Steuerung und Überwachung der Erzeugung von
Statistikdaten
ABAP-Workprozesse schreiben bei jedem Transaktionsschritt Statistik- und Anwendungsstatistik-Daten zunächst in einen Puffer. Diese Daten werden danach in Dateien des Dateisystems auf den Host der jeweiligen Instanz gesichert. Pro Stunde wird je eine solche Datei für die Statistik- und die Anwendungsstatistik angelegt, insgesamt ist die Anzahl standardmäßig auf je 48 Dateien beschränkt (Profilparameter stat/max_files bzw. stat/as_max_files). Diese Daten werden also zwei Tage gesichert, bevor sie wieder überschrieben werden.
In der nächsten Stufe werden diese Statistikdaten als Tagesaggregate (also mit der zeitlichen Auflösung von Tagen) in der Workload-Kollektor-Datenbank aggregiert und gesichert. Hierfür läuft auf jeder Instanz einmal pro Stunde ein entsprechender Report. Dabei können Sie selbst festlegen, zu welchen Profilen Statistikdaten in der Datenbank gesichert werden sollen. Diese Profile decken jeweils ein eigenes Themengebiet ab und bilden die vorhandenen Analysesichten des Systemlastmonitors ab. Im Einzelnen:
|
Profil |
Analysesicht |
AA |
Anwendungsprofil |
|
AB |
Anwendungshitliste DB-Zugriffe |
Hitlisten → Top DB-Zugriffe Funktionen |
AC |
Anwendungshitliste Antwortzeiten |
Hitlisten → Top Antwortzeit Funktionen |
EA |
Komponentenhierarchie |
Diese Daten bilden keine eigene Analysesicht, sondern zusätzliche Informationen für andere Analysesichten |
EB |
Orgunit |
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WA |
Tasktypenprofil |
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WB |
Zeitabhängiges Tasktypenprofil |
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WC |
Zeit-, Programm-, Tasktypenprofil |
|
WD |
Datenbankprozeduren-Profil |
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WF |
Externe Systeme |
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WG |
Funktionscodeprofil |
|
WH |
Frontendprofil |
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WJ |
Speicherverbrauchsprofil |
|
WK |
Spoolaktivitätsprofil |
|
WL |
Tabellenprofil |
|
WM |
Benutzer-, Transaktionsprofil |
Transaktionsprofile und Anwenderprofil und Abrechnungsstatistik → Anwenderprofil |
WN |
Benutzerprofil |
Anwenderprofil und Abrechnungsstatistik → Abrechnungsstatistik |
WO |
RFC Client Profil |
RFC-Profile → RFC Client Profil |
WP |
RFC Client Destination Profil |
RFC-Profile → RFC Client Destination Profil |
WQ |
RFC Server Profil |
RFC-Profile → RFC Server Profil |
WR |
RFC Server Destination Profil |
RFC-Profile → RFC Server Destination Profil |
WT |
Hitliste Datenbank-Zugriffe |
Hitlisten → Top DB-Zugriffe Dialogschritte |
WU |
Hitliste Antwortzeiten |
Hitlisten → Top Antwortzeit Dialogschritte |
WV |
Spool Profil |
Spool-Statistik (Registerkarte Übersicht) |
WW |
HTTP Client Profil |
Web-Statistik → WEB Client Statistik |
WX |
HTTP Client Destination Profil |
Web-Statistik → WEB Client Dest. Statistik |
WY |
Datenbank Verbindung |

Die Statistikdaten auf Dateisystemebene enthalten die Statistiksätze, wie sie vom Kernel nach jedem Transaktionsschritt geschrieben werden, während die Daten in der Workload-Kollektor-Datenbank bereits verdichtet sind, womit z. B. die Analyse von Teilen einer Transaktion nicht mehr möglich ist. Sie können nach Ablauf von zwei Tagen also keine Analyse unterhalb der Transaktionsebene mehr durchführen.
Auch diese Tagesaggregate werden weiter aggregiert; und zwar auf zwei verschiedenen Wegen:
· Die Statistikdaten aller Instanzen eines Systems werden zu einer TOTAL-Instanz zusammengefasst, die Sie als zusätzliche Instanz eines Systems im Systemlastmonitor anzeigen lassen können.
· Die Tagesaggregate werden zu Wochen- und Monatsaggregaten zusammengefasst.
Auch hier können Sie selbst festlegen, für welche Profile die Wochen- und Monatsaggregate sowie die Aggregate für die TOTAL-Instanz erstellt werden sollen.

