Periodenabschluß Kundenauftrags-Controlling: SzenarioFühren Sie zunächst den Periodenabschluß auf den abhängigen Objekten wie beispielsweise Produktionsaufträgen (Fertigungsaufträge und Prozeßaufträge), Produktkostensammler oder Netzplänen durch.
Zur Ausführung des Periodenabschlusses zu den Produktionsaufträgen verzweigen Sie in das Menü
Auftragsbezogenes Produkt-Controlling
.
Zur Ausführung des Periodenabschlusses zu den Produktkostensammlern verzweigen Sie in das Menü
Periodisches Produkt-Controlling
.
Zur Ausführung des Periodenabschlusses zu Netzplänen und PSP-Elementen verzweigen Sie in das Menü
Projektmanagement
.
Dadurch stellen Sie beispielsweise sicher,
daß bei einer Ergebnisermittlung alle Kosten der der Kundenauftragsposition zugeordneten Objekte (beispielsweise alle Kosten zugeordneter Fertigungsaufträge) berücksichtigt werden. Erst durch den Periodenabschluß in der jeweiligen Anwendungskomponente (z. B.
Auftragsbezogenes Produkt-Controlling
) ist das zugeordnete Objekt mit allen Istkosten belastet. So kann das zugeordnete Objekt zum Beispiel durch die Nachbewertung von Leistungen zu Isttarifen, durch die Template-Verrechnung oder die Zuschlagsberechnung mit Istkosten belastet werden.
daß gegebenenfalls zu den zugeordneten Aufträgen Ware in Arbeit und Abweichungen ermittelt werden
Um die
Performance
im Periodenabschluß des
Kundenauftrags-Controllings
zu verbessern, stellen Sie sicher, daß für all die Verkaufsbelegpositionen, die im Periodenabschluß nicht berücksichtigt werden sollen, der Status ABGS (abgeschlossen) gesetzt wird. Dies Verkaufsbelegpositionen mit Status ABGS werden dann für die Verarbeitung im Periodenabschluß nicht selektiert. Verwenden Sie zum Setzen des Status den Report SAPKKA12. Der Report prüft in Abhängigkeit von der Einstellung unter anderem
ob die Verkaufsbelegposition komplett abgerechnet ist, so daß keine Istkosten (und keine Isterlöse) auf der Kundenauftragsposition verbleiben
ob eine Endabgrenzung stattgefunden hat
Eine Endabgrenzung soll für die Verkaufsbelegpositionen mit Status TABG (technisch abgeschlossen) stattfinden. Bei der Endabgrenzung werden Ware in Arbeit und Rückstellungen aufgelöst. Dies bedeutet, daß nach der Endabgrenzung keine Abgrenzungsdaten mehr auf der Verkaufsbelegposition vorhanden sind.
Das Kennzeichen
Endabgrenzung
befindet sich im Customizing des
Kundenauftrags-Controlling
im
Expertenmodus
der
Bewertungsmethode
. In den vordefinierten
Ergebnisermittlungsmethoden
ist das Kennzeichen
Endabgrenzung
bereits voreingestellt. Sie müssen in der Regel keine zusätzlichen Einstellungen vornehmen (siehe auch:
Ergebnisermittlung
;
Bedeutung des Status bei der Ergebnisermittlung
;
Status zur Kundenauftragsposition setzen
).
Der Report SAPKKA12 berücksichtigt auch SET-Strukturen. Der Status ABGS wird in diesem Falle für die Verkaufsbelegposition gesetzt, für die ein Abgrenzungsschlüssel hinterlegt ist. Geprüft werden alle Positionen der SET-Struktur.
Setzen Sie den Status ABGS nur dann, wenn Sie keine Nachlaufkosten mehr erwarten.
Sie können den Status ABGS wieder zurücksetzen.
Achtung
Wenn Sie in der
Materialwirtschaft
(MM) Mengen und Werte getrennt fortschreiben, dann müssen Sie vor dem Ausführen der Periodenabschlußtransaktionen sicherstellen, daß alle Mengenbewegungen bewertet wurden.
Informationen zur getrennten Fortschreibung von Mengen und Werten und die sich daraus ergebenden Einschränkungen - auch in Bezug auf die
Kostenträgerrechnung
- finden Sie in der Release-Information "Trennung der Wertbildung von der Warenbewegung" zu Release 4.6A und in der Programmdokumentation zu Programm RM07MWBU "Bewertung von Warenbewegungen" (Aufruf der Programmdokumentation z.B. über Transaktion se 38).
Sie können im Periodenabschluß
Kundenauftrags-Controlling
den
Schedule Manager
einsetzen. Dadurch wird die Durchführung des Periodenabschlusses vereinfacht.
Informationen zum Einsatz des
Schedule Managers
ohne den mehrstufigen Arbeitsvorrat finden Sie unter anderem in den Abschnitten:
Transaktionen/Reports online starten, Jobs einplanen, Jobs überw achen
Transaktionen/Reports online starten, Jobs/Jobketten einplanen, Jobs überwachen
Folgende Einzelfunktionen stehen Ihnen im Periodenabschluß
Kundenauftrags-Controlling
zur Verfügung:
Template-Verrechnung
Nachbewertung von Leistungsarten und Geschäftsprozessen zu Isttarifen
Die von einer Kostenstelle erbrachten Leistungsarten und die verrechneten Geschäftsprozesse werden zunächst mit den Plantarifen der Leistungsart bewertet. Auf Basis der der Kostenstelle beziehungsweise den Geschäftsprozessen dann tatsächlich belasteten Istkosten können Sie eine Nachbewertung der Leistungsarten vornehmen. Die Differenz aus den Plantarifen und den Isttarifen wird den Kostenträgern (z.B. Kundenauftragsposition) nachbelastet.
Zuschlagsberechnung
Ergebnisermittlung
Sie können je Kundenauftragsposition eine Ergebnisermittlung durchführen und dadurch Bestandswerte und Rückstellungen ermitteln und die Ergebnisse der
Ergebnis- und Marktsegmentrechnung
(CO-PA) und der
Finanzbuchhaltung
(FI) aufeinander abstimmen
Abrechnung
Wenn Sie eine Ergebnisermittlung durchgeführt haben, werden bei der Abrechnung die Abgrenzungsdaten an die nachfolgenden Anwendungskomponenten weitergeleitet.
Wenn Sie keine Ergebnisermittlung durchgeführt haben, werden bei der Abrechnung die auf die Kundenauftragsposition gebuchten Kosten und Erlöse an die Folgekomponenten weitergeleitet.
Wenn das CO-PA aktiv ist, dann werden aufgrund der Abrechnungsvorschrift, die das System beim Anlegen des Kundenauftrages erzeugt, folgende Daten an das CO-PA abgerechnet:
Erlöse und ggf. Erlösschmälerungen
Kosten des Umsatzes
Erlöse, Erlösschmälerungen und Kosten des Umsatzes werden im Gegensatz zum
Produkt-Controlling
mit der Abrechnung an das CO-PA weitergeleitet. Im
Produkt-Controlling
werden Erlöse und Kosten des Umsatzes bei Faktura an das CO-PA weitergeleitet.
gegebenenfalls die Rückstellungen für drohende Verluste
Sie können folgende Daten an FI und die EC-PCA abrechnen:
Kostenanteil im Bestand beziehungsweise erlösfähiger Bestand
Rückstellungen für drohende Verluste
Rückstellungen für fehlende Kosten
Rückstellungen für Reklamationen und Provisionen
bei Umsatzkostenverfahren die Kosten des Umsatzes
Die Rückstellungen und die Bestandswerte werden bei der Ergebnisermittlung errechnet. Wenn Sie eine Ergebnisermittlung durchführen, werden auch die Kosten des Umsatzes im Zuge der Ergebnisermittlung berechnet.
Die Abgrenzungsdaten Daten werden aufgrund der im Customizing definierten Buchungsregeln an die
Finanzbuchhaltung
abgerechnet.
Siehe auch:
Informationen zum Periodenabschluß bei
Auftragsbezogenem Produkt-Controlling
finden Sie in der Dokumentation:
Auftragsbezogenes Produkt-Controlling
Informationen zum Periodenabschluß bei
Periodischem Produkt-Controlling
finden Sie in der Dokumentation:
Periodisches Produkt-Controlling
Informationen zur Standardpreisermittlung bei bewertetem Kundenauftragsbestand finden Sie im Abschnitt:
Standardpreisermittlung bei bewertetem Kundenauftragsbestand
Informationen zur Bewertung bei bewertetem Kundenauftragsbestand finden Sie im Abschnitt:
Bewerteter Kundenauftragsbestand: Bewertung
Informationen zu den Besonderheiten beim unbewerteten Kundenauftragsbestand finden Sie im Abschnitt:
Allgemeines zum unbewerteten Kundenauftragsbestand
Ausführliche Informationen zur Anzeige der Daten finden Sie in der Dokumentation
Informationssystem Produktkosten-Controlling
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