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Integrationsszenario konfigurierenLocate this document in the navigation structure

Verwendung

Innerhalb einer Systemlandschaft kann ein ABAP-System als Zentralsystem definiert werden. Von diesem Zentralsystem aus lassen sich komplette Integrationsszenarios konfigurieren; diese Konfigurationen können an alle betroffenen Systeme verteilt werden, die an der zentralen Konfiguration beteiligt sind. Im Kontext der Integrationsszenariokonfiguration bezieht sich die Benennung System auf einen einzelnen Mandanten eines ABAP-Systems.

Damit ein System von einem Zentralsystem konfiguriert werden kann, muss es eine Managementverbindung zum Zentralsystem aufbauen. Im Zentralsystem wird das System anschließend als Domänensystem dargestellt. Dies bedeutet, dass das Zentralsystem Web-Service-Konfigurationen in diesem (Domänen)System anlegen, aktualisieren und löschen kann. Beim Einrichten der Managementverbindung in den verwalteten Systemen werden die Designzeitinformationen von Service-Definitionen, Consumer-Proxys und Service-Gruppen gelesen und im Designzeit-Cache im Zentralsystem gespeichert, damit dort gültige Konfigurationsaufträge angelegt werden können. Damit Verbindungen zwischen verschiedenen Domänensystemen konfiguriert werden können, werden die Domänensysteme in Domänen gruppiert, welche die gleichen Sicherheits- und Proxy-Einstellungen verwenden.

Wenn ein Fremdsystem in die zentrale Szenariokonfiguration eingebunden werden muss, können Sie für dieses Fremdsystem direkt im Zentralsystem ein Domänensystem anlegen, ohne zuerst eine Managementverbindung vom Fremdsystem aus aufbauen zu müssen. Ein Fremdsystem kann innerhalb eines Integrationsszenarios Web-Services bereitstellen. Es besteht im Wesentlichen aus einer Sammlung hochgeladener WSDL-Dokumente, die als System innerhalb der zentralen Szenariokonfiguration fungieren.

Integrationsszenariokonfigurationen sind insbesondere in großen Systemlandschaften hilfreich, da sie eine konsistente Regelung von Sicherheitseinstellungen erlauben. Außerdem bieten sie eine automatische Änderungsverwaltung und ermöglichen die einfache Administration von Service-Ausfällen und Service-Umzügen. Da jedes beliebige ABAP-System als Zentralsystem definiert werden kann, ist keine zusätzliche Hardware erforderlich.

Voraussetzungen

In Ihren Consumer-Systemen verwenden Sie Service-Gruppen zur Instanziierung der Consumer-Proxys. Weitere Informationen finden Sie unter Mit Service-Gruppen arbeiten.

Aktivitäten
  1. Konfigurieren Sie ein System in Ihrer Systemlandschaft als Zentralsystem.

    Weitere Informationen finden Sie unter System als Zentralsystem definieren.

  2. Richten Sie in jedem ABAP-System, das Sie zentral konfigurieren möchten, eine Managementverbindung zum Zentralsystem ein.

    Weitere Informationen finden Sie unter Managementverbindung zum Zentralsystem anlegen.

    Wenn Sie ein Fremdsystem in die zentrale Szenariokonfiguration einbinden möchten, legen Sie im Zentralsystem ein Domänensystem an, das dieses Fremdsystem repräsentiert.

    Weitere Informationen finden Sie unter Domänensystem für Fremdsystem anlegen.

  3. Legen Sie im Zentralsystem eine oder mehrere Domänen an.

    Weitere Informationen finden Sie unter Domäne in einem Zentralsystem anlegen.

  4. Legen Sie im Zentralsystem Anmeldedaten an und ordnen Sie diese zu Provider-Systemen zu.

    Weitere Informationen finden Sie unter Anmeldedaten in einem Zentralsystem anlegen und zuordnen.

  5. Im Zentralsystem werden sogenannte geeignete Interfaces verwendet, um das bevorzugte Service-Interface zu einem Consumer-Proxy einer Service-Gruppe für eine Kombination aus Consumer- und Provider-Systemen zuzuordnen. Diese Zuordnung wird in der Anwendung des geeigneten Interface angezeigt oder kann bei der Konfiguration des Integrationsszenarios angelegt werden.

  6. Wählen Sie eine Integrationsszenariodefinition aus und konfigurieren Sie ihre Verbindungen.

    Weitere Informationen finden Sie unter Verbindung für Integrationsszenario anlegen.

  7. Wenn Sie Konfigurationen in Ihrem Zentralsystem angelegt haben, müssen Sie diese an die betroffenen Domänensysteme verteilen. Sie können jeweils eine Integrationsszenariokonfiguration freigeben oder alle im Zentralsystem vorgenommenen Änderungen auf ein Mal freigeben:

    Integrationsszenariokonfiguration freigeben

    Änderungen vom Zentralsystem an Domänensysteme verteilen