Objekttypen für die Übersetzung
Die Texte, die in einer Software angezeigt werden (können), erfüllen nicht alle dieselbe Funktion. Screen-Painter-Texte z. B. kennzeichnen häufig Felder oder Drucktasten, die auf Dialogfenstern angezeigt werden und somit vom Endbenutzer häufig gesehen werden. Funktionsgruppen hingegen sind Beschreibungen von Funktionsbausteinen, die i. d. R. nur von Entwicklern gesehen werden, dem fachlich orientierten Endanwender zumeist aber nicht angezeigt werden. In SAP-Systemen sind die Texte deswegen unterschiedlichen Objekttypen zugeordnet. Diese Objekttypen kennzeichnen, wie die Texte innerhalb der Software verwendet werden. So gehören Screen-Painter-Texte zu den Objekttypen SRT1 bis SRT8, Funktionsgruppen hingegen zu den Objekttypen LBT1 bis LBT3.
Die verschiedenen Endbenutzer der Software sehen Texte verschiedener Objekttypen unterschiedlich häufig. Für den Endbenutzer in der Fachabteilung ist es z. B. wichtig, dass alle Texte, die an der Oberfläche der von ihm bearbeiteten Transaktionen angezeigt werden, in seiner Arbeitssprache vorliegen. Eher an Entwickler gerichtete Texte wie Funktionsgruppen interessieren ihn hingegen weniger. Je nach den Adressaten Ihrer Übersetzung kann es also sein, dass bestimmte Objekttypen für die Übersetzung irrelevant sind und Sie diese deswegen auch nicht übersetzen möchten. Deswegen müssen Sie in einem SAP-System für jede Zielsprache definieren, welche Objekttypen in sie übersetzt werden sollen. Hierdurch können Sie den Übersetzungsumfang weniger wichtiger Sprachen reduzieren.
Zur leichteren Orientierung sind die Objekttypen nach Wichtigkeit zu Objektgruppen zusammengefasst. Sie können jeweils eine gesamte Objektgruppe oder einzelne Objekttypen aus einer Objektgruppe für die Übersetzung freigeben.
Wenn Sie einen Objekttyp für eine Zielsprache aktiviert haben, werden nach einem Auswertungslauf alle Quelltexte dieses Objekttyps in den Arbeitsvorräten und der Statistik der Zielsprache angezeigt. Wenn ein Objekttyp für eine Zielsprache gesperrt ist, erscheinen die Quelltexte dieses Objekttyps nicht in den Arbeitsvorräten und der Statistik. Wenn alle Objekttypen für eine bestimmte Zielsprache gesperrt sind, werden keine Auswertungen für die Sprache erstellt.
Wenn Sie zu einem späteren Zeitpunkt eine Zielsprache von der Übersetzung ausschließen möchten, können Sie den Objekttyp wieder aus der für diese Zielsprache definierten Objekttypenliste löschen. Die Zielsprache wird dann von allen zukünftigen Auswertungen ausgenommen. Diese Einstellung wird aktiv, nachdem Sie eine Auswertung mit Löschung durchgeführt haben. Weitere Informationen finden Sie unter Auswertungslauf anlegen.
Die automatische Verteilung wird pro Objekttyp festgelegt. Sie können deswegen zusammen mit der Definition der zu übersetzenden Objekttypen auch gleich die Verteilungsparameter für den jeweiligen Objekttyp pflegen.
Objekttypen für die Übersetzung definieren