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Vorgehensweisen Objekte direkt übersetzen  Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Verwendung

Einzelobjekte können direkt in der Transaktion SE63 übersetzt werden, ohne einen persönlichen Arbeitsvorrat aufzurufen.

Obwohl Sie grundsätzlich Objekte über einen persönlichen Arbeitsvorrat übersetzen sollten, kann eine Direktübersetzung in den folgenden Fällen erforderlich sein:

·        Das System, in dem die Übersetzung benötigt wird, ist nicht als Übersetzungssystem eingerichtet.

·        Sie müssen nur ein einziges Objekt korrigieren. In diesem Fall ist es schneller, das Objekt direkt aufzurufen, statt einen persönlichen Arbeitsvorrat für mehrere Objekte aufzurufen.

Voraussetzungen

Für den Direktaufruf eines zu übersetzenden Objekts in der Transaktion SE63 benötigen Sie folgende Informationen:

·        Objekttyp

·        technischer Namen

Es gibt verschiedene Arten, Objekte direkt in der Transaktion SE63 zur Übersetzung aufzurufen:

...

·        Über das SE63-Menü

·        Über das Transportobjekt

·        Über das technische Objektkürzel

·        Über ein Meta-Objektkürzel (nicht für alle Objekttypen verfügbar)

Für jeden Objekttyp gibt es einen eigenen Eingabebildschirm, auf dem der technische Name des Objekts sowie der Übersetzungsbereich, aus dem das Objekt stammt, angegeben werden müssen. Der technische Name kann sich je nach Objekttyp unterschiedlich zusammensetzen. Folgende Konventionen existieren:

       1.      <Technischer Name ohne Zusätze>

Gilt für die meisten Objekttypen, z. B. Datenelemente, Reporttexte, Domänen.

Beispiel

Sie wollen das Datenelement SPRAS direkt zur Übersetzung aufrufen. Sie geben in der Transaktion SE63 das Kürzel DTEL in die Befehlszeile ein. Auf dem nächsten Bild geben Sie dann SPRAS als Objektnamen ein.

       2.      <Technischer Name><Leerzeichen><Technischer Bezeichner>

Gilt für Objekttypen, bei denen der technische Name allein nicht eindeutig ist. Beispiele sind Screen Painter-Texte (Bildnummer), Nachrichtentexte (Meldungsnummer) und mandantenunabhängige Tabellen einschließlich logischer Objekte (Tabellenbezeichner). Da die Länge aller Schlüssel fixiert ist, werden zwischen dem technischen Namen und dem technischen Bezeichner so lange Leerzeichen eingefügt, bis die fixierte Schlüssellänge erreicht ist. Diese sollten per Platzhalter-Suche ermittelt werden.

Beispiel

Sie wollen die Nachricht 111 der Nachrichtenklasse NA direkt zur Übersetzung aufrufen. Sie geben in der Transaktion SE63 das Kürzel MESS in die Befehlszeile ein. Im nächsten Bild geben Sie dann NA*111 als Objektname ein und drücken F4.

       3.      <Mandant><Technischer Name><Leerzeichen><Technischer Bezeichner>

Gilt für mandantenabhängige Tabellen. Auch hier sollten Sie mit Platzhaltern suchen.

Beispiel

Sie wollen die mandantenabhängige Systemtabelle T1111T im Mandanten 300 direkt zur Übersetzung aufrufen. Sie melden sich im Mandanten 300 an und geben in der Transaktion SE63 das Kürzel TADS in die Befehlszeile ein. Im nächsten Bild geben Sie dann *T1111T* ein und drücken F4.

       4.      <Mandant><Technischer Name>

Gilt für sonstige mandantenabhängige Objekte, z. B. Rollen oder Formulare.

Beispiel

Sie wollen die Rolle SAP_TRANSLATOR im Mandanten 300 direkt zur Übersetzung aufrufen. Sie melden sich im Mandanten 300 an und geben in der Transaktion SE63 das Kürzel AGL in die Befehlszeile ein. Im nächsten Bild geben Sie dann 300SAP_Translator ein.

