Automatische Stammdatengenerierung

Verwendung

Um Strukturelemente mit den Prozessen der Komponente Controlling zu integrieren, generieren Sie nach von Ihnen vorgegebenen Regeln für neu angelegte bzw. geänderte Strukturelemente die notwendigen CO-Objekte und –Zuordnungen.

Voraussetzungen

Sie haben die Einstellungen zur automatischen Stammdatengenerierung im Einführungsleitfaden (IMG) unter Verteidigungskräfte & Öffentliche Sicherheit →Rechnungswesen →CO-Stammdatengenerierung in folgenden Aktivitäten vorgenommen:

Unter Steuerung Stammdatengenerierung Rechnungswesen legen Sie die Generierungsregeln fest. Sie definieren dabei für jede Kombination aus Land, Organisationsbereich und Strukturebene pro CO-Objekttyp, ob die betreffenden Strukturelemente eigene CO-Objekte erhalten oder entsprechende Zuordnungen von jeweils übergeordneten Strukturelementen erben sollen.

Unter Einstellungen für Stammdatengenerierung können Sie pro Kostenrechnungskreis insbesondere folgende Einstellungen vornehmen:

Sie geben an, welche Kostenstellen- und Profitcentergruppen während des Genehmigungsprozesses für temporäre bzw. technisch notwendige Zuordnungen dienen sollen.

Legen Sie dazu mit der AnwendungCO-Hierarchie im Einsatzsystem vorbereiten (Planhierarchiebereiche) (Transaktion /ISDFPS/ACCHIERPREP) oder den Standardtransaktionen KSH1, KCH1 bzw. KE59 entsprechende Objekte an. An dieser Stelle können Sie auch ein Dummy-Profitcenter anlegen, das ebenfalls während des Genehmigungsprozesses verwendet wird (siehe dazu auch in der SAP-Bibliothek unterRechnungswesen →Unternehmenscontrolling (EC) →Profitcenter-Rechnung (EC-PCA) →Grundfunktionen →Profitcenter-Stammdaten →Unternehmensorganisation (CO) →Dummy-Profitcenter )

Legen Sie z.B. unterhalb des verwendeten Hierarchie-Topknotens eine Kostenstellengruppe CC-PLANNED mit der Bezeichnung Kostenstellen in Planung an.

Sie legen fest, ob vor der Generierung eine Simulation durchgeführt werden soll. Anhand des Simulationsergebnisses können Sie entscheiden, ob Sie tatsächlich die simulierten Objekte generieren möchten. Andernfalls wird die Generieung bei Ausführung der Funktion direkt durchgeführt (gilt nur für eine Generierung ohne Verwendung des Workflows).

Sie legen fest, ob die Generierung der Stammdaten über einen Workflow erfolgen soll. Weitere Informationen zum standardmäßig ausgelieferten Workflow finden Sie unter Workflow Kostenstellen/Profitcenter

Der zugehörige Workflow-Funktionsbaustein /ISDFPS/AC_WF_GEN_WORKFLOW, der den Kontierungsworkflow zur Stammdatengenerierung auslöst, ist kein Baustein aus dem Customizing zu Folgeaktionen .

Sie legen die Namenskonvention für generierte Objekte fest.

Funktionsumfang

Das System generiert für jedes betreffende Strukturelement im Status Geplant über die Anwendung CO-Kontierungsobjektgenerierung und ‑zuordnung (Transaktion /ISDFPS/ACCMDGEN) gemäß den Generierungsregeln folgende CO-Stammdaten bzw. Zuordnungen (je nach Customizing-Einstellung werden neue Objekte bzw. Zuordnungen angelegt oder vererbt):

Generierte Objekte

Kostenstelle, wenn das betreffende Strukturelement gemäß Generierungsregel im Customizing eine eigene Kostenstelle erhalten soll; andernfalls erbt das Strukturelement die übergeordnete Kostenstelle

Solange die jeweiligen Strukturelemente noch nicht im Status Aktiv sind, erhalten neu angelegte Kostenstellen eine temporäre Zuordnung zu der im Customizing angegebenen vorläufigen Kostenstellengruppe.

Profitcenter, wenn das betreffende Strukturelement gemäß Generierungsregel im Customizing einen eigenen Profitcenter erhalten soll; andernfalls erbt das Strukturelement den übergeordneten Profitcenter

Solange die jeweiligen Strukturelemente noch nicht im Status Aktiv sind, erhalten neu angelegte Profitcenter eine temporäre Zuordnung zu der im Customizing angegebenen vorläufigen Profitcentergruppe.

