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VorgehensweiseTestumfang optimieren Dieses Dokument in der Navigationsstruktur finden

 

Je größer eine Änderung an Ihrem System ist, desto größer ist auch die Anzahl der betroffenen Knoten in der Geschäftsprozesshierarchie. Wenn Sie beispielsweise ein Support Package einspielen, ist oftmals die gesamte Geschäftsprozesshierarchie betroffen, sodass Sie mit einer Änderungseinfluss-Analyse zunächst keine Reduzierung des Testumfangs erreichen.

Viele der betroffenen Objekte sind jedoch gleichzeitig mehreren Knoten in der Geschäftsprozesshierarchie zugeordnet und werden somit auch mehrfach getestet. Mit dieser Funktion können Sie den Testumfang so optimieren, dass jedes Objekt mindestens einmal getestet wird, mehrfaches Testen jedoch vermieden wird. Dadurch können Sie den Testaufwand deutlich reduzieren.

Hinweis Hinweis

Das System optimiert den Testumfang unter der Annahme, dass ein Objekt vollständig getestet ist, sobald es mindestens einmal getestet wurde. Auch wenn ein bestimmtes Objekt in mehreren Geschäftsprozessen verwendet wird, genügt für die Optimierung also der Test eines einzigen Knotens der Geschäftsprozesshierarchie (Optimierungsstrategie “Jedes Objekt nur einmal testen”). Wenn Sie bestimmte Objekte im Kontext aller Knoten testen wollen, müssen Sie diese Objekte von der Optimierungsstrategie ausschließen.

Ende des Hinweises.

Um eine Optimierung zu ermöglichen, bringt das System alle Knoten der Geschäftsprozesshierarchie in eine bestimmte Optimierungsreihenfolge. Dazu sortiert das System die Knoten anhand ihrer Test-Effektivität. Die Test-Effektivität berechnet sich aus dem Verhältnis Anzahl der Objekte zu benötigtem Zeitaufwand. Abhängig von den Optimierungsoptionen verwendet das System dabei entweder den Gesamtzeitaufwand oder nur den Zeitaufwand für manuelle Tests.

Sie können die Optimierungsreihenfolge auf mehrere Arten übersteuern. Entsprechend den Übersteuerungsarten werden die Knoten in folgende Bereiche eingeteilt:

1

Manuell ausgewählte Knoten

2

Zwangseinschlussbereich: Knoten, die auf jeden Fall im Testumfang enthalten sind.

3

Vorzugsbereich: Knoten, die in den Geschäftsprozesshierarchie-Optionen als „Bevorzugt berücksichtigen“ gekennzeichnet sind

4

Nicht übersteuerte Knoten (d.h. alle Knoten, die in keinem anderen Bereich enthalten sind)

5

Zwangsauschlussbereich: Knoten, die aus dem Testumfang ausgeschlossen sind.

Die Bereiche 3-4 werden auch Optimierungsbereich gennannt.

Innerhalb der Bereiche sind die Knoten nach ihrer Test-Effektivität sortiert. Wenn Sie eine bestimmte Testabdeckung oder einen zur Verfügung stehenden Zeitaufwand vorgeben, werden Knoten anhand der Optimierungsreihenfolge in den Testumfang aufgenommen oder aus ihm entfernt. Der Testumfang enthält jedoch immer mindestens alle Knoten der Bereiche 1 bis 2 und höchstens alle Knoten der Bereiche 1 bis 4.

Vorgehensweise

  1. Wählen Sie in der Ergebnisliste des Business Process Change Analyzer den gewünschten Ergebnisdatensatz.

  2. Wählen Sie in der oberen Detailtabelle (Ergebnis-ID ...) das Projekt oder die Lösung, die Sie auswerten wollen.

  3. Wählen Sie Testumfang optimieren.

    Die Abdeckung der getesteten Objekte und der Zeitaufwand werden in einem separaten Fenster dargestellt.

  4. Bestimmen Sie den Testumfang entsprechend Ihren Erfordernissen. Sie haben dazu folgende Möglichkeiten:

    Hinweis Hinweis

    Das System berücksichtigt Ihre Vorgaben in folgender Reihenfolge:

    1. Manuell übersteuerte Knoten

      Knoten, die Sie durch manuelles Übersteuern hinzugefügt haben, sind im Testumfang enthalten.

      Knoten, die Sie durch manuelles Übersteuern aus dem Testumfang entfernt haben, sind nicht im Testumfang enthalten (Zwangsausschlussbereich).

    2. Optionen zur Geschäftsprozesshierarchie

      Knoten, die durch ein Strukturattribut zum Zwangseinschlussbereich hinzugefügt wurden, sind im Testumfang enthalten.

      Knoten, die durch ein Strukturattribut zum Vorzugsbereich hinzugefügt wurden, sind nur dann im Testumfang enthalten, wenn die Vorgaben zu Testabdeckung und Zeitaufwand dies erlauben.

      Knoten, die durch ein Strukturattribut zum Zwangseinschlussbereich hinzugefügt wurden, sind im Testumfang enthalten.

    3. Gewichtungsoptionen

      Sie können Knoten in den Zwangsauschlussbereich verschieben, indem Sie die Ankreuzfelder für bestimmte Gewichtungsoptionen entmarkieren. Ein Knoten wird in den Zwangsausschlussbereich verschoben, wenn er nur Objekte bis zur entsprechenden Gewichtung enthält und nicht durch manuelle Übersteuerung oder Geschäftsprozesshierarchie-Optionen bereits im Zwangseinschlussbereich ist.

    4. Testumfang

      Nach Berücksichtigung der manuellen Übersteuerung und der Geschäftsprozesshierarchie-Optionen bestimmen Ihre Vorgaben bezüglich Testabdeckung und Zeitaufwand den Testumfang.

    Ende des Hinweises.
  5. Mit Testplan erzeugen können Sie aus allen Testfällen, die zu den betroffenen ausführbaren Einheiten vorliegen, einen Testplan erzeugen (siehe Testplan für ein Projekt anlegen).

  6. Mit Testplan erweitern können Sie einen bestehenden Testplan mit den Testfällen der betroffenen ausführbaren Einheiten erweitern. Das System bietet Ihnen alle Testpläne zum Erweitern an, die für das ausgewählte Projekt oder die ausgewählte Lösung vorliegen.