Meta-Objekttypen

Objekttypen, denen auf der Transportseite mehrere R3TR-Transportobjekte gegenüberstehen, sind auf der Übersetzungsseite in Untertypen unterteilt, um einen einheitlichen Bezug zu den R3TR-Transportobjekten herzustellen. Betroffen hiervon sind Oberflächentexte, Reporttexte, Screen Painter-Texte und -Header, Feldauswahlen, Entwickler-Doku zu Oberflächen, Funktionstitel und Funktionsgruppen. Die R3TR-Transportobjekte werden in den Objekttypkürzeln der Übersetzungsumgebung durch Zahlen wie folgt identifiziert:

1:   FUGR (Funktionsgruppe)

2:   FUGS (Funktionsgruppe mit Kundeninclude: SAP-Teil)

3:   FUGX (Funktionsgruppe mit Kundeninclude: Kunden-Teil)

4:   PROG (Programm)

5:   TRAN (Transaktion)

6:   CNTY (Context)

7:   LDBA (Logische Datenbank)

8:   CLAS (Klassen)

Beispiel

RPT1 = Reporttexte zu Funktionsgruppen

SRT4 = Screen Painter-Texte zu Programmen

Je nachdem, welches R3TR-Transportobjekt hinter einem Übersetzungsobjekt steht, ist der technische Name, über den das Objekt direkt aufrufbar ist, unterschiedlich. Es gelten folgende Konventionen:

FUGR:  SAPL aus dem Objektnamen entfernen

FUGS:  SAPL aus dem Objektnamen entfernen

FUGX:   SAPL aus dem Objektnamen entfernen

PROG:  SAP* im Objektnamen belassen

CNTX:   CONTEXT_S aus dem Objektnamen entfernen

LDBA:   SAPDB aus dem Objektnamen entfernen

CLAS:   Gleichheitszeichen (===) aus dem Objektnamen entfernen.

Beispiel

Im System gibt es den Report SAPLORG. Um die zugehörigen Funktionsgruppentexte (RPT1) direkt zu übersetzen, rufen Sie den Report mit dem technischen Namen ORG auf. Um aber Programmtexte (RPT4) zu übersetzen, geben Sie als Reportnamen SAPLORG ein.

Für den Transport von Tabellen ist die Mandantenabhängigkeit sowie die Auslieferungsklasse der Tabelle relevant. Aus dem Objekttyp der Tabelle ist deswegen ersichtlich, ob die Tabelle mandantenabhängig ist oder nicht. Bei mandantenabhängigen Tabellen ist der dritte Buchstabe im Objekttypkürzel ein D, bei mandantenunabhängingen Tabellen ein I. Der letzte Buchstabe des vierstelligen Tabellenkürzels entspricht der Auslieferungsklasse der Tabelle.

Beispiel

Eine mandantenabhängige Systemtabelle kann über das Kürzel TADS direkt aufgerufen werden, eine mandantenunabhängige Customizing-Tabelle hingegen über das Kürzel TAIC.

Da es gelegentlich für den Übersetzer nicht ersichtlich ist, welches R3TR-Transportobjekt hinter einem Übersetzungsobjekt steht, oder welcher Auslieferungsklasse eine Tabelle angehört, wurden für den Direktaufruf von unterteilten Objekttypen Meta-Objekttypen eingeführt. Beim Direktaufruf über diese Meta-Objekttypen ermittelt dann das Übersetzungssystem den technisch korrekten Objekttyp. Da hierbei über alle Untertypen gesucht wird, dauert der Aufruf mit Hilfe von Meta-Objekten länger als der Aufruf über das eigentliche Objekttypkürzel. Es gibt folgende Meta-Gruppierungen:

Meta-Objekttyp

Objekttypen

CUA (Oberflächentexte)

CA1, CA2, CA3, CA4, CA5

CUAD (Entwicklerdoku zu Oberflächen)

