GenerierungsvarianteDiese Funktion steuert die Berichtserstellung. Die Steuerung hängt dabei davon ab, ob der Bericht Spezifikationsdaten enthält.
Für Berichte mit Bezug zu einer Spezifikation steuert die Generierungsvariante die Generierung und den Ablauf in der Berichtsverwaltung
.
Steuerung der Generierung
In der Spezifikationsverwaltung
erfassen Sie Spezifikationsdaten (Identifikatoren und Bewertungen) und können dabei verschiedene Verwendungen , d. h. verschiedene Gültigkeitsräume und Einstufungen angeben. Aus diesen Spezifikationsdaten müssen diejenigen ermittelt werden, die für den Adressaten eines Berichts bestimmt sind. Die Generierungsvariante (Berichtsgenerierungsvariante, BGV) bildet dazu die Verbindung zwischen der Berichtsvorlage (SBV) und der Verwendung. Letztere geben Sie nicht nur zu den einzelnen Bewertungen und Identifikatoren an, sondern auch bei der Generierungsvariante. Nur wenn die Verwendung einer Bewertung oder eines Identifikators mit der Verwendung der Generierungsvariante übereinstimmt, werden die entsprechenden Daten generiert und auf dem Bericht ausgegeben.
Mit dem Kennzeichen Änderungsmarkierung
können Sie im Kopf der Generierungsvariante einstellen, dass relevante Änderungen von Spezifikationsdaten gegenüber früher generierten Berichten auf Berichten markiert werden (siehe Änderungsmarkierung ).
Hinweis
Identifikatoren werden wie folgt sprachabhängig selektiert: Es werden die Identifikatoren selektiert, bei denen die Berichtssprache angegeben ist. Wenn das System keinen Identifikator zu der Sprache findet, selektiert es die Identifikatoren, zu denen keine Sprache angegeben ist. Dasselbe gilt für die Selektion von Freitexten.
Sie können im Customizing Gültigkeitsräume verschiedener Gültigkeitsraumtypen (z. B. REGION, WERK, usw.) festlegen. Dadurch können Sie auf einem Bericht Daten z. B. werksbezogen ausgeben. Sie können im Customizing einem Gültigkeitsraum weitere Gültigkeitsräume zuordnen, jedoch darf einem bereits zugeordneten Gültigkeitsraum kein weiterer Gültigkeitsraum zugeordnet sein.
Steuerung der Berichtsverwaltung
Mit den Kennzeichen der Generierungsvariante steuern Sie, welche Stationen des Statusnetzes der Berichtsverwaltung
bei einem neu erstellten Bericht bearbeitet werden müssen.
Nach der Zuordnung der Generierungsvariante zu einer freigegebenen Berichtsvorlage, die keine Symbole aus der Berichtsanwendung Spezifikationsstamm
enthält, wird der Bericht wie ein freigegebener Bericht behandelt und steht somit sofort im Berichtsinformationssystem
für den Berichtsversand zur Verfügung. Der Bericht gelangt daher nicht in der Berichtsverwaltung
.
Für Berichte ohne Bezug zu einer Spezifikation haben Einstufung und Gültigkeitsraum der Generierungsvariante keine Bedeutung.
Einstufung
Mit der Einstufung werden Spezifikationsdaten gegen unberechtigte Einsicht geschützt. Beispielsweise können Sie festlegen, dass Daten nur intern und andere Daten allgemein für Kunden zugänglich sind.
Gültigkeitsraum
Ein Gültigkeitsraum kann mehrere Gesetzesräume zusammenfassen, in denen eine gemeinsame Gültigkeit von Spezifikationsdaten besteht.
Es sind zu unterscheiden:
Führender Gültigkeitsraum
Dieser wird bereits beim Anlegen einer Generierungsvariante festgelegt.
DiskreteGültigkeitsräume
Ist der Bericht für mehrere Gültigkeitsraum/Sprachen-Kombinationen bestimmt, wie z. B. ein mehrsprachiges Gefahrstoffetikett, so sind diese Zuordnungen ebenfalls Bestandteil der Generierungsvariante.
Damit das System auf dem Bericht die gewünschten Daten entsprechend dem Gültigkeitsraum und der Sprache selektiert, muss zudem eine Wiederholungsgruppe vom Typ Gültigkeits- und Sprachraum
definiert sein (siehe Beispiel: Wiederholungsgruppe vom Typ G ).
Verwendungsprüfung
Mit der Verwendungsprüfung können Sie bei der Generierungsvariante im Kopf und bei den einzelnen diskreten Gültigkeitsräumen festlegen, auf welche Weise die Verwendungen vom SAP-System verglichen werden. Sie können festlegen, ob bei Verwendungen derselben Einstufung für die Gültigkeitsräume eine Schnittmenge, Teilmenge, Obermenge oder Übereinstimmung vorliegen soll, damit der Vergleich zutrifft. Weitere Informationen über den Vergleich von Verwendungen finden Sie unter Generierungsverbot .