Kostenstellen und Profitcenter werden gesperrt angelegt. Zum Entsperren stehen Prüfungen und Folgeaktionen bei Statuswechsel des Strukturelementes zur Verfügung.

Generierte Zuordnungen

Zuordnung der neu angelegten Kostenstelle zum (sofern vorhanden) neu angelegten Profitcenter, andernfalls zum nächsten übergeordneten Profitcenter

Kann das System kein Profitcenter ermitteln, wird das im Customizing angegebene Dummy-Profitcenter eingetragen.

Zuordnung des Strukturelementes zur eigenen oder geerbten Kostenstelle gemäß Generierungsregel

Zuordnung des Strukturelementes zum eigenen oder geerbten Profitcenter gemäß Generierungsregel

Zuordnung des Strukturelementes zur eigenen oder vererbten Kostenstellengruppe gemäß Generierungsregel

Soll das Strukturelement eine eigene Kostenstellengruppe erhalten, wird diese erst in einem späteren Schritt angelegt.

Zuordnung des Strukturelementes zur eigenen oder vererbten Profitcentergruppe gemäß Generierungsregel

Soll das Strukturelement eine eigene Profitcentergruppe erhalten, wird diese erst in einem späteren Schritt angelegt.

Zur Darstellung der Zuordnungen in der Workbench Strukturen sowie den technischen Informationen zu den Verknüpfungen siehe Kontierung und Budgetierung .

Aktivitäten

Sie können die Stammdatengenerierung wie folgt durchführen:

Automatische Stammdatengenerierung per Workflow

Wenn Sie den Statuswechsel eines Strukturelementes durchführen, können Sie im Dialogfenster zu den durchgeführten Prüfungen über die Drucktaste Kontierungsworkflow starten den Prozess zur Stammdatengenerierung anstoßen.

Das System ermittelt die relevanten Datenänderungen (neu angelegtes Strukturelement oder Änderungen der Infotypen 1000 oder 1950) und sendet ein Workitem an den verantwortlichen Bearbeiter für die CO-Stammdatengenerierung. Wenn der Bearbeiter das Workitem ausführt, führt das System die Generierung zunächst im Simulationsmodus durch. Der Bearbeiter hat nach Erhalt des Simulationsergebnisses folgende Möglichkeiten:

Wenn der Empfänger die simulierte Generierung genehmigt, wird die Generierung entsprechend durchgeführt. Der Initiator erhält ein entsprechendes Workitem.

Genehmigen Sie die Generierung, wenn das Simulationsergebnis zu einem großen Teil oder vollständig Ihren Vorstellungen entspricht. Bei Bedarf können Sie anschließend direkt die Workbench Strukturen aufrufen, um manuelle Anpassungen vorzunehmen.

Wenn der Empfänger die simulierte Generierung ablehnt, wird die Generierung nicht durchgeführt. Der Initiator erhält ein entsprechendes Workitem.

Anschließend kann der Initiator den Statuswechsel des Strukturelementes abschließen.

Automatische Stammdatengenerierung ohne Workflow

Alternativ können Sie die Anwendung auch ohne Workflow verwenden.

Wählen Sie dazu entweder im Einführungsleitfaden (IMG) die Aktivität Verteidigungskräfte & Öffentliche Sicherheit →Rechnungswesen →CO-Stammdatengenerierung →CO-Kontierungsobjektgenerierung und ‑zuordnung

Oder wählen Sie im Strukturbereich der Workbench Strukturen im Menü Weitere Berichte →CO-Kontierungsobjektgenerierung , um die Generierung direkt zu einem ausgewählten Strukturelement zu starten.

Wenn Sie über die Customizing-Einstellungen keine Simulation vorgesehen haben, werden die Objekte direkt angelegt, andernfalls erhalten Sie zunächst das Simulationsergebnis.

Manuelle Stammdatengenerierung

Sowohl zur Nachbearbeitung als auch alternativ zur automatischen Generierung können Sie auch eine manuelle Stammdatengenerierung vornehmen.

Ergebnis

Sie haben die notwendigen CO-Stammdaten für neue oder geänderte Strukturelemente generiert. Führen Sie nun den Genehmigungsprozess für die Strukturelemente bis zum Status Aktiv durch und stoßen Sie anschließend die automatische Hierarchiegenerierung an.