CAD1, CAD2, CAD3, CAD4, CAD5

FSEL (Feldauswahl)

FEL1, FEL2, FEL3, FEL4

FUNC (Funktiontitel, -paramter, -ausnahmen)

FNC1, FNC2, FNC3

LIBT (Funktionsgruppen)

LBT1, LBT2, LBT3

REPT (Textelemente)

RPT1, RPT2, RPT3, RPT4, RPT6, RPT7, RPT8

SCRH (Screen-Painter-Header)

SRH1, SRH2, SRH3, SRH4, SRH8

SCRT (Screen-Painter-Texte)

SRT1, SRT2, SRT3, SRT4, SRT8

SSCT (Bildsteuerung)

SCT1, SCT2, SCT3, SCT4

TABL (Tabellen)

TADA, TADC, TADW, TADE, TADG, TADS, TAIA, TAIC, TAIE, TAIG, TAIS, TAIW

Sie können das Objekt auch als Transportobjekt übersetzen. Weitere Informationen finden Sie unter Transportobjekt übersetzen.

Weitere Informationen über die Objekttypen, die Sie in Transaktion SE63 übersetzen können, finden Sie unter Objekttypkürzel.

Vorgehensweise

Verfahren1: Objekt über das Menü aufrufen

...

       1.      Rufen Sie Transaktion SE63 auf.

       2.      Wählen Sie den Typ des zu übersetzenden Objekts. Sie haben folgende Möglichkeiten:

¡        Menüpfad

Wählen Sie im Einstiegsbild der SE63 aus dem Menü Übersetzung die dem zu übersetzenden Texttyp entsprechende Menüoption (z. B. ABAP Objekte   Kurztexte). Weitere Informationen über Texttypen finden Sie im Thema Transaktion SE63 unter Funktionsumfang.

Es wird ein Dialogfenster mit allen Objekttypen eingeblendet, die dem gewählten Texttyp entsprechen. Wählen Sie den zu übersetzenden Objekttyp aus der Liste aus.

¡        Texttyp-Kürzel

Statt der oben beschriebenen Menüpfade können Sie auch den Kürzel des Texttyps, zu dem das zu übersetzende Objekt gehört, in die Befehlszeile eingeben. Es wird ein Dialogfenster mit allen Objekttypen eingeblendet, die dem gewählten Texttyp entsprechen. Wählen Sie den zu übersetzenden Objekttyp aus der Liste aus.

Es gibt folgende Texttypkürzel:

§         s für ABAP-Kurztexte

§         d für ABAP-Langtexte (Standarddokumentation)

§         o für andere ABAP-Langtexte

§         t für Transportobjekte. Weitere Informationen finden Sie unter Transportobjekt übersetzen.

§         x für Non-ABAP-Oberflächentexte (Fragmente)

§         y für Non-ABAP-Oberflächentexte (Sätze)

§         z für Non-ABAP-Texte mit eigener Formatierung

¡        Objekttypkürzel

Über den Objekttypkürzel können Sie am Schnellsten auf den zu übersetzenden Objekttyp zugreifen.

Geben Sie z. B. DTEL in die Befehlszeile ein, um das Datenelement direkt zu übersetzen.

Eine Liste mit den Objekttypkürzeln finden Sie unter Objekttypkürzel.

Nachdem Sie den zu übersetzenden Objekttyp ausgewählt haben, wird das Aufrufbild für den Objekttyp eingeblendet.

       3.      Geben Sie als Namen des Objekts den technischen Namen des zu übersetzenden Objekts ein. Beachten Sie hierzu die Hinweise unter Voraussetzungen.

Hinweis

Wenn Sie ein Objekt übersetzen möchten, dessen technischer Name aus mehreren Bestandteilen besteht, geben Sie die bekannten Bestandteile des technischen Namens in das Feld Name des Objekts ein. Trennen Sie dabei die Bestandteile mit einem *.

