Aggregierte
Sicherheitsbestandsplanung
Im Rahmen der aggregierten Planung in Supply Network Planning (SNP) können Sie als Vorstufe zur eigentlichen SNP-Planung eine Sicherheitsbestandsplanung auf der Basis aggregierter Daten durchführen. Da die Sicherheitsbestandsplanung auf der Ebene des Kopflokationsprodukts erfolgt, müssen alle notwendigen Daten wie Stamm-, Bedarfs- und Vergangenheitsdaten ebenfalls auf dieser Ebene vorliegen. Einige dieser Daten können Sie automatisch von der Unter- auf die Kopfebene aggregieren lassen. Sie können sie jedoch auch selbst auf der Kopfebene bereitstellen.
Im Folgenden ist beschrieben, welche
Daten Sie aggregieren lassen können und welche Einstellungen Sie dafür
vornehmen müssen. Weitere Informationen zur Sicherheitsbestandsplanung in SNP
finden Sie unter
Sicherheitsbestandsplanung.
·
Sie haben die Einstellungen vorgenommen,
die für die Ausführung der Sicherheitsbestandsplanung in SNP generell
erforderlich sind. Weitere Informationen finden Sie unter
Standard-Sicherheitsbestandsplanung
und
erweiterte
Sicherheitsbestandsplanung.
·
Da die Sicherheitsbestandsplanung auf der
Ebene des Lokationsprodukts erfolgt, haben Sie eine Lokationsprodukthierarchie
angelegt. Weitere Informationen finden Sie unter
Einrichten der
Stammdaten für die aggregierte Planung.
· Sie verwenden die für die aggregierte Planung vorgesehene Standardplanungsmappe 9ASNPAGGR oder eine eigene, darauf basierende Planungsmappe.
Wenn Sie außer den Standard-Sicherheitsbestandsmethoden SB, SZ und SM auch andere Methoden verwenden möchten, haben Sie der Planungsmappe zwei liveCache-Zeitreihenkennzahlen für den geplanten Sicherheitsbestand und die Sicherheitsreichweite hinzugefügt. Weitere Informationen finden Sie im SAP-Hinweis 858794.
Für die Standard-Sicherheitsbestandsplanung auf aggregierter Ebene können Sie sich Stamm- und Bedarfsdaten wie folgt aggregieren lassen:
· Sicherheitsbestand und Sicherheitsreichweite: Diese Daten legen Sie zeitunabhängig in den Stammdaten des Lokationsprodukts oder zeitabhängig in der interaktiven SNP-Planung fest.
Sie können in den Stammdaten der Lokationsprodukthierarchie auf der Ebene des Kopflokationsprodukts festlegen, dass das System die Daten automatisch von der Ebene der Unterlokationsprodukte auf die Ebene des Kopflokationsprodukts aggregiert (Felder Agg. S.reichweite und Agg. S.bestand). Für die Aggregation stehen Ihnen verschiedene Verfahren, wie z. B. Mittelwert und Summe, zur Verfügung.
Damit die zeitabhängigen Daten automatisch aggregiert werden können, müssen sie in Zeitreihenkennzahlen im liveCache gesichert sein. Die Aggregation erfolgt nur temporär, d. h. die aggregierten Daten werden nicht dauerhaft gesichert.
Die aggregierten Daten sind nur für die SNP-Planungsverfahren SNP-Heuristik und SNP-Optimierer sowie für den SNP-Modus der Capable-to-Match-Planung (CTM) verfügbar. Die Produktions- und Feinplanung (PP/DS) sowie der PP/DS-Modus der CTM-Planung können nicht auf die Daten zugreifen. Für diese Anwendungen müssen Sie die Daten manuell auf der Ebene des Kopflokationsprodukts bereitstellen.
· Bedarfsdaten: Die Bedarfsdaten werden von den Sicherheitsbestandsmethoden verwendet, die auf der Sicherheitsreichweite basieren (SZ, SM, MZ und MM). Sie stellen diese Daten in einer Auftragskennzahl im liveCache zur Verfügung.
