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Definition

Die Systemlastübersicht gibt Daten zur Systemlast aus, die vom SAP-Kernel geschrieben und mit dem Systemlastmonitor (Transaktion ST03) angezeigt werden. Die Systemlastübersicht liefert Systemadministratoren vielseitige und detaillierte Informationen zu den wichtigsten Daten zur Systemlast, wie z. B. der CPU-Zeit, den Anzahl der Datenbankänderungen, der Antwortzeiten usw.

Struktur

Sie können die Systemlastübersicht für alle Tasktypen anzeigen (Dialog, Hintergrund, RFC, ALE und Verbuchung) oder nur für einen bestimmten Tasktyp. Das System zeigt die folgenden Daten an:

Hinweis

Beim Tasttyp HTTP wird die Systemlast standardmäßig nicht nach Anwendungen oder Seiten (URLs) aufgeteilt ausgegeben, statt dessen wird als Dummy-Name SAPMHTTP ausgegeben. Falls Sie einen entsprechende Aufschlüsselung benötigen, wählen Sie in der Navigationsleiste Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt Kollektor & Perf.-Datenbank Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt Systemlast-Kollektor Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt Parameter, und wählen Sie im Gruppenrahmen Erstelle Profile den gewünschten Auswahlknopf.

Information

Erläuterung

mittlere CPU-Zeit

mittlere Zeit, die ein Workprozess die CPU verwendet; während eines Dialogschritts wird die CPU des Anwendungsservers für die Verarbeitung verwendet (Laden, Generieren, Verarbeitung von Datenbankanforderungen, ABAP-Verarbeitung usw.)

Die CPU-Zeit wird vom Betriebssystem bestimmt. Am Ende eines Transaktionsschritts fragt der SAP-Workprozess die CPU-Zeit vom Betriebssystem ab. Die CPU-Zeit ist daher im Gegensatz zur Wartezeit, der Roll-In-Zeit, der Ladezeit und der Datenbankzeit keine additive Komponente der Antwortzeit.

mittlere Antwortzeit

mittlerer Zeitraum zwischen dem Zeitpunkt, an dem ein Dialogprozess eine Anforderung an einen Dispatcher-Workprozess sendet, und dem Zeitpunkt, an dem der Dialog beendet ist und die Daten an die Präsentationsschicht übergeben werden

Die Antwortzeit beinhaltet nicht die Zeit für die Übertragung der Daten vom SAP-Frontend an den Anwendungsserver. Bei Netzwerken mit schlechter Performance kann daher eine größere subjektive Antwortzeit entstehen. Die Übertragungszeit ist in der GUI-Zeit und der Frontend-Netzwerkzeit enthalten.

mittlere Wartezeit

mittlere Zeit, die ein unverarbeiteter Dialogschritt in der Dispatcher-Warteschlange auf einen freien Workprozess wartet

Unter normalen Bedingungen sollte der Dispatcher-Workprozess einen Dialogschritt sofort nach Empfang des Auftrags von dem Dialogschritt an den Anwendungsprozess weitergeben. Unter diesen Bedingungen sollte die mittlere Wartezeit einige Millisekunden betragen. Ist der Anwendungsserver oder das gesamte System stark belastet, kann dies zu Staus in der Dispatcher-Warteschlange führen.

mittlere Lade- und Generierzeit

mittlere Zeit zum Laden und Generieren von Objekten wie ABAP-Quellcode und Bildschirminformationen von der Datenbank

DB-Aufrufe

Anzahl der geparsten Zugriffe auf die Datenbank

DB-Zugriff

Anzahl der logischen ABAP-Zugriffe auf Daten in der Datenbank; diese Zugriffe gehen durch die SAP-Datenbankschnittstelle und werden in einzelne Datenbankaufrufe geparst.

Das Verhältnis der Datenbankaufrufe zu den Datenbankzugriffen ist wichtig. Wenn der Zugriff auf Informationen in einer Tabelle in den SAP-Puffern gepuffert wird, sind keine Datenbankaufrufe auf den Datenbankserver erforderlich. Das Verhältnis Aufrufe/Zugriffe gibt daher einen Hinweis auf die Effizienz der Tabellenpufferung. Ein gutes Verhältnis wäre 1:10.

GUI-Zeit

Antwortzeit zwischen dem Dispatcher und dem GUI während der Rountrips (Roundtrips sind Kommunikationsschritte zwischen SAP-System und Frontend während eines Transaktionsschrittes)

Roll-Ins

Anzahl der eingelagerten Benutzerkontexte

Roll-Outs

Anzahl der ausgelagerten Benutzerkontexte

Roll-In-Zeit

Verarbeitungszeit für das Einlagern der Benutzerkontexte

Roll-Out-Zeit

Verarbeitungszeit für das Auslagern der Benutzerkontexte

Roll-Wartezeit

Wartezeit im Rollbereich

Wenn synchrone RFCs aufgerufen werden, führt der Workprozess einen Roll-Out durch und wartet auf das Ende des RFC im Rollbereich. Im Rollbereich können auch RFC-Serverprogramme auf andere RFCs warten, die an sie gesendet werden.

mittlere Zeit pro logischem Datenbankaufruf

mittlere Antwortzeit für alle an das Datenbanksystem gesendeten Befehle (in Millisekunden)

Die Zeit hängt von der CPU-Kapazität des Datenbankservers, dem Netzwerk, der Pufferung und von den Ein-/Augabefähigkeiten des Datenbankservers ab. Die Zugriffszeiten auf gepufferte Tabellen sind sehr viel schneller und werden hier nicht berücksichtigt.