Standardmäßig werden für alle Profile Tages-, Wochen-, Monats- und TOTAL-Aggregate erzeugt. Für alle diese Aggregate können Sie nach Profilen aufgeschlüsselt die Aufbewahrungszeit festlegen.
Um die Erzeugung und die Aufbewahrungszeit der Statistikdaten zu ändern bzw. um die einwandfreie Funktion der entsprechenden Kollektoren zu überwachen, starten Sie den Systemlastmonitor (Transaktion ST03), und stellen Sie sicher, dass Sie sich im Benutzermodus Experte befinden.
·
Um zu bestimmen, für welche Profile Tagesaggregate in der
Workload-Kollektor-Datenbank erstellt werden sollen, wählen Sie in der
Navigationsleiste
Kollektor
& Perf.Datenbank →
Systemlast-Kollektor →
Instance-Kollektor →
Steuerung. Nur für Profile, die in dieser Tabelle
aktiviert sind, können Sie Daten im Systemlastmonitor anzeigen.
·
Um die einwandfreie Funktion des entsprechenden
Kollektors zu überprüfen, wählen Sie in der Navigationsleiste
Kollektor
& Perf.Datenbank →
Systemlast-Kollektor →
Instance-Kollektor →
Protokoll. Sie haben aufgeteilt nach Zeiträumen die
Möglichkeit, die entsprechenden Fehlerprotokolle einzusehen. Der Kollektor
läuft jede Stunde auf jeder Instanz des Systems.
·
Um zu bestimmen, für welche Profile die o. g.
Aggregate in der Workload-Kollektor-Datenbank erstellt werden sollen, wählen
Sie in der Navigationsleiste
Kollektor
& Perf.Datenbank →
Systemlast-Kollektor →
TOTAL-Kollektor →
Steuerung.
·
Um die einwandfreie Funktion des entsprechenden
Kollektors zu überprüfen, wählen Sie in der Navigationsleiste
Kollektor
& Perf.Datenbank →
Systemlast-Kollektor →
TOTAL-Kollektor →
Protokoll. Sie haben aufgeteilt nach Zeiträumen die
Möglichkeit, die entsprechenden Fehlerprotokolle einzusehen. Der Kollektor
läuft alle drei Stunden systemweit einmal.
·
Um zu bestimmen, wie lange die verschiedenen Aggregate in
der Workload-Kollektor-Datenbank gehalten werden sollen, wählen Sie in der
Navigationsleiste
Kollektor
& Perf.Datenbank →
Performance-Datenbank →
Workload Kollektor Datenbank →
Reorganisation →
Steuerung.

Beachten Sie, dass je nach Größe des Bildes der entscheidende Teil der Spaltenüberschriften möglicherweise nicht sichtbar ist, und dass die Zeiteinheit für die verschiedenen Aggregate unterschiedlich ist. Die Tabelle besteht aus den folgenden Spalten:
Nr. |
Überschrift |
Einheit |
1 |
Aufbewahrungszeit Tagesaggregate |
Tag |
2 |
Aufbewahrungszeit Wochenaggregate |
Woche |
3 |
Aufbewahrungszeit Monatsaggregate |
Monat |
4 |
Aufbewahrungszeit Tagesaggregate (TOTAL) |
Tag |
5 |
Aufbewahrungszeit Wochenaggregate (TOTAL) |
Woche |
6 |
Aufbewahrungszeit Monatsaggregate (TOTAL) |
Monat |
·
Um die einwandfreie Funktion der o. g.
Reorganisation zu überprüfen, wählen Sie in der Navigationsleiste
Kollektor
& Perf.Datenbank →
Performance-Datenbank →
Workload Kollektor Datenbank →
Reorganisation →
Protokoll. Sie haben aufgeteilt nach Zeiträumen die
Möglichkeit, die entsprechenden Fehlerprotokolle einzusehen. Der Kollektor
läuft pro Tag systemweit einmal.
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