Änderungsmarkierung

Verwendung

Diese Funktion ermöglicht die Markierung von relevanten Änderungen bei Spezifikationsdaten auf Berichten.

In der Generierungsvariante können Sie mit Hilfe des Kennzeichens Änderungsmarkierung Folgendes festlegen:

  • Sie können die Markierung von Änderungen seit der Generierung der Vorgängerversion einschalten (Wert 1) oder ausschalten (Wert 0).

  • Sie können bei eingeschalteter Änderungsmarkierung zusätzlich festlegen, ob beim Austausch oder Einfügen von bestehenden Referenzen, Vererbungsbeziehungen, Komponenten oder Transportklassifizierungen alle Werte dieser Referenzen, Vererbungsbeziehungen, Komponenten und Transportklassifizierungen markiert werden (Wert 2).

Hinweis Hinweis

Im Folgenden erfolgt die Beschreibung für Referenzen und Komponenten. Hierbei gelten alle Aussagen für Referenzen analog für Vererbungsbeziehungen, die Aussagen für Komponenten gelten analog für Transportklassifizierungen.

Für Transportklassifizierungen, die aufgrund gesetzlicher Änderungen im Gefahrgut ausgetauscht wurden, kann somit die Markierung der zugehörigen Werte gewährleistet werden.

Ende des Hinweises

Voraussetzungen

Damit Änderungen gegenüber früher generierten Berichten auf Berichten markiert werden, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Das System berücksichtigt nur Identifikatoren und Bewertungsinstanzen, bei denen eine für den Bericht gültige Verwendung existiert, und bei denen das Kennzeichen Aktiv gesetzt ist.

  • Sie müssen bei dem geänderten Identifikator oder der geänderten Bewertungsinstanz das Kennzeichen Relevant gesetzt haben, das für manuell und automatisch generierte Berichte berücksichtigt wird (siehe Relevanzkennzeichen ).

  • Im Kopf der Generierungsvariante müssen Sie das Kennzeichen Änderungsmarkierung ebenfalls gesetzt haben.

  • Die Identifikatoren und Bewertungsinstanzen werden entsprechend der Selektionskriterien an der Generierungsvariante (Einstufung, Gültigkeitsraum, gegebenenfalls Statusprüfung) selektiert und auf Änderungen hin untersucht.

  • Wenn mehrere Verwendungen existieren, wird das Relevanzkennzeichen derjenigen Verwendung genommen, deren Einstufung und Gültigkeitsraum für die Datenselektion verantwortlich war (z. B. PUBLIC).

  • Das Relevanzkennzeichen der Verwendung einer Instanz gilt für alle Bewertungs- und Tabellendaten, die der Instanz direkt zugeordnet sind. Wenn eine Instanz sich zwischenzeitlich geändert hat und Sie das Kennzeichen Relevant zu dieser Instanz gesetzt haben, werden folgende Objekte als relevant markiert:

    • die zugehörigen Merkmale einer Bewertungsinstanz

    • die zugehörigen Einträge einer Zusammensetzung

Hinweis Hinweis

Nicht markiert werden die Daten der Zusammensetzungsspezifikationen, da diese über eine eigene Verwendung mit eigenem Relevanzkennzeichen verfügen.

Ende des Hinweises

Hinweis Hinweis

Gelöschte Bewertungen können bei der Ermittlung der Relevanz eines Berichts nicht berücksichtigt werden, da auf den Datensatz nicht mehr zugegriffen werden kann und auch die zugehörige Verwendung mit dem Kennzeichen Relevant nicht mehr existiert.

Ende des Hinweises

Funktionsumfang

Tagesgenaue Ermittlung

Das System ermittelt die Änderung eines Datensatzes mit der Genauigkeit eines Tages. Daher erfolgt auch die Ermittlung der Relevanz und der Änderungsmarkierung tagesgenau.

Hinweis Hinweis

Rohberichte, die aufgrund einer relevanten Datenänderung entstanden sind, tragen im Berichtskopf das Kennzeichen Relevant , das sie dort manuell bei Bedarf zurücknehmen können. Generell führen relevante Änderungen zu einer neuen Hauptversion und nicht-relevante Änderungen zu einer Unterversion, wenn die Versionierung eingeschaltet ist. Neue Hauptversionen werden über den Berichtsversand und Berichtsexport automatisch entsprechend der gesetzlichen Anforderungen nachversendet.

