Template der Customizing-Datei erstellen
Um die Verfügbarkeitsüberwachung eines GRMG-Szenarios zu starten, benötigt das zentrale Monitoring-System eine Customizing-Datei, die vor allem die folgenden Informationen über das GRMG-Szenario enthält:
· URL (bzw. RFC-Destination vom Typ HTTP) der GRMG-Anwendung, die zur Durchführung der eigentlichen Verfügbarkeitsüberwachung aufgerufen wird
· Komponenten, aus denen das zu überwachende GRMG-Szenario besteht
· weitere Parameter, die für die Verprobungsroutine einer Komponente benötigt werden (z. B. Name eines Webshops oder eine weitere URL)
· Name des überwachten Szenarios und seiner Komponenten in der Anzeige des Alert-Monitors
Die Customizing-Datei ist ein wohldefiniertes XML-Dokument, das Sie mit jedem XML-Editor oder normalem Texteditor bearbeiten können.
Bei der Instrumentierung einer Anwendung erstellen Sie zunächst ein Template für die Customizing-Datei. Dieses Template enthält bereits die Informationen über die Komponenten des Szenarios und die Namen der überwachten Objekte im Alert-Monitor. Dieses Template muss zur Standardauslieferung der Anwendung gehören, oder es muss von der Anwendung programmgesteuert generiert werden können.
Beim Customizing der GRMG-Überwachung muss der Anwender die Customizing-Dateien anpassen. Dies besteht meist aus der Anpassung der URL, die zur Durchführung der Verfügbarkeitsüberwachung aufgerufen wird.
Das zentrale Monitoring-System benötigt die in der Customizing-Datei zusammengefassten Informationen. Hierzu muss der Anwender jede Customizing-Datei in das zentrale Monitoring-System laden.
Die Customizing-Datei hat die folgende Struktur (in der folgenden Customizing-Datei werden die Datentypen der einzelnen Tags in den eckigen Klammern [ ] angegeben):



</component>
..
<components>
</scenario>
..
</scenarios>
</customizing>

Siehe auch: Beispiel für eine Customizing-Datei
Die einzelnen Tags haben dabei die folgenden Bedeutungen:
· Verwaltungsinformationen, die für alle Szenarien der Customizing-Datei identisch sind
Tag-Name |
Beschreibung |
grmgruns |
gibt an, ob eine GRMG-Infrastruktur läuft; falls GRMG-Szenarien ausgeführt werden sollen, muss das XML-Element den Wert X haben |
runlog |
gibt an, ob bei der Laufzeit eine Protokolldatei erstellt werden soll (X); in den ausgelieferten Mustern muss das XML-Element leer sein |
errorlog |
gibt an, ob ein Fehlerprotokoll erstellt werden soll (X); in den ausgelieferten Mustern muss das XML-Element leer sein |

Falls runlog gesetzt ist, wird die Tabelle GRMG_RUN_LOG gefüllt, die Protokolleinträge enthält. Analog wird, falls errorlog gesetzt ist, eine Tabelle GRMG_ERROR_LOG gefüllt.
· Informationen zum Szenario
Ein Szenario fasst alle Komponenten zusammen, die für die Verfügbarkeit des zugehörigen Geschäftsprozesses benötigt werden.
Tag-Name |
Beschreibung |
scenname |
technischer Name des GRMG-Szenarios; wird für den Namen der MTE-Klassen innerhalb des GRMG-Monitorteilbaums verwendet (siehe unter Regelbasierten GRMG-Monitor erstellen) |
scenversion |
Version des GRMG-Szenarios (>0); erlaubt die Unterstützung von mehr als einer Version eines GRMG-Szenarios
SAP empfiehlt, dass Sie die Versionierung der GRMG-Szenarien dem System überlassen, indem Sie scenversion leer lassen. Beim Laden der Customizing-Datei in das zentrale Monitoring-System wird dann automatisch eine neue Version erstellt, falls das neu geladene Szenario über eine neue scenstarturl überwacht wird; ansonsten wird ein schon vorhandenes Szenario mit derselben scenstarturl überschrieben. |
sceninst |
Instanz des GRMG-Szenarios (>0); SAP empfiehlt, dass Sie zur Versionierung verschiedener Szenarien scenversion verwenden und diesem XML-Element den Wert 001 zuweisen |
scentype |
Szenariotyp; folgende Werte sind möglich: URL: die URL wird direkt im Feld SCEN_START_URL angegeben HRFC: im Feld SCEN_START_URL wird eine RFC-Destination des Typs G (HTTP-Verbindung zu externen Server) oder H (HTTP-Verbindung zu ABAP-System) angegeben (SAP- oder Nicht-SAP-Komponente) |
scenstarturl |
Für SCEN_TYPE=URL: Für SCEN_TYPE=HRFC: |
scenstartmod |
Name eines Funktionsbausteins als Alternative zu einer URL; wird noch nicht unterstützt und sollte deshalb einen Wert wie z. B. Not Used enthalten |
scenlangu |
Sprache der Szenariobeschreibung; da Sie nur eine Sprache für die Beschreibung angeben können, geben Sie eine englische Beschreibung (E) an |
scendesc |
Szenariobeschreibung in der o. g. Sprache, die in der Monitoring-Architektur als Name des Kontextes des Szenarios verwendet und im Alert-Monitor ausgegeben wird (maximal 26 Zeichen)
Weil es mehrere Instanzen pro Szenario geben kann, sollte die scendesc durch Aufnahme des Hostnamens oder der J2EE-Instanz eindeutig gemacht werden (z. B. nicht Broadcast Message Server, sondern Broadcast Message Server on Host123). |
· Informationen zu Komponenten
Tag-Name |
Beschreibung |
compname |
technischer Name der Komponente; wird für den Namen der MTE-Klassen innerhalb des GRMG-Monitorteilbaums verwendet (siehe unter Regelbasierten GRMG-Monitor erstellen) |
compversion |
Version der Komponente (>0); SAP empfiehlt, dass Sie die Versionierung der Komponenten dem System überlassen, indem Sie compversion leer lassen. |
comptype |
Komponententyp; wird noch nicht unterstützt und sollte deshalb einen Wert wie z. B. Not Used enthalten |
complangu |
Sprache der Komponentenbeschreibung; da Sie nur eine Sprache für die Beschreibung angeben können, geben Sie eine englische Beschreibung (E) an |
compdesc |
Komponentenbeschreibung in der o. g. Sprache, die in der Monitoring-Architektur als Name der Komponente verwendet wird |
· Informationen zu Parametern von Komponenten
Diese Tags enthalten Parameter, die für die Verprobungsroutine einer Komponente benötigt werden (z. B. Name eines Webshops oder eine weitere URL).
Tag-Name |
Beschreibung |
propname |
Parametername, der in einer GRMG-Anfrage einer GRMG-Anwendung gesendet wird |
proptype |
Typ des zu sendenden Parameters |
propvalue |
Wert des zu sendenden Parameters |
Siehe unter Beispiel für eine Customizing-Datei
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