GRMG: Instrumentierung einer Anwendung
Dieser Prozess gibt einen Überblick über die notwendigen Schritte, um eine Anwendung für die Verfügbarkeitsüberwachung mit GRMG zu instrumentieren. Bevor Sie mit der Implementierung der GRMG-Anwendung beginnen, sollten Sie sich mit dem Konzept und dem Aufbau eines GRMG-Szenarios vertraut machen. Eine generelle Einführung in das Konzept finden sie unter Überwachung mit dem Generic Request and Message Generator.

Dieser Prozess wendet sich vor allem an SAP-Anwendungsentwickler, aber auch an Kunden oder Partner, die ihre eigenen Komponenten für die GRMG-Überwachung ausstatten möchten.
Wenn Sie eine Komponente für die Verfügbarkeitsüberwachung mit GRMG instrumentieren möchten, müssen Sie zunächst die folgenden Schritte durchführen:
· Prüfen Sie, ob die technischen Voraussetzungen für eine GRMG-Überwachung erfüllt sind.
Das zentrale Monitoring-System benötigt für die GRMG-Infrastruktur einen SAP Web Application Server 6.20 ab Support Package 12. Ab SAP Web Application Server 6.40 ist die ist die aktuelle Version der GRMG-Infrastruktur Teil des Standard-SAP-Systems. SAP empfiehlt, dass Sie ein System ab Release 6.20 ausschließlich als zentrales Monitoring-System Ihrer Systemlandschaft verwenden.
· Stellen Sie das Design Ihres GRMG-Szenarios auf.
Stellen Sie fest, welche Anwendungen, Komponenten oder Prozesse überwacht werden sollen. Stellen Sie außerdem fest, welche Dateien zur Überprüfung benötigt werden, und stellen Sie sicher, dass eine GRMG-Anwendung auf diese Daten zugreifen kann.

Szenarien mit verschiedenen Softwarekomponenten (insbesondere dann, wenn für diese Komponenten keine aktiven Data Supplier zur Verfügung stehen) und web-basierte Geschäftsszenarien sind typsche Beispiele für Anwendungen, die Sie sinnvoll mit GRMG überwachen können.
· Erstellen Sie die Meldungen, die in der GRMG-Antwort zurück gegeben werden sollen.
Die GRMG-Anwendung gibt in der GRMG-Antwort (siehe Aufbau der GRMG-Antwort) als Ergebnis von Verfügbarkeitstests Meldungen zurück. Klären Sie, welche Meldungen bei den verschiedenen Situationen jeweils zurückgegeben werden sollen, und ob diese Meldungen jeweils Parameter enthalten sollen. Falls sie SAP-T100-Meldungen verwenden, müssen sie dafür sorgen, dass die Meldungen und die dazugehörigen Langtexte im zentralen Monitoring-System (SAP Web Application Server ab Release 6.20) zur Verfügung stehen. SAP-Anwendungsentwickler sollten hierzu mit der CCMS-Gruppe Kontakt aufnehmen.
· Bei J2EE-Anwendungen: Fügen Sie die Rolle GRMG in den Deployment-Deskriptor hinzu.

Siehe auch:
Architektur der
Sicherheitsrollen.
· Erstellen Sie ein Template für die GRMG-Customizing-Datei.
Die GRMG-Customizing-Datei enthält alle nötigen Informationen über das Szenario, die überwachten Komponenten und die Parameter, die zu den Komponenten mit der GRMG-Anfrage versendet werden (siehe Template der Customizing-Datei erstellen). Anhand der Customizing-Datei wird die GRMG-Anfrage (siehe Aufbau der GRMG-Anfrage) automatisch generiert.
Lassen Sie als SAP-Anwendungsentwickler das Template im entsprechenden Download-Bereich des CCMS ablegen. Dies ist der Ordner GRMG Customizing Files in der Download Area, Quick Link Monitoring im SAP Service Marketplace (http://service.sap.com/monitoring). Oder sorgen Sie selbst dafür, dass ein Muster der Datei mit der Anwendung ausgeliefert wird.
Dokumentieren Sie auch, wie das Template kundenseitig anzupassen ist (siehe Aktivierung und Customizing der Überwachung mit GRMG), und lassen Sie die dazugehörige Anleitung in den passenden Service Best Practices eingliedern.

Unter bestimmten Voraussetzungen können Sie sich auch Customizing-Datei automatisch erstellen lassen:
· Wenn Ihre Anwendung in das Extended Configuration Management (XCM) von CRM ISA integriert ist, können Sie die XCM-Funktionen zur programmgesteuerten Generierung von GRMG-Customizing-Dateien verwenden. Der Kunde kann dann auf Knopfdruck ein GRMG-Szenario erstellen, hochladen und generieren lassen.
·
Sie können sich Customizing-Dateien für GRMG-Anwendungen,
die auf der J2EE-Engine laufen, generieren lassen. Die prgrammgesteuerte
Generierung ist im
Visual
Administrator eingebettet.
· Implementieren sie die GRMG-Anwendung.
Die GRMG-Anwendung empfängt die GRMG-Anfrage mit allen übertragenen Parametern von der GRMG-Infrastruktur, führt die Verfügbarkeitsuntersuchungen aus und gibt das Ergebnis als GRMG-Antwort zurück an die GRMG-Infrastruktur (siehe Prinzip der Erstellung einer GRMG-Anwendung und Beispiel für das Coding einer GRMG-Anwendung).
· Erstellen Sie eine Monitordefinition für den Alert-Monitor (Transaktion RZ20).
Die Ergebnisse der Verfügbarkeitsüberwachung werden im Alert-Monitor dargestellt. Zur optimalen Darstellung sollten Sie einen entsprechenden Monitor erstellen (siehe Regelbasierten GRMG-Monitor erstellen). Zu einer Anwendung, die in der CCMS-Monitoring-Architektur instrumentiert ist, existiert normal eine eigene Monitorsammlung. Erstellen sie in dieser Sammlung einen Monitor oder zumindest einen Teilbaum. SAP-Anwendungsentwickler sollten dabei mit der CCMS-Gruppe Kontakt aufnehmen, damit die Monitore im zentralen Monitoring-System zur Verfügung stehen.

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