Sie können die Anzeige auf einen bestimmten Tasktyp einschränken . Der Tasktyp hängt von der Aufgabe des zugehörigen Anwendungsprozesses ab und ist ein identifizierender Bestandteil jedes Statistiksatzes. Man unterscheidet die folgenden Tasktypen:

Tayptyp

Erläuterung

AUTOABAP

automatisch verarbeiteter Report (z. B. für Monitoring-Tools)

B.INPUT

Transaktionsschritt im Batch-Input-Modus; er wird vom Dialog-Workprozess abgearbeitet (im B.I. erzeugte Verbuchungsdialoge werden stets synchron abgearbeitet, sie gehören zum Tasktyp UPDATE).

BACKGROUND

Transaktionssschritt, der durch einen Workprozess der Hintergrundverarbeitung gestartet wurde.

BUFFER SYNC

eine vom SAP-System regelmäßig veranlasste Synchronisation der lokalen Tabellenpuffer (das Zeitintervall wird durch den Profilparameter rdisp/bufreftime gesteuert).

DIALOG

meist online vom Benutzer gestarteter Transaktionsschritt (z. B. Editordialoge oder Buchungen per Hand).

RFC

Remote Function Call in das ABAP-System; er wird vom Dialog-Workprozess abgearbeitet.

CPIC

sonstige Kommunikation über die CPIC-Schnittstelle; er wird vom Dialog-Workprozess abgearbeitet

SPOOL

Transaktionsschritt eines Spool-Workprozesses

UPDATE

Transaktionsschritt des SAP-Verbuchers; er wird automatisch durch den Dispatcher auf einem Rechner mit aktiven Verbuchungsprozess gestartet (üblicherweise sind Verbuchungsprozesse auf dem Datenbankrechner installiert)

UPDATE2

V2-Verbuchung

ALE

IDOC-Verarbeitung; sie wird vom Dialog-Workprozess abgearbeitet

LCOM

Der Fast RFC (fRFC oder LCOM-RFC) ist eine sehr schnelle Form der Datenübertragung, die über eine Shared-Memory-Pipeline arbeitet. Sie wird nur in der internen Kommunikation zwischen ABAP und Java im SAP Web AS verwendet.

HTTP, HTTPS, NNTP, SMTP, FTP

Requests aus dem ICM, die auf entsprechenden Internet-Protokollen basieren

ENQUEUE

Enqueue-Handler

DIALOG(-)GUI

Dialog ohne GUI

EXT.PLUGIN
AUTOTH (
Auto task handler)
RPCTH
(Task handler remote procedure call)
RFCVMC
(RFC inside VMC)
DDLOG CLEANUP
DEL. THCALL
(Delayed task handler call)
AUTOJAVA
HTTP/JSP, HTTPS/JSP

Die statistischen Auswertungen dieser Tasktypen sind nur für SAP-interne Zwecke relevant.

Dabei entsprechen die Tasktypen den Workprozesstypen - außer den Tastypen RFC, CPIC, ALE, AUTOABAP und BUFFER SYNC, die nur spezielle Anwendungen im Dialog-Workprozess darstellen. TOTAL ist die Summe über alle Tasktypen.

Hintergrunddokumentation

Hintergrundinformation

Die Antwortzeit wird gewöhnlich in Wartezeit plus Ausführungszeit unterteilt. Die SAP-Antwortzeit setzt sich aus den folgenden Komponenten zusammen:

Antwortzeit = Wartezeit + Ausführungszeit

mit: Ausführungszeit =

Generierungszeit während des Laufs

+ Ladezeit für Programme, Bilder und grafische Benutzungsoberfläche
+ Roll-Zeiten für das Roll-In der Arbeitsdaten
+ ABAP-Verarbeitungszeit
+ Datenbankzeit
+ Enqueue-Zeit für logische SAP-Sperrverfahren
+ CPIC/RFC-Zeit
+ Roll-Wartezeit (außer Tasktypen RFC/CPIC/ALE).

Die CPU-Zeit ist keine additive Komponente der Antwortzeit, sondern die Summe der von den einzelnen Komponenten verwendeten CPU-Zeit. Die CPU-Zeit bietet daher zusätzliche, unabhängige Informationen zur Antwortzeit

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