sie unter Produktarten definieren unter Börsengehandelte Derivate eine Produktart für Option auf Commodity-Futures zu dem Produkttyp 750 Handelbare Optionen .

Hinterlegen Sie im Bereich Gattung den

Nummernkreis für die Gattung

Typ =Option aufCommodity Future

Notierungsart = Prozent-, Preis oder Punktnotiert

Settlement = Barausgleich

Ausübungsart = Europäisch oder amerikanisch

Im Bereich Margin hinterlegen Sie:

Abrechnungsmethode: future style

Kursart für Variation Margin : Hinterlegen Sie die Kursart, die für die Ermittlung des Kurses zur Berechnung der Variation Margin verwendet werden soll.

In der IMG-Aktivität Feldauswahl für Gattungsdaten definieren können Sie festlegen, welche Eingabefelder angezeigt und als Kann-, Muss- oder Anzeigefelder erscheinen sollen.

Einstellungen für die Geschäftsverwaltung

Im IMG des Bereichs Börsengehandelte Derivate unter Nummernkreis Geschäft definieren geben Sie je einen Nummernkreis für die Geschäfte pro Buchungskreis ein, aus dem die Geschäftsnummer bei der Anlage des Geschäfts gezogen wird.

Unter Geschäftsarten definieren legen Sie pro Produktart die benötigten Kauf- und Verkaufs-Geschäftsarten jeweils zu den Geschäftstypen 400 Open-Geschäft und 500 Close-Geschäft an.

Siehe auch: Open-Geschäft und Close-Geschäft

Für die Geschäftverwaltung müssen unter Bewegungsarten für Geschäft definieren die Geschäftsbewegungsarten angelegt werden.

Beispiele:

1302 Optionsprämie – Bestand zum Bewegungstyp: Optionsprämie

1500 Kauf Optionen/Futures zum Bewegungstyp: Kauf

1510 Verkauf Optionen/Futures zum Bewegungstyp: Verkauf

1900 Gebühr zum Bewegungstyp: Zusatzbewegung/-kondition

1950 Initial Margin Optionen/Future zum Bewegungstyp: Zusatzbewegung/-kondition

Unter Bewegungsarten der Geschäftsart zuordnen müssen jeder Geschäftsart die benötigten Bewegungsarten zugeordnet werden, d.h. alle Bewegungsarten die zur Abwicklung eines Geschäfts benötigt werden, müssen zugeordnet werden.

Unter Ableitungsverfahren und -regeln definieren können Sie Regeln zur automatischen Generierung von z.B. Steuerbewegungen aus den Geschäftsbewegungen definieren.

Unter dem Punkt Korrespondenz nehmen Sie die Einstellungen für interne und externe Bestätigungsschreiben vor, indem Sie unter Korrespondenzarten definieren die möglichen Korrespondenzarten definieren und dann unter Korrespondenzvorfälle definieren pro Geschäftsart und Vorgangstyp festlegen, welche Dokumente erzeugt werden sollen.

Unter Fortschreibungsarten definieren Sie in den folgenden IMG-Aktivitäten korrespondierende Fortschreibungsarten und ordnen Sie den Geschäftsbewegungsarten zu.

Die Kontenfindung der Fortschreibungsarten hinterlegen Sie im IMG unter Transaction Manager ® Übergreifende Einstellungen ® Buchhaltung ® Anbindung an weitere Rechnungswesenkomponenten ® Kontenfindung definieren.

Im Customizing unter Transaction Manager ® Übergreifende Einstellungen ® Buchhaltung   ® Einstellungen zur Bestandsführung ® Bewertungsklassen definieren und zuordnen müssen Sie allgemeine Bewertungsklassen anlegen.

Die allgemeine Bewertungsklasse muß jedem Geschäft zugeordnet werden. Sie können im IMG unter Börsengehandelte Derivate ® Geschäftsverwaltung ® Allgemeine Bewertungsklasse zuordnen Vorschlagswerte für die Zuordnung der allgemeinen Bewertungsklasse hinterlegen.