Sie können im Planungsbereich auf der Registerkarte Kennzahlen festlegen, dass die in der Kennzahl gesicherten Daten automatisch von der Ebene des Unter- auf die Ebene des Kopflokationsprodukts aggregiert werden. Legen Sie dazu im Feld Aggregation einen Wert von 1 oder 2 fest.
· Sicherheitsbestandsmethoden (SB-Methoden): Diese Stammdaten können Sie nicht automatisch aggregieren lassen, d. h. Sie müssen sie für das Kopflokationsprodukt festlegen.
Wenn Sie in einem SNP-Planungsprozess sowohl auf aggregierter als auch auf detaillierter Ebene planen möchten, sollten Sie die SB-Methoden auf beiden Ebenen gleich festlegen. Wenn Sie nur auf aggregierter Ebene planen, ist dies nicht notwendig, da das System dann nur die Daten des Kopflokationsprodukts berücksichtigt.
Für die erweiterte Sicherheitsbestandsplanung auf aggregierter Ebene können Sie sich Bedarfsprognosedaten sowie Vergangenheitsdaten wie folgt aggregieren lassen:
· Bedarfsprognosedaten: Sie stellen die Bedarfsprognosedaten in einer Auftragskennzahl im liveCache zur Verfügung.
Sie können im Planungsbereich auf der Registerkarte Kennzahlen festlegen, dass die in der Kennzahl gesicherten Daten automatisch von der Ebene des Unter- auf die Ebene des Kopflokationsprodukts aggregiert werden. Legen Sie dazu im Feld Aggregation einen Wert von 1 oder 2 fest.
· Vergangenheitsdaten: Sie stellen die historischen Bedarfsdaten sowie Daten zur Wiederbeschaffungszeit (WBZ) in Zeitreihenkennzahlen im liveCache zur Verfügung.
Sie können in den Stammdaten der Lokationsprodukthierarchie auf der Ebene des Kopflokationsprodukts festlegen, dass das System die Daten automatisch von der Ebene der Unterlokationsprodukte auf die Ebene des Kopflokationsprodukts aggregiert (Felder V.daten Bedarf und V.daten WBZ).
Die Aggregation erfolgt durch periodenweise Summierung der Bedarfsprognosen bzw. Ist-Bedarfe oder durch periodenweise Mittelwertbildung der WBZ-Prognosen bzw. Ist-WBZ.
· Stammdaten des Lokationsprodukts: Sie können die Stammdaten Lieferbereitschaftsgrad, Zielreichweite und Prognosefehler sowie die SB-Methoden nicht automatisch aggregieren lassen, d. h. Sie müssen sie für das Kopflokationsprodukt festlegen.
...
1.
Sie führen eine Standard- oder erweiterte
Sicherheitsbestandsplanung durch wie unter
Standard-Sicherheitsbestandsplanung
oder
erweiterte
Sicherheitsbestandsplanung beschrieben. Die Ergebnisse sichert das System
für die Standard-Sicherheitsbestandsplanung in einer Hilfskennzahl (z. B.
SAFTY) und für die erweiterte Sicherheitsbestandsplanung in einer liveCache-Zeitreihenkennzahl (z. B. 9ASAFETY).
2. Anschließend führen Sie einen SNP-, CTM- oder PP/DS-Planungslauf auf aggregierter Ebene aus. Das System verwendet die von Ihnen bereitgestellten oder vom System berechneten Sicherheitsbestandsdaten als Basis für die Planung und legt entsprechend Planaufträge und Umlagerungen zur Deckung des geplanten Sicherheitsbestandsbedarfs an.
Weitere Informationen finden Sie unter Aggregierte Planung.
3. Sie führen eine SNP-Disaggregation durch, in der die Aufträge von der Ebene des Kopflokationsprodukts wieder auf die Ebene der Unterlokationsprodukte disaggregiert werden. Weitere Informationen finden Sie unter SNP-Disaggregation
Eine direkte Disaggregation der berechneten Sicherheitsbestandswerte ist nicht möglich. Dies ist jedoch auch nicht notwendig, da die Ergebnisse der Sicherheitsbestandsplanung nur als Eingangsinformationen in die SNP-Planung auf Kopfebene eingehen.