Wenn das letzte Änderungsdatum eines Datensatzes gleich oder jünger als das Generierungsdatum der letzten Berichtsversion ist, interpretiert das System dies immer als Änderung und legt abhängig davon, ob es sich um eine relevante oder eine nicht-relevante Änderung handelt, eine neue Unterversion oder Hauptversion an. Auf diese Weise wird keine Änderung übergangen, denn aufgrund der Tagesgenauigkeit des Änderungsdatums kann das System nicht entscheiden, ob sich der Inhalt des Datensatzes innerhalb eines Tages (vor oder nach der letzten Berichtsgenerierung) geändert hat.

Ende des Hinweises

Achtung Achtung

Um keine ungewollten Hauptversionen zu erhalten und keinen unnötigen Nachversand zu erzeugen, empfehlen wir entweder die automatische Arbeitvorratsgenerierung zu verwenden oder den Bericht manuell am Tag nach der Änderung zu generieren.

Ende der Warnung.

Beispiel Beispiel

Folgendes Beispiel stellt die Versionierung aufgrund der tagesgenauen Ermittlung dar:

  • 26.02.2003 Bericht manuell generiert→Version 1.0

  • 27.02.2003 relevante Änderung einer Bewertung

  • 27.02.2003 Bericht neu manuell generiert→Version 2.0

  • 04.03.2003 Bericht nochmals manuell generiert→Version 3.0

  • 04.03.2003 Bericht nochmals manuell generiert→Version 3.1

  • Am 27.02.2003 erhält der Bericht eine neue Hauptversion an, da das letzte Generierungsdatum gleich dem Änderungsdatum ist. Am 04.03.2003 erhält der Bericht eine weitere Hauptversion, da dies vom System als die eigentliche Berichtsgenerierung betrachtet wird. Nachdem keine weitere relevante Änderung erfolgt ist, erhält der Bericht bei der zweiten Generierung am 04.03.2003 eine neue Unterversion.

Ende des Beispiels.
Zeitgenaue Ermittlung

Mit dem Umgebungsparameter REP_TS_SUPPORT kann im Customizing eingestellt werden, dass das System Änderung an Datensätzen zeitgenau ermittelt.

Dadurch, dass das System die Uhrzeiten der Datenänderung und der Berichtsgenerierung ermittelt, kann deren Reihenfolge auch dann berücksichtig werden, wenn die Aktionen am selben Tag erfolgen.

Achtung Achtung

Änderungen, die eine Spezifikation über Vererbungsbeziehungen erfährt, werden vom System nur tagesgenau erfasst. Wenn für eine Vererbungsbeziehung das Kennzeichen Relevant gesetzt ist, dann findet keine zeitgenaue Ermittlung statt. Beachten Sie jedoch, dass für Generierungsvarianten mit Änderungsmarkierung = 1 , das Kennzeichen Relevant nicht ausgewertet wird, und somit die zeitgenaue Ermittlung stattfindet.

Ende der Warnung.
Arbeitsvorratsgenerierung

Die Arbeitsvorratsgenerierung führt neben der Wertedatei(Valuefile)-generierung zusätzlich einen textuellen Vergleich durch, um zu prüfen, ob eine neue Berichtsversion notwendig ist. (Weitere Informationen finden Sie im Einführungsleitfaden (IMG) der Produktsicherheit unter Jobs für Erzeugung des Arbeitsvorrats einrichten unter dem Verweis auf die Dokumentation des Reports RC1AVGE2).

Sofern die Wertedateigenerierung keine Änderungen feststellt, überprüft der textuelle Vergleich für alle Symbole Folgendes:

  • ob sich die Symbolwerte geändert haben

  • ob zusätzliche Symbole oder zusätzliche Symbolwerte im Bericht eingefügt wurden

  • ob Symbole oder deren Werte gelöscht wurden oder aufgrund geänderter Daten oder geänderter Selektionskriterien an der Generierungsvariante nicht mehr ausgegeben werden

Hinweis Hinweis

Der zusätzliche textuelle Vergleich dient nicht dazu, relevante Änderungen festzustellen. Dies ist ausschließlich innerhalb der Wertegenerierung, basierend auf der Verwendung möglich.

Der textuelle Vergleich stellt lediglich fest, ob sich der neue Bericht im Vergleich zum alten prinzipiell geändert hat oder nicht. Sofern sich zudem ein Datensatz, der auf dem Bericht ausgegeben wird, relevant geändert hat, wird der gesamte Bericht als relevant eingestuft.