Statusprüfung
Sie können im Kopf der Generierungsvariante mit dem Kennzeichen Statusprüfung
angeben, ob der Spezifikation- und Phrasenstatus bei der Berichtsgenerierung geprüft werden soll.
Hinweis
Wenn Sie von der Trefferliste der Spezifikationsverwaltung aus die Funktion Bericht aus Vorlage
aufrufen, können Sie das Kennzeichen nach Bedarf übersteuern.
Wenn kein entsprechender Statuseintrag der zugehörigen Spezifikation vorliegt, der die Generierung verbietet, wird der Status wie folgt berücksichtigt:
Berücksichtigung des Spezifikationsstatus (siehe auch Generierungsverbot )
Das SAP-System prüft zu den selektierten Datensätzen die Verwendungssätze, die zur Selektion des Datensatzes geführt haben. Wenn bei der zugehörigen Spezifikation ein entsprechender Status vorliegt, der die Ausgabe auf einem Bericht verbietet, wird der Datensatz nicht auf dem Bericht ausgegeben.
Berücksichtigung des Phrasenstatus
Sie können abhängig vom Status der Phrasenposition festlegen, ob die Phrasenposition auf dem Bericht aufgelöst wird, oder ob das Symbol vom Typ Bezeichner
unaufgelöst mit der zusätzlichen Information des Phrasenstatus auf dem Bericht ausgegeben wird.
Berichtstyp
Direkt an die Generierungsvariante ist der Berichtstyp geknüpft. Mit dem Berichtstyp wird ein Bericht konkret identifiziert, z. B. als Unfallmerkblatt oder Sicherheitsdatenblatt. Beim Sicherheitsdatenblattversand werden im Standard nur Berichte vom Typ Sicherheitsdatenblatt
versendet. Dies wird über den Geschäftsprozess Sicherheitsdatenblattversand
gesteuert, der im Customizing der Produktsicherheit
unter Berichtstypen festlegen
dem Berichtstyp und unter Versandgründe festlegen
der Versandursache zugeordnet sein muss (siehe Berichtsselektion ).
Zuordnung von Berichtsanwendungen
Nachdem Sie einer Generierungsvariante eine Berichtsvorlage zugeordnet haben, ermittelt das SAP-System automatisch alle Berichtsanwendungen, zu denen Symbole auf der Berichtsvorlage angelegt wurden. Diese Berichtsanwendungen können von Ihnen nicht gelöscht werden. Sie können zudem weitere Berichtsanwendungen zuordnen. Diese müssen Sie im Customizing der Produktsicherheit
unter Berichtsanwendungen festlegen
angelegt haben.
Die Berichtsanwendung Spezifikationsstamm
können Sie nicht manuell zuordnen. Sie wird nur durch die Verwendung von Spezifikationssymbolen in der zugehörigen Berichtsvorlage zugeordnet.
Die Symbole sind aus folgenden Gründen eindeutig einer Berichtsanwendung zugeordnet:
Ein Symbol gehört genau zu einer Symbolgruppe.
Die Symbolgruppe ist genau einer Berichtsanwendung zugeordnet.
Hinweis
Für jede Berichtsanwendung können eigene Symbole definiert werden, die dann auf der Berichtsvorlage zur Verfügung stehen. Im Customizing der Grunddaten und Werkzeuge
werden unter Berichtssymbolgruppen festlegen
zu jeder Symbolgruppe Funktionsbausteine definiert, die für die Parametersymbole der Berichtsvorlage überschreibbare Defaultwerte ermitteln. Die Funktionsbausteine können Sie anpassen. Eine Berichtsanwendung kann auch mehrere Symbolgruppen verwenden.
Sie können die Verwendbarkeit der Generierungsvariante einschränken, indem Sie den Berichtsanwendungen einzelne Objektschlüssel zuordnen. Wenn kein Objektschlüssel angegeben ist, gilt die Generierungsvariante für alle Objekte der Berichtsanwendung (siehe Anwendungsobjekte festlegen ).
Hinweis
Wenn ein Bericht bereits bestimmten Objekten zugeordnet ist, ist es nicht sinnvoll, die Verwendung der Generierungsvariante auf andere Objekte derselben Berichtsanwendung einzuschränken. Das SAP-System ignoriert daher diese Objektzuordnungen. Beispiel: Ist ein Bericht über die Material-Spezifikations-Zuordnung einem bestimmten Material zugeordnet, wird die Zuordnung der Generierungsvariante zu einem anderen Material ignoriert.
Beim Einstieg in die Berichtsverwaltung
oder das Berichtsinformationssystem
werden die Generierungsvarianten und die zugehörigen Berichte anhand der Suchkriterien selektiert.