Funktionsweise des SAP Memory-Management-Systems 
Die grundlegende Terminologie im Zusammenhang mit Speicherverwaltung wird hier vorausgesetzt.
Eine Zusammenfassung der wichtigsten Begriffe finden Sie im Abschnitt Memory Management: Grundbegriffe.
In einem SAP-Workprozess läuft eine Anwendung ab, in der Regel wird ein ABAP-Programm ausgeführt. Hierzu benötigt der Prozess Speicher, den das Memory-Management-System ihm zuteilt. In welcher Reihenfolge dem Workprozess welche Art von Speicher zugewiesen wird, hängt von dem Workprozess-Typ (Dialog oder Nicht-Dialog) und dem zugrunde liegenden Betriebssystem ab.
Wo die verschiedenen Speicherbereiche im virtuellen Adressraum des Workprozesses liegen, wird in Virtueller Adressraum eines Workprozesses erklärt.
Der direkt zugreifbare Bereich eines Benutzerkontextes wird jetzt nach Bedarf erweitert, wenn der Benutzerkontext sich vergrößert. Bei Dialog-Workprozessen liegen alle Daten des Benutzerkontextes, auch interne Tabellen, in diesem erweiterbaren Bereich. Auf alle Daten im Benutzerkontext kann daher direkt zugegriffen werden. Lediglich Daten der Typen extract und export to memory verbleiben weiterhin im SAP Paging.
Der SAP-Rollbereich wird nicht nur für den Initialspeicher verwendet, der einem Benutzerkontext zugewiesen wird, sondern auch für zusätzlichen Speicher (falls verfügbar), wenn der Erweiterungsspeicher voll belegt ist.
Das folgende Diagramm zeigt die Speicherarten, die SAP-Workprozessen zugeordnet werden können, auf SAP-Ebene sowie auf Betriebssystemebene. Die wichtigsten Systemprofilparameter, mit denen die Verfügbarkeit der Speicherarten gesteuert wird, werden genannt.

Immer, wenn ein Dialogschritt ausgeführt wird, findet eine "Roll-Aktion" zwischen dem Roll-Puffer im gemeinsamen Speicher (Shared Memory) statt und dem Speicherbereich, der gemäß ztta/roll_first einem Dialogprozess zugeordnet ist. Anschließend wird auf den Bereich im gemeinsamen Speicher zugegriffen, der zu diesem Benutzerkontext gehört.
Die folgende Grafik illustriert den Rollvorgang, der vom Dispatcher durchgeführt wird.
Roll-In: die benutzerabhängigen Daten werden von der gemeinsamen Ressource in den Workprozess "hineingerollt" (und dort bearbeitet).
Roll-Out: die benutzerabhängigen Daten werden (nach Beendigung des Dialogschritts) von dem Workprozess in die gemeinsame Ressource "hinausgerollt".
Die gemeinsame Ressource steht für die verschiedenen SAP Speichertypen.

Falls in Ihrem System SAP Virtual Machine Container aktiv ist, können auch Java-Programme ausgeführt werden. Das Memory Management wurde hierfür erweitert.
Weitere Informationen: Memory Management im VM Container