Treffen Sie die benötigten Einstellungen für die Commodity-Stammdaten unter Transaction Manager ® Börsengehandelte Derivate ® Stammdaten ® Commodities . Siehe auch: Commodity-Stammdaten

Einstellungen für die Bestandsführung von Optionen auf Commodity-Futures

Unter Börsengehandelte Derivate Bestandsverwaltung → Positionskontoverwaltung → Fortschreibungsarten nehmen Sie Einstellungen vor, die besonders für die Marginverwaltung benötigt werden:

unter Fortschreibungsarten für Positionskontoverwaltung spezifizieren legen Sie für die Fortschreibungsarten einen Werttyp fest. Der Werttyp bestimmt, welche Auswirkungen eine Fortschreibungsart auf den Positionswert hat. Sie können folgende Werte auswählen:

- Abgang Positionswert Optionen/Futures

- Keine Bestandsänderung

- Zugang Positionswert Optionen/Futures

Hinweis:

Bei der Berechnung der Variation Margin wird der Positionswert mit dem aktuellen Marktwert eines Bestands verglichen und ggf. eine Bewegung erzeugt, deren Betrag dieser Differenz entspricht.

unter Fortschreibungsarten für Marginverwaltung pro Produktart zuordnen müssen Sie die Fortschreibungsarten für die Variation- und Close-Margin-Bewegungen zuordnen, die für die Funktionen Variation Margin buchen und Close Margin buchen sowie für die Funktion Matching von Long-/Shortpositionen benötigt werden.

Unter Börsengehandelte Derivate Bestandsverwaltung → Positionskontoverwaltung → Fortschreibungsarten nehmen Sie Einstellungen vor, die besonders für die Marginverwaltung benötigt werden:

unter Fortschreibungsarten für Positionskontoverwaltung spezifizieren legen Sie für die Fortschreibungsarten einen Werttyp fest. Der Werttyp bestimmt, welche Auswirkungen eine Fortschreibungsart auf den Positionswert hat. Sie können folgende Werte auswählen:

- Abgang Positionswert Optionen/Futures

- Keine Bestandsänderung

- Zugang Positionswert Optionen/Futures

Hinweis:

Bei der Berechnung der Variation Margin wird der Positionswert mit dem aktuellen Marktwert eines Bestands verglichen und ggf. eine Bewegung erzeugt, deren Betrag dieser Differenz entspricht.

unter Fortschreibungsarten für Marginverwaltung pro Produktart zuordnen müssen Sie die Fortschreibungsarten für die Variation- und Close-Margin-Bewegungen zuordnen, die für die Funktionen Variation Margin buchen und Close Margin buchen sowie für die Funktion Matching von Long-/Shortpositionen benötigt werden.

Bestände an Handelbaren Optionen und Futures werden über die folgenden Kriterien definiert:

Bewertungsbereich

spezielle Bewertungsklasse

Accounting Kreis

Kennnummer

Positionskonto

Unter Transaction Manager Übergreifende Einstellungen → Buchhaltung → Einstellungen zur Bestandsführung → Bestandsführungsverfahren definieren und Bestandsführungsverfahren zuordnen legen Sie fest, welche Schritte bei der Stichtagsbewertung bzw. bei der Ermittlung der abgeleiteten Geschäftsvorfälle durchlaufen werden und in welcher Reihenfolge die Schritte ausgeführt werden sollen.

Wählen Sie unter anderem die folgenden Einstellungen aus:

Bestandsführungstyp = Handelbare Optionen Future Style und Futures.

unter Passivbestand / Aktivbestand wählen Sie Verwaltung von aktivem und passivem Bestandskonto aus.

Unter Übergreifende Einstellungen → Buchhaltung → Einstellungen zur Bestandsführung → Stichtagsbewertung → Fortschreibungsarten → Fortschreibungsarten für Bewertung zuordnen ordnen Sie in Abhängigkeit vom Bestandsführungsverfahren, die benötigten Fortschreibungsarten zu.

Unter Transaction Manager Übergreifende Einstellungen → Buchhaltung → Abgeleitete Geschäftsvorfälle Fortschreibungsarten für Abgeleitete Geschäftsvorfälle zuordnen ordnen Sie in Abhängigkeit vom Bestandsführungsverfahren, die benötigten Fortschreibungsarten zu.

Auf der Registerkarte Satz Gewinne und Verluste hinterlegen Sie auch die Fortschreibungsarten für die Variation Margin Bewegungen

Unter Übergreifende Einstellungen → Buchhaltung → Anbindung an weitere Rechnungswesenkomponenten nehmen Sie die benötigten Einstellungen für die Buchung der buchungsrelevanten Fortschreibungsarten ins Rechnungswesen vor.

