Konfiguration des Systemlastmonitors
Der Systemlastmonitor dient der Analyse statistischer Daten des SAP-Kernels. Dabei haben Sie auf Art und Umfang sowohl der Datenerfassung als auch der Datenspeicherung vielfältige Einflussmöglichkeiten. Dieser Prozess stellt diese Einflussmöglichkeiten vor.

Sie müssen den Systemlastmonitor vor der erstmaligen Nutzung nicht konfigurieren. Die ausgelieferten Einstellungen gewährleisten im Normalfall eine einwandfreie Funktion. Sie müssen also nur bei der Fehlersuche oder bei Performance-Problemen Parameter des Kollektors und der Performance-Datenbank ändern.
Beachten Sie, dass für die Anzeige der Statistikdaten der
Job SAP_COLLECTOR_FOR_PERFMONITOR eingeplant sein
muss (siehe
Regelmäßig
einzuplanende Hintergrundjobs).
Sie können in die Datenerfassung und -speicherung an mehreren Punkten eingreifen:

Sie können aufgeschlüsselt nach verschiedenen Profilen (die den verschiedenen Analysesichten entsprechen) bestimmen, ob überhaupt Statistikdaten in die Workload-Kollektor-Datenbank gesichert werden sollen. Außerdem können Sie analog bestimmen, wie und nach welchen Zeiträumen diese Daten reorganisiert werden sollen. Nähere Informationen hierzu finden Sie unter Steuerung und Überwachung der Erzeugung von Statistikdaten.

Neben der Workload-Kollektor-Datenbank existiert noch die Monitoring-Datenbank MONI, die Performance-Daten enthält, die in anderen Transaktionen angezeigt werden. Sie können aber die Umfang und die Reorganisation aus dem Systemlastmonitor heraus überwachen (siehe Reorganisation und Überwachung der Monitoring-Datenbank MONI).
Falls es Probleme bei der Reorganisation der Statistikdaten gibt, können Sie die entsprechenden Inhalte der Workload-Kollektor-Datenbank anzeigen und manuell löschen (siehe Inhalte der Workload-Kollektor-Datenbank anzeigen und löschen).
Sowohl für die Ermittlung der Systemlastdaten als auch für die Ermittlung von Performance-Daten anderer Transaktionen sind verschiedene Performance-Kollektoren zuständig, die automatisch in regelmäßigen Zeitabständen ausgeführt werden.
Diese Zeitpunkte werden in der Tabelle TCOLL gespeichert. Durch Änderung der Einträge von TCOLL können Sie bestimmen, welche Kollektoren wie häufig aufgerufen werden (siehe Einplanung der Performance-Kollektoren anzeigen und ändern).
Es existieren zum Systemlast-Kollektor mehrere relevante
Profil- und Online-Parameter. Sie können sich die relevanten Profilparameter
getrennt für die einzelnen Instanzen anzeigen lassen, indem Sie in der
Navigationsleiste
Kollektor & Perf.Datenbank →
Statistiksätze und -datei →
Relevante Profilparameter wählen. Da Sie diese Profilparameter
nicht im laufenden Betrieb ändern können, sondern nur über einen Neustart der
entsprechenden Instanz, können Sie die Parameter nur anzeigen. Um die
Parameter zu ändern, verwenden Sie die Transaktion RZ10 (Profile bearbeiten). Besonders wichtig sind dabei die beiden
folgenden Profilparameter:
● stat/max_files gibt an, wie viele Statistikdateien der Kernel verwendet. Ist der Parameter > 0, so wird für jede Stunde eine neue Statistikdatei angelegt. Durch seine Größe legen Sie fest, wie viele Statistikdateien gleichzeitig existieren, bevor die jeweils älteste davon wieder gelöscht wird. Standardmäßig hat der Parameter den Wert 48, Sie können also innerhalb von zwei Tagen auf die Statistikdaten der Dialogschrittstatistik zugreifen.
● stat/as_max_files gibt den analogen Wert für die für die Anwendungssstatistik an.
Online-Parameter sind solche Profilparameter, deren
Änderungen sofort (auch ohne Neustart der betroffenen Instanz) wirksam sind.
Im Gegensatz zu den relevanten Profilparametern können Sie die
Online-Parameter direkt im Systemlastmonitor verändern. Wählen Sie hierzu in
der Navigationsleiste
Kollektor & Perf.Datenbank →
Statistiksätze und -datei →
Online-Parameter. Sie benötigen die Online-Parameter unter
anderem für die folgenden Statistiken:
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