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  Beispiel: Retourenabwicklung im Ersatzteilmanagement

Einsatzmöglichkeiten

Sie verwenden diesen Prozess im Business Scenario Service Parts Execution . Der Prozess beschreibt, wie Lieferant und Kunde mit SAP Supply Network Collaboration (SAP SNC) Retouren abwickeln.

Voraussetzungen

Der Lieferant setzt als Backend-System SAP ERP mit aktiviertem Ersatzteilmanagement ein. Nur für dieses Backend-System liefern wir Standard-XSLT-Mappings für die Nachrichtenintegration mit SAP SNC aus.

Ablauf

Der Lieferant sendet von seinem Backend-System eine Rücklieferanweisung an SAP SNC.

Das Backend-System erzeugt die Rücklieferanweisung auf der Basis eines Rücklieferauftrags aus SAP Customer Relationship Management (SAP CRM).

Die Übertragung läuft wie folgt ab:

Das Backend-System erzeugt für die Rücklieferanweisung das IDoc RETINS.DELVRY05 und sendet dieses an SAP NetWeaver.

SAP NetWeaver bildet das IDoc auf eine XML-Message vom Typ ReturnDeliveryInstructionNotification ab und sendet diese an SAP SNC.

Um sich über neu eingetroffene und zu bearbeitende RMAs zu informieren, ruft der Kunde in der Web-Oberfläche von SAP SNC die RMA-Übersicht oder die RMA-Fälligkeitsliste auf. Er findet dort zu jeder RMA-Nummer die Menge, die er zurücksenden darf.

Auf der Basis der RMAs legt der Kunde im Web-UI einen Retourenlieferavis (RLA) an. Der Kunde kann mehrere RMA-Nummern in einen RLA aufnehmen, vorausgesetzt die RMAs haben bestimmte Daten gemeinsam (siehe Bearbeiten von Retourenlieferavisen ). Nicht mehr benötigte RMA-Nummern kann der Kunde im Web-UI stornieren (siehe Funktionen für die Retourenabwicklung ).

Wenn der Kunde keinen Web-Zugang hat, kann auch der Lieferant im Auftrag des Kunden in SAP SNC Lieferavise anlegen. Für den Lieferanten stehen im Web-UI SAP SNC dieselben Funktionen zur Bearbeitung von RLAs zur Verfügung.

In der RLA-Bearbeitung verpackt der Kunde die Positionen des RLA manuell in Handling-Units (HU). Er druckt den Retourenlieferavis, die Etiketten für die Lieferavispositionen und die HU-Etiketten und verwendet diese Dokumente wie folgt:

Den ausgedruckten RLA kann der Kunde als Lieferschein der Retoure beilegen.

Mit den Etiketten für die Lieferavispositionen beschriftet der Kunde die Produkte, die zu einer Position des RLA, d. h. zu einer RMA gehören.

Mit den HU-Etiketten beschriftet der Kunde die HUs.

Wenn der Kunde die Bearbeitung des RLA abgeschlossen hat und den RLA an den Lieferanten schicken möchte, veröffentlicht der Kunde im Web-UI den RLA. Daraufhin sendet SAP SNC den RLA an das Backend-System des Lieferanten. Die Übertragung läuft wie folgt ab:

SAP SNC sendet den RLA als DespatchedDeliveryNotification mit gesetztem Retourenkennzeichen an SAP NetWeaver.

SAP NetWeaver bildet die DespatchedDeliveryNotification auf das IDoc DESADV.DELVRY05 (Nachrichtenvariante CHR) ab und sendet das IDoc an das Backend-System.

Das Backend-System aktualisiert die Anlieferung.

Wenn der Kunde einen veröffentlichten RLA stornieren möchte, bittet er den Lieferanten, einen Storno-RLA vom Backend-System an SAP SNC zu senden. Die Übertragung läuft wie folgt ab:

Das Backend-System erzeugt für den Storno-RLA das IDoc DELIF.DELVRY05 (Nachrichtenvariante CHR) und sendet das IDoc an SAP NetWeaver.

SAP NetWeaver bildet das IDoc auf eine XML-Message vom Typ DeliveryInformation ab und sendet diese XML-Message an SAP SNC.