Nachdem Sie die die benötigten Einstellungen im IMG vorgenommen haben, müssen Sie noch bevor sie Finanzgeschäfte erfassen können, die benötigten Stammdaten hinterlegen:

Hinterlegen Sie die benötigten Geschäftspartnerdaten. Im Bereich Börsengehandelte Derivate benötigen Sie Geschäftspartner in den folgenden Rollen:

Emittent

Depotbank

Kontrahent

Hinterlegen Sie in der Anwendung die Stammdaten der von Ihnen benötigten Commodities. Siehe auch: Commodity-Stammdaten

Definieren Sie die benötigten Positionskonten und die zugehörigen Bestandskennzeichen .

Verwendung

Sie können Optionen auf Commodity-Futures kaufen und verkaufen

In der Geschäftsverwaltung unter Handel und Abwicklung kaufen und verkaufen Sie Optionen auf Commodity-Futures .

Siehe auch: Finanzgeschäft bearbeiten und Handelbare Optionen und Futures bearbeiten

Über die Marginverwaltung können Sie die tägliche Gewinn- und Verlustrechnung der offenen Positionen durchführen (Abrechnungsmethode Future Style ).

Optionen auf Commodity-Futures können sie über die Stichtagsbewertung bewerten.

Vorgehensweise

Gattungsdaten für Optionen auf Commodity-Futures eingeben

Unter CommoditiesStammdatenBörsengehandelte DerivateGattung definieren Sie die benötigten Stammdaten für eine Option auf Commodity-Futures als Gattung.

Wählen Sie Anlegen .

Vergeben Sie eine Kennummer , ordnen Sie die Produktart zu und vergeben Sie eine Kurz- und eine Langbezeichnung für die Option.

Sie können auch einen andere Kennummer als Vorlage nutzen.

Wählen Sie Anlegen .

Suchbegriffe

Grunddaten

                            a.       Emittent

Tick (Betrag, Menge, Wert, Währung, Notierung)

Währung und Notierung werden aus den Commodity-Daten gezogen.

Termine (Laufzeitbeginn, letzter Handelstag, Erfüllungstag, Verfall)

Ausstattung (Put/Call, Settlement, Opt./Fut.Typ, Art Ausübung, Abr. Methode)

Geben Sie an ob es sich um einen Put oder einen Call handelt. Die anderen Daten werden aus der Produktart gezogen.

Siehe auch: Begriffserläuterung Call und Put

Kontraktdetails: Hinterlegen Sie die Stückzahl, die Kennummer des Commodity-Futures und den Strike-Betrag.

Der Strike-Preis ist der Preis zu dem man den Basiswert am Ausübungsdatum (Verfalltag, Stichtag) kaufen oder verkaufen kann.

Sonstige Registerkarten

Handelsplätze

Meldewesen

Benutzerdaten

Zusätzliche Funktionen

Prüfen

Die Gattung wird auf Konsist e nz geprüft. Wenn hierbei Fehler auftreten, dann werden diese in einem Fenster angezeigt. Dieselben Prüfungen werden durchlaufen, wenn Sie die Gattung sichern.

Rücksetzen

Diese Funktion steht Ihnen im Änderungsmodus zur Verfügung. Sie bewirkt, daß die Gattungsdaten auf den Stand nach dem letzten Sichern zurückgesetzt werden.

Referenzen

Hier erhalten Sie eine Liste der Gattungsdaten, die die aktuelle Kennummer als Underlying verwenden.

Gattung: Referenz

Aus den Gattungsdaten heraus können Sie in die Daten des jeweiligen Geschäftspartners Emittent verzweigen. Wählen Sie Umfeld → Emittent anzeigen.

Über UmfeldÄnderungsbelege können Sie sich die Änderungsbelege zu den Gattungsdaten anzeigen lassen.

In welchem Status sich eine Gattung befindet, können Sie rechts oben im Bild erkennen. Dort können Sie den Status auch ändern oder Sie gehen über BearbeitenStatus Ändern . Eine Gattung kann die Status Veraltet, inaktiv oder Aktiv einnehmen

Sichern Sie Ihre Eingaben, bevor Sie die Gattungsdaten verlassen.