Geschäftsprozess-Analyse 
Mit der Geschäftsprozess-Analyse können Sie Kennzahlen zum Durchsatz und zum Rückstand überwachen und grafisch analysieren. Diese Kennzahlen bieten einen Überblick über die Geschäftsprozessvorgänge in allen Systemen, die zur Ausführung der Kerngeschäftsprozesse erforderlich sind. Sie haben folgende Möglichkeiten:
aktuelle betriebliche Probleme erkennen und orten
Geschäftsprozesse optimieren
Weitere Informationen zu typischen Nutzungsarten finden Sie im SAP-Hinweis 1430754.
Berechtigungskonzept
Mithilfe der Geschäftsprozess-Analyse kann der Benutzer bis zur Ebene der personenbezogenen Daten navigieren, um z. B. den Anleger der Kundenaufträge anzuzeigen. Dank eines dreistufigen Berechtigungskonzeptes können Sie sicherstellen, dass personenbezogene Daten und sonstige kritische Informationen ausschließlich von Benutzern abgerufen werden können, die über die entsprechenden Berechtigungen verfügen:
Als Konfigurationsbenutzer legen Sie unter Berücksichtigung der fachlichen Anforderungen der betroffenen Benutzer Analysevarianten an (indem Sie z. B. Berechtigungen zur Anzeige bestimmter Organisationseinheiten und/oder personenbezogenen Daten vergeben).
Als Benutzer führen Sie die Analysevarianten aus, zu deren Ausführung Ihnen vom Konfigurationsbenutzer eine entsprechende Berechtigung erteilt wurde.
Als Administrator gehen Sie folgendermaßen vor, um Konfigurations- und sonstige Benutzer entsprechend den Anforderungen Ihres Unternehmens zu definieren:
Ordnen Sie Benutzern die entsprechenden Rollen zu.
Ordnen Sie Berechtigungsobjekte zu (z. B. für Lösungen oder Anwendungsbereiche).
Beispiel
Wenn bestimmte Lösungen für die Regionen Asien/Pazifik, EMEA usw. betroffen sind, definieren Sie einen Konfigurationsbenutzer für die betroffene Region, indem Sie dem jeweiligen Benutzer das entsprechende Berechtigungsobjekt zuordnen.
Auswertungen
Der Konfigurationsbenutzer richtet die relevanten Monitoring-Objekte ein und bestimmt den Zeitraum, die Lösung, das System, das Monitoring-Objekt sowie die Kennzahl einer Analyse. Anschließend kann der Benutzer im Rahmen der Geschäftsprozess-Analyse verschiedene analytische Sichten auf die Daten anzeigen – je nach dem, welche Analysevariante er gemäß seiner Berechtigung verwenden darf.
Benchmarking: In einem Balkendiagramm können Sie beispielsweise anzeigen, wie überfällige ausgehende Lieferungen an unterschiedliche Versandstellen oder auf unterschiedliche Lieferarten verteilt werden. So können Sie den tatsächlichen Ort eines Problems identifizieren oder herausfinden, ob das Problem mit einer bestimmten Lieferart zu tun hat.
Erweitertes Benchmarking: Um die Grundursache des Problems zu analysieren, können Sie zusätzliche Merkmale verwenden, die in der Detailliste vorhanden sind. So können Sie zum Beispiel das Anlegedatum oder den Ersteller unvollständiger Kundenaufträge ermitteln.
Trendanalyse: In einem Liniendiagramm können Sie beispielsweise anzeigen, wie sich überfällige ausgehende Lieferungen über einen festgelegten Zeitrahmen an verschiedenen Versandstellen entwickeln. Auf diese Weise können Sie herausfinden, ob ein Problem plötzlich aufgetreten ist oder sich über einen längeren Zeitraum entwickelt hat, und seit wann es besteht.
Altersanalyse: Sie können beispielsweise analysieren, wie der Rückstand überfälliger ausgehender Lieferungen über mehrere Jahre oder Monate hinweg verteilt ist, und Sie können veraltete Belege identifizieren. So können Sie entscheiden, ob die zugrunde liegenden Ursachen des Rückstands veraltete Daten oder betriebliche Engpässe sind. Wenn veraltete Belege den Rückstand verursachen, kann es sinnvoll sein, die Daten zu überprüfen und zu archivieren.
Detailanalyse: Sie können die zugrunde liegende Ursache gemessener Rückstände feststellen, indem Sie im Rückstand befindliche Positionen untersuchen. Um eine Analyse dieser Positionen durchzuführen, wechseln Sie direkt zum verwalteten System.
Hinweis
Die Detail- und Altersanalyse ist nur für Rückstandskennzahlen verfügbar, nicht für Durchsatzkennzahlen.