Drücken Sie nun F4. Das System fügt die korrekte Anzahl Leerzeichen zwischen den beiden Bestandteilen des technischen Namens ein. Wenn mehrere Objekte den von Ihnen angegebenen Kriterien entsprechen, wird ein Auswahlfenster eingeblendet. Doppelklicken Sie auf das gewünschte Objekt in der Liste. Es wird in das Feld Name des Objekts eingetragen.

Hinweis

Wenn Sie für den Direktaufruf einen Meta-Objekttypen verwenden, brauchen Sie nur den technischen Namen des Objektes eingeben. Wählen Sie dann Bearbeiten. Das System ermittelt den vollständigen Objektnamen sowie den korrekten Objekttyp. Wenn mehrere Objekte zu Ihrer Eingabe passen, wird eine Liste mit allen möglichen Objekten eingeblendet. Wählen Sie hieraus das gewünschte Objekt aus.

       4.      Überprüfen Sie den voreingestellten Übersetzungsbereich sowie die voreingestellte Quell- und Zielsprache. Diese Werte richten sich nach Ihren Voreinstellungen für die Übersetzung.

       5.      Wählen Sie Bearbeiten.

Hinweis

Wenn Sie alle Objekte eines bestimmten Typs übersetzen möchten, die zu einer bestimmten Kollektion gehören (z. B. alle Datenelemente der Kollektion ABC), geben Sie das Kürzel des Objekttyps in die Befehlszeile ein. Als Objektnamen geben Sie * ein und wählen Bearbeiten. Es wird ein Pop-Up eingeblendet, in dem Sie die Kollektion eingeben.

Ergebnis

Das Objekt wird in dem für den zu übersetzenden Objekttyp vorgesehenen Editor aufgerufen (z. B. in den Kurztext-Editor, wenn Sie ABAP-Kurztexte oder Non-ABAP-Oberflächentexte, die Fragmente darstellen, übersetzen).

Geben Sie nun Ihre Übersetzung(en) ein bzw. nehmen Sie die erforderliche Änderung vor, und sichern Sie Ihre Arbeit.

Wählen Sie Zurück, um wieder in die Transaktion SE63 zu gelangen.

Sie finden nun einige Beispiele für den Direktaufruf von Objekten zur Übersetzung.

Beispiel 1

Ein Entwickler bittet Sie, so schnell wie möglich Menütexte einer Funktionsgruppe in einem System zu übersetzen, das nicht für die Übersetzung eingerichtet wurde. Die Funktionsgruppe heißt /BILLING_UTILITIES.

Menütexte werden als Oberflächentexte abgelegt. Oberflächentexte für Funktionsgruppen haben den Objekttyp CA1.

...

       1.      Rufen Sie Transaktion SE63 auf.

       2.      Geben Sie CA1 in die Befehlszeile ein.

       3.      Geben Sie /BILLING_UTILITIES im Feld Name des Objekts ein.

       4.      Überprüfen Sie Quell- und Zielsprache.

       5.      Wählen Sie Bearbeiten.

Beispiel 2

Im Bild 0100 des Programms ABC_TOOL_REPORT_1 wurde ein Übersetzungsfehler bemerkt. Dieser lässt sich am Schnellsten korrigieren, wenn der entsprechende Screen-Painter-Text direkt in Transaktion SE63 aufgerufen wird.

...

       1.      Rufen Sie Transaktion SE63 auf.

       2.      Geben Sie den generischen Objekttyp CUA in die Befehlszeile ein.

       3.      Geben Sie als Namen des Objekts ABC_TOOL_REPORT_1 ein.

       4.      Überprüfen Sie Quell- und Zielsprache, und wählen Sie Bearbeiten.

Das System wählt den Objekttyp SRT4 (Screen Painter-Texte für Programme), und korrigiert den Objektnamen. In der Statuszeile wird eingeblendet: Korrekter Objekttyp: SRT4 -> Bearbeiten.

       5.      Wählen Sie Bearbeiten.

 

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