Ende des Hinweises
Manuelle Berichtserstellung

Bei der manuellen Erstellung von Berichten gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Wenn der letzte Bericht mindestens freigegeben war, wird ein neuer Bericht erstellt.

    Das System muss dabei entscheiden, ob sich der Bericht relevant oder nicht-relevant geändert hat, um entsprechend eine Haupt- oder Unterversion anzulegen.

  • Wenn der letzte Bericht noch nicht freigegeben oder historisch war, wird der letzte Bericht durch den manuell erzeugten Bericht ersetzt.

  • Im Gegensatz zur Arbeitsvorratsgenerierung ist bei der manuellen Berichtserstellung kein textueller Vergleich notwendig, da dieser keinen Einfluss auf die Relevanz eines Berichtes hat. (Mit Hilfe des textuellen Vergleichs stellt die Arbeitsvorratsgenerierung dagegen fest, ob sich ein Bericht überhaupt geändert hat, um entscheiden zu können, ob ein neuer Bericht angelegt werden muss.)

Komponentendaten (analog Transportklassifizierungsdaten) und Daten aus Referenzspezifikationen

Wenn in einem Bericht Daten von Komponenten (analog Transportklassifizierungen) oder Referenzspezifikationen (analog Vererbungsbeziehungen) ausgegeben werden, wird bei deren Ausgabe die Verwendung und das Änderungsdatum der jeweiligen Identifikatoren und Bewertungsinstanzen dieser Spezifikationen überprüft.

Wenn also z. B. eine Bewertungsinstanz der Komponente X relevant geändert wird und ein Bericht zur Komponente X existiert, erscheint dieser Datensatz sowohl im Bericht zu dieser Komponente als auch in den Berichten zu allen Spezifikationen, die die Daten dieser Komponente auf ihren Berichten ausgeben, als markiert. Die relevanten Änderungen führen außerdem zu einer neuen Hauptversion, die über den Nachversand, falls gesetzlich gefordert, automatisch versendet wird. Gleiches gilt für die Änderung von Referenzdaten.

Austausch von Referenzen und Komponenten (analog Transportklassifizierung)

Wenn Sie beim Kennzeichen Änderungsmarkierung den Wert 2 eingestellt haben,werden beim Austausch oder Einfügen von bestehenden Referenzen bzw. Vererbungsbeziehungen oder Komponenten alle Werte dieser Referenzen und Komponenten markiert werden.

Kennzeichen Änderungsmarkierung mit Wert 1:

Wenn das Kennzeichen Änderungsmarkierung den Wert 1 hat und Referenzen oder Komponenten auf dem Bericht ausgegeben werden, führt ein Austausch von Spezifikationen nur dann zu einem relevanten Bericht, wenn die entsprechenden Daten aus der Zusammensetzung als relevante Änderung markiert und auf dem Bericht ausgegeben werden.

Hinweis Hinweis

Änderungen an Referenzeinträgen sind immer relevant, da sie keine Verwendung besitzen. Das System muss daher einen Austausch als relevant ansehen, um die Erfassung aller relevanten Änderungen zu gewährleisten.

Änderungen an Komponenten sind abhängig vom Relevanzkennzeichen der Verwendung der zugehörigen Bewertungsinstanz relevant oder nicht.

Kennzeichen Änderungsmarkierung mit Wert 2:

  • Wenn das Kennzeichen Änderungsmarkierung den Wert 2 hat, erfolgt die Markierung der neuen Referenz Z (Komponente Z), auch wenn die Eigenschaften der Spezifikation Z sich seit der letzten Version des Berichts nicht relevant geändert haben.

Es gelten folgende Regeln:

  • Damit die Markierung erfolgt, muss bereits ein Bericht der Version 1.0 vorhanden sein. Der Austausch der Referenzen (Komponenten) muss am gleichen Tag oder nach dem Anlegen des Berichtes mit der Version 1.0 stattgefunden haben

  • Alle Eigenschaften der Referenz Z (Komponente Z) werden markiert, unabhängig davon, ob sie sich im Falle eines Austausches von den Eigenschaften der ursprünglichen Referenz Y (Komponente Y) unterscheiden.

  • Für Referenzen gilt: Durch das Relevanzkennzeichen, das für eine Referenz angegeben werden kann, kann die Markierung der referenzierten Daten zusätzlich gesteuert werden. Nur wenn dieses Kennzeichen gesetzt ist, werden auch alle Eigenschaften der Referenz Z markiert.

  • Für Komponenten gilt: Auch die Daten der Komponenten einer Komponente werden markiert, obwohl diese selber u. U. nicht ausgetauscht wurden.

  • Die Eigenschaften der Referenz Z (Komponente Z) werden nur in den Berichten markiert, in denen die Referenz Z (Komponente Z) neu als Referenz (Komponente) eingetragen oder ausgetauscht wurde. In Berichten, in denen die Referenz Z (Komponente Z) unverändert als Referenz (Komponente) vorkommt, oder in Berichten der Spezifikation Z selber werden die Eigenschaften der Referenz Z nicht markiert.

Ende des Hinweises

Hinweis Hinweis

Da für Referenzen die Möglichkeit besteht, ein Relevanzkennzeichen zu setzen, wird dies für die referenzierten Daten entsprechend übernommen, falls dies gesetzt ist. Ein nicht gesetztes Relevanzkennzeichen einer Referenz hat kein Einfluss auf die Relevanzkennzeichen der referenzierten Daten.

Im Gegensatz dazu wird beim Austausch und Einfügen von Komponenten immer von einer relevanten Änderung ausgegangen, unabhängig davon, ob in der zugehörigen Verwendung das Relevanzkennzeichen gesetzt ist. Alle Daten, die über einen Spezifikationstausch an der Berichtsspezifikation auf dem neuen Bericht ausgegeben werden, werden als relevant eingestuft und markiert.

Wenn eine Referenz durch eine andere ersetzt, dann gesichert und danach die gleiche Referenz eingetragen wird, werden die Daten der Referenz im neuen Bericht markiert, obwohl sich dieser inhaltlich nicht geändert hat, wobei das Relevanzkennzeichen der Referenz berücksichtigt wird. (Wenn zwischenzeitlich nicht gesichert wird, erkennt der Puffer, dass sich die Spezifikations-ID nicht geändert hat und setzt das Änderungsdatum dementsprechend nicht hoch.)

Wenn in einer Zusammensetzung eine Komponente durch eine andere ersetzt, dann gesichert und danach gleich wieder eingetragen wird, werden die Daten der Komponente im neuen Bericht markiert, obwohl sich dieser inhaltlich nicht geändert hat. (Wenn zwischenzeitlich nicht gesichert wird, erkennt der Puffer, dass sich die Spezifikations-ID nicht geändert hat und setzt das Änderungsdatum dementsprechend nicht hoch. Sofern bei einer Zusammensetzung andere Daten als die Spezifikations-ID geändert werden, erkennt der Puffer trotz Änderung des Datensatzes, dass kein Spezifikationstausch erfolgt ist und markiert nur die tatsächlichen Änderungen an der Zusammensetzung, nicht aber die Komponentendaten, die unterhalb der zugeordneten Komponente liegen.)

Ende des Hinweises

Beispiel Beispiel

Beispielszenario (gilt für Änderungsmarkierung = 2, nicht 0 oder 1):

  • Spezifikation X hat Spezifikation Y als Referenzspezifikation (als Komponentenspezifikation) eingetragen. Diese Referenz ist als relevant gekennzeichnet. Es gibt zur Spezifikation X einen Bericht mit der Version 1.0, der die referenzierten Daten (Komponentendaten) ausgibt. Der Referenzspezifikation Y (Komponentenspezifikation Y) wird nun durch die Referenzspezifikation Z (Komponentenspezifikation Z) ersetzt.

  • Da sich die Eigenschaften der neuen Referenzspezifikation Z (Komponentenspezifikation Z) von denen der alten Referenzspezifikation Y (Komponentenspezifikation Y) unterscheiden, sollen nach dem Austausch alle Bewertungsinstanzen der neu eingetragenen Referenzspezifikation Z (Komponentenspezifikation Z) in der nächsten Berichtsversion von Spezifikation X als relevante Änderung markiert werden. Die Markierung soll erfolgen, ohne dass an der Spezifikation Z selber eine Änderung erfolgt, da sich eine Änderung an der Spezifikation Z auf die Berichte der Spezifikation Z auswirken würde. Dies ist nicht gewollt, da sich die Spezifikation Z inhaltlich nicht geändert hat, sondern lediglich in einer anderen Spezifikation verwendet wurde.

Ende des Beispiels.