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Komponentendokumentation Überwachung mit dem Generic Request and Message Generator  Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Einsatzmöglichkeiten

Mit Hilfe des Generic Request and Message Generator (GRMG) können Sie die Verfügbarkeit von technischen Komponenten ebenso wie die ganzer Geschäftsprozesse überwachen. GRMG ist sowohl für die technische Überwachung als auch für die Anwendungsüberwachung geeignet.

GRMG besteht aus zwei Teilen, die beide für eine funktionierende GRMG-Umgebung benötigt werden:

·        GRMG-Infrastruktur

Die GRMG-Infrastruktur ist Teil der Monitoring-Architektur des Computing Central Monitoring System (CCMS). Ihre Aufgabe ist es, eine Anfrage (die GRMG-Anfrage) an die GRMG-Anwendung zu senden, deren Antwort (die GRMG-Antwort) zu empfangen und diese Antwort in einem Monitor des Alert-Monitors darzustellen.

·        GRMG-Anwendung

Die GRMG-Anwendung führt die eigentliche Verfügbarkeitsüberwachung durch. Technisch gesehen, handelt es sich um eine Java Server Page (JSP), einen Servlet oder eine Business Server Page in einem SAP Web Application Server mit einer wohldefinierten Schnittstelle, die von der GRMG-Infrastruktur aufgerufen wird. GRMG-Anfrage und GRMG-Antwort sind Meldungen in einem wohldefinierten XML-Format.

Das Konzept der Verfügbarkeitsüberwachung von überwachten Komponenten kann als ein Agentenkonzept beschrieben werden. Dies bedeutet, dass die GRMG-Anwendung getrennt von den Komponenten und Anwendungen laufen kann, die sie überwacht. Durch diesen Umweg können Sie bei einem Fehler unterscheiden, welche der beiden folgenden Situationen eingetreten ist:

·        Die im Szenario überwachten Komponenten sind nicht verfügbar (Komponentenfehler).

·        Das Szenario selbst arbeitet nicht fehlerfrei, z. B. aufgrund von Kommunikationsfehlern oder eines nicht laufenden Agenten (Szenariofehler).

Hinweis

Falls die GRMG-Anwendung technisch getrennt von der überwachten Komponente läuft, erlaubt ein Szenariofehler keine Aussage zum Zustand der überwachten Komponente.

Falls die GRMG-Anwendung und die überwachte Komponente eine Einheit bilden, bedeutet ein Szenariofehler auch die Nichtverfügbarkeit der Komponente.

Einführungshinweise

Je nachdem, ob Sie eine Anwendung für die Verfügbarkeitsüberwachung mit GRMG instrumentieren möchten, oder ob Sie das Customizing im zentralen Monitoring-System durchführen möchten, um eine instrumentierte Anwendung zu überwachen, gehen Sie vor wie in den beiden folgenden Prozessen beschrieben:

·        GRMG: Instrumentierung einer Komponente

·        Aktivierung und Customizing der Überwachung mit GRMG

Integration

·        Das zentrale Monitoring-System und der überwachte SAP Web Application Server benötigen mindestens Release 6.20, Support Package 12, weitere Funktionen stehen Ihnen ab Support Package 33 zur Verfügung.

Hinweis

Sollten Sie GRMG im Rahmen einer der folgenden Lösungen verwenden, benötigen Sie bis einschließlich Support Package 32 zusätzlich den GRMG-Sondertransport, der Ihnen im entsprechenden Best Practice Leitfaden zur Verfügung steht:

·         CRM 4.0 SP3

·         EP 5.1 SP6

·         EP6.0 SP1

·        Überwachte Komponenten auf J2EE Server benötigen mindestens Java Basic Libraries Release 6.20, Support Package 03 (Datei GRMG.SDA).

Funktionsumfang

Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt

Die obige Grafik zeigt ein Beispiel für ein GRMG-Szenario. Die GRMG-Infrastruktur ruft eine GRMG-Anwendung auf, die wiederum verschiedene Software-Komponenten (z. B. J2EE-Server) oder technische Funktionen (z. B. JNI) auf ihre Verfügbarkeit hin überprüft.

·        Im obigen Web-Server-Szenario leitet der Web-Server die GRMG-Anfrage weiter, die dann von der Servlet-Engine verarbeitet wird. Die Anfrage wird dabei über HTTP-Post abgesendet. Alle Tests zur Verfügbarkeit der überwachten Komponenten oder Geschäftsprozessschritte (hier EJB, JNI EJB und JNI DB) werden von der GRMG-Anwendung durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Tests werden in der GRMG-Anwendung gesammelt und in einer GRMG-Antwort zusammengefasst. Diese GRMG-Antwort wird zurück an die GRMG-Infrastruktur gesendet und dort im Alert-Monitor dargestellt.

·        Falls die GRMG-Anwendung auf einem SAP Web Application Server läuft, wird die GRMG-Anfrage an einen Service des Servers gesendet (siehe Prinzip der Erstellung einer GRMG-Anwendung). Die Standard-Handler-Klasse des Services ermöglicht es, für die Verfügbarkeitsüberwachung im überwachten System spezielle Funktionsbausteine auszuführen. Diese Funktionsbausteine können weitere Testfunktionen enthalten; die ABAP-Klasse gibt die Ergebnisse dieser Tests in der GRMG-Antwort zurück.

In jedem Fall wird die GRMG-Antwort von der GRMG-Infrastruktur interpretiert und im Alert-Monitorbaum ausgegeben:

Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt

Sie können also mit GRMG eine Technik verwenden, um alle Komponenten in einer Anwendung zu überwachen, ob diese nun auf ABAP oder Java beruhen. Sie können beliebig viele GRMG-Szenarien erstellen, dabei geben Sie in jedem Szenario eine einzelne URL oder RFC-Destination vom Typ HTTP an. Jedes Szenario wiederum kann über die GRMG-Anwendung beliebig viele Komponenten überwachen.

Die Ergebnisse der Verfügbarkeitsüberwachung werden im Alert-Monitor dargestellt. Dabei wird für jede Instanz einer überwachten Komponente die prozentuale Verfügbarkeit ausgeben, die wiederum für die Überwachung von Service Level Agreements langfristig in der Central Performance History gespeichert werden kann.

Außerdem werden die Meldungen, die von der GRMG-Anwendung an die GRMG-Infrastruktur gesendet werden, mit einer Alert-Bewertung versehen und in einem Protokollattribut gespeichert. Ihnen stehen diese Meldungen ebenfalls in der Monitoring-Architektur zur Verfügung, wo sie z. B. Autoreaktionen